Heimspiel 2007 – Der Eishockeymanager

1229 0 0 24. September 2008
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Werner Krahe ist bekanntlich eines meiner Kindheitsidole. Nicht nur habe ich Nächte vor dem PC verbracht und mir mit dem “Bundesliga Manager” verbracht sondern auch zuletzt mit der Neuauflage “Heimspiel 2006 – Der Fußballmanager” meine Freude gehabt. Auch das nun vorliegende “Heimspiel 2007 – Der Eishockeymanager” hat eine ähnliche Hintergrundgeschichte wie das Spiel rund ums runde Leder. 1993 erschien der Eishockeymanager von Software 2000 und erst mehr als 10 Jahre später wird die Story fortgesetzt…

Aufs Glatteis geführt…

Vereine aus zwölf Nationen stehen dem Spieler beim Start zur Auswahl und zwar nicht aus irgendwelchen Fantasieligen. Das Spiel kommt mit einer offiziellen Lizenz daher und bietet somit alle Vereine der ersten beiden deutschen Profi-Ligen. bei den ausländischen Ligen mußte darauf wohl verzichtet werden, aber dank des leicht zu erlernenden Editors läßt sich da einiges machen.

Das wichtigste Werkzeug aller herangehenden Manger ist die Menüleiste am linken Birdschirmrand, hinter der sich alle nur erdenklichen Infobildschirme wiederfinden. Diese unterteilen sich in folgende Kategorien: Spieler, Ligen, Finanzen, Verwaltung und Extras. tatsächlich ist das Menü zwar sehr gut und übersichtlich gestaltet, aber wem es dann doch mal zuviel werden sollte im Manageralltag, der kann Aufgaben vorzugsweise an seinen PC delegieren, denn viele Routineaufgaben, lassen sich vollständidig automatisieren.

Im Spiel…

Nachdem man sich neben der Trikotfarbe, den Eintrittspreisen, dem Training und sonstigen Terminen und Fragen alles behandelt hat, kommt der irgendwann der Spieltag. Vor dem Spiel kann man im Taktikmenü seine Aufstellung und die Spielformationen festlegen, die wohl den größten Einfluss auf den Ausgang des Spiels haben. Das Spiel selbst wird anschließend entweder in 3D ausgetragen oder aber in Form einer Textdarstellung. Wer an dieser Stelle den “Bundesliga Manager” oder eben “Heimspiel 2006” kennt, der weiß was ich meine. Tatsächlich hat diese Spieldarstellung aber auch nach über einem Jahrzehnt nichts von seinem Charme und Spielwitz verloren.

Das restliche Managerleben besteht vor allem aus Trainingseinheiten, weiteren Spielen und geschicktem Taktieren auf dem Transfermarkt. Die passenden Einnahmen für Spielerkäufe holt man sich am ehesten durch lukrative Werbeverträge in die Kassen oder man spielt eben ein wenig an den Eintrittspreisen herum, wobei dies so seine Tücken haben kann, denn die Zuschauer wissen genau, wann sie ausgenommen werden, also Vorsicht!

Grafik und Sound

Wie schon beim “Heimspiel 2006 – Der Fußballmanager” kann man der Eishockey-Variante in Puncto Grafik keine Höchstwertungen vergeben. Die Grafik ist leider nicht zeitgemäß, die Figuren sind zu unrealistisch und die Animationen der Spieler erinnert nicht wirklich an ein Eishockeyspiel. Für mich als Ü30-Puristen der “Bundesliga Manager”-Ära ist es natürlich vollkommen ausreichend, aber Jugendliche, die Ego-Shooter wie Crysis immer noch zu pixelig finden wird man mit der vorliegenden Grafikl nicht hinterm Ofen hervorlocken können.

Die Musikuntermalung sowie die Soundeffekte im Spiel sind auch nicht so ganz der große Wurf geworden. Weder die Kommentare, noch die Geräusche in der Eisarena können vollends überzeugen. Einzig die Menüs sind mit Rockmusik unterlegt, die man gerne mal wiederhört.

Fazit

"Heimspiel 2007 - Der Eishockeymanager" könnte im Direktvergleich nicht ganz so überzeugen wie sein Fussball-Pendant und doch kann man dem Spiel seinen Reiz keinesfalls absprechen. So zeigt die Wertung im technischen Bereich leider leicht nach unten, aber im spielerischen Part gibts dafür hohe Wertungen. Wenn das Team um Werner Krahe es schaffen könnte die technischen Probleme besser in den Griff zu kriegen, dann hätte Eishockey im Bereich der Wisims sicherlich kein Schattendasein mehr zu fristen.
Grafik
70%
Sound
68%
Gameplay
88%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

76%

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