Iridium Runners

1616 0 3 24. September 2008
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Die “Iridium Games” sind das aufregendste Sportereignis der Welt. Im Jahre 2050 treten hier in einem Marathon echte Spitzensportler gegeneinander an. “Gegeneinader” bedeutet hier aber nicht, dass der schnellste Läufer gewinnt, sondern vielmehr derjenige der den Sieg am meisten will. Spezialkräfte und jede Menge Waffen verleihen die notwendigen Argumente, um in diesen knallharten Rennen bestehen zu können. Und wer bremst, stirbt.

Run for your LIfe!

Stürzen wir uns gleich in die Schlacht. Zur Auswahl stehen zu Spielbeginn das Einzelrennen, ein Pokalmodus und die Meisterschaft. Allen drei gemeinsam ist, dass man sich hier zunächst die Strecke bzw. das Event und anschließend einen Läufer aussucht. Insgesamt stehen 20 “Runners” zur Auswahl, wobei jedoch etwas mehr als die Hälfte erst freigespielt werden muss. Jeder Läufer hat seine individuellen Eigenschaften, die sich in Geschwindigkeit, Beschleunigung, Ausdauer und Beweglichkeit unterteilen. So hat jeder Runner seine eigenen Stärken und Schwächen. Ungebübte Spieler wählen an dieser Stelle vielleicht zunächst einen Charakter, der relativ ausgewogen ist und dann kann der erste Lauf beginnen.

Zu jedem Läufer gehört auch einer von insgesamt 8 “Pods”, die dem Läufer im Rennen beiseite stehen. Wer hier clever ist, kann durch geschickte Kombinationen, die eine oder andere Schwäche des Läufers ausgleichen, wenn er nur den richtigen Pod wählt. Der “Pod” ist wiederum ein kleiner schwebender Roboter, der besonders für die Offensive bzw. Defensive zuständig ist. Das Ganze läuft wie folgt ab: Während der Spieler mit seinem Character über die Rennstrecken heizt kann er eine Reihe von Power-Ups einsammeln. Ein Drücken der linken Schultertaste lässt den Pod dann die Aktion ausführen. Diese reichen vom Minenlegen über ferngelenkte Raketen bis hin zum Schutzschild. Welches Power-Up man gerade eingesammelt hat ist zufällig und wird mit Hilfe eines Symbols über dem Läufer angezeigt.

Der Läufer selbst kann über diverse Beschleuniger-Felder laufen, durch die er dann besonders schnell läuft. Daneben gibts noch jede Menge grüner Iridium-Kristalle einzusammeln. Diese erhöhen die Energie des Läufers und durch mehrmaliges Drücken der X-Taste kann man diese Kräfte entfesseln.

Lauf, Forest, Lauf!

Das ganze Spielprinzip erinnert dabei sehr stark an Rennspiele wie “Wipeout”. Man rast über ziemlich futuristische Rennstrecken, ballert was das Zeug hält und muss gelegentlich auftauchenden Hindernissen / Abgründen ausweichen bzw. drüberspringen. Die Steuerung ist bei “Iridium Runners” schnell zu lernen. Nach nur wenigen Rennen stellen sich schon bald die ersten Erfolgserlebnisse ein. Einzig das Kurvenverhalten der Läufer nervt. Statt diese präzise in eine Kurve zu steuern, knallen sie mit 100%iger Sicherheit an die Bande. Wenn man in markanten Streckenabschnitten nicht langsam macht, kann es schnell passieren, dass man von der Strecke herunterfällt, was zwar kein Leben kostet, aber dafür Zeit und Nerven.

Actiongeladen ist das Spiel dafür allemal. Man kann binnen weniger Kurven vom letzten Läufer im Feld an die Spitze stürmen, wenn man sich geschickt anstellt und die Power-Ups gekonnt einsetzt. Genausoschnell kann man sich aber wieder am Ende des Feldes finden, denn die Gegner sind auch nicht aus Pappe und beschiessen den eigenen Läufer mit Vorliebe.

Grafik und Sound

Die Läufer sind schön anzusehen und erinnern in ihrer Machart an den Film “Triff die Robinsons”. Die comicartigen Figuren flitzen über die bunten und futuristischen Rennstrecken, die mit einigen Licht- und Schatteneffekten sowie interessantem Streckendesign aufwarten können. Teilweise läuft man in Tunnel, teilweise aber auch unter freiem Himmel. Die Lichteffekte haben uns dabei sehr gut gefallen und auch die Special Effects wie Raketen, Explosionen und ähnliches können sich durchaus sehen lassen.

Beim Sound dominiert ein dezent nervenden Technosoundtrack das Spielgeschehen, der den Titel “Hintergrundmusik” leider komplett verfehlt. Unglaublich penetrant. Die Musik lasst sich aber glücklicherweise ausschalten und macht dann die Bahn frei für sehr gelungene Soundeffekte. Sowohl das Quietschen der Turnschuhe, wie auch die zahlreichen “Knall- und Penggeräusche” sind sehr gut gelungen und passen sich perfekt ins Spielgeschehen ein.

Fazit

"Iridium Runners" ist ein gelungenes Action-Spektakel, welches vor allem durch sein Konzept mit Läufern, statt mit Fahrzeugen daherkommt und dank gelungener Special Effects und der comicartigen Grafik zu überzeugen weiss. Die Steuerung ist nicht ganz frei von Makeln, dennoch kann dies dem Spielgeschehen nur in begrenztem Umfang schaden. Unterm Strich: Marathon war gestern, heute ist "Iridium Runners".
Grafik
75%
Sound
74%
Gameplay
84%
Steuerung
69%

Gesamtwertung

76%

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