God of War: Ghost of Sparta (PSP)

3714 0 3 30. November 2010
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Titel:God of War: Ghost of Sparta
EAN:0711719167976
System:Sony PSP
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Sony Computer Entertainment
Release:2010-11-05

God of War: Ghost of Sparta ist nach Chains of Olympus das zweite Spiel aus der God of War-Serie für die Sony PSP. Kratos ist also zurück und macht dieses Mal unter anderem Atlantis und Sparta unsicher.

Wo sind wir denn genau?

Die Ereignisse in God of War: Ghost of Sparta finden irgendwo zwischen dem ersten und zweiten Teil der God of War-Reihe statt, soll heißen: Kratos hat sich mit dem Sieg über Ares im wahrsten Sinne des Wortes zum Kriegsgott hochgekämpft. Trotz dieses Triumphes kann er sich nicht glücklichen schätzen, denn er wird ständig von Alpträumen, die seinen Bruder Deimos betreffen, geplagt. Nachdem Kratos in einer seiner Visionen seine Mutter erscheint, macht er sich auf die Reise ins sagenumwobene Atlantis, um nach den Antworten hinsichtlich seines Bruders zu suchen. Ist dieser möglicherweise doch noch am Leben?

Wie werde ich sie los in 10 Tagen… oder… Sekunden?!

Auf der Suche nach Gewissheit, gilt es für Kratos die Gegner, die auf seinem Weg lauern und die auch dieses Mal wieder an die griechische Mythologie angelehnt sind, zu beseitigen. Dazu stehen ihm zu Beginn nur die Klingen der Athene zur Verfügung. Im weiteren Spielverlauf kann Kratos durch das Einsammeln von Orbs, die er in den überall verstreuten Schatztruhen findet oder durch das Besiegen seiner Gegner erlangt, neue Techniken erlernen. Sogar ein Schild und ein Speer stehen dem Spartaner mit fortgeschrittener Zeit zur Verfügung.

Damit aber nicht genug: Insgesamt drei verschiedene magische Angriffe erlernt unser Held mit der Zeit, die man durch das Betätigen der Pfeiltasten – je nach gewünschtem Angriff – einsetzen kann. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann seine Klingen mit Feuer versehen, um seine Widersacher in die Knie zu zwingen und muss dies sogar manchmal auch, um z. B. die Schilde der Gegner zu zerbersten.

Im Gegensatz zu der Magieanzeige, die sich durch das Einsammeln entsprechender Orbs wieder füllt, regeneriert sich die Feueranzeige ziemlich schnell von alleine.

Viele Möglichkeiten, wenig Abwechslung?

Wer das liest, mag sich jetzt denken: “Wow, da kann ich die Gegner ja mit so mancher Angriffsweise platt machen!”. Vom Prinzip her stimmt das auch, nur ist das (leider) nicht immer nötig. Oft reicht es aus, wenn man die L-Taste gedrückt hält und, sofern man die entsprechende Technik besitzt und die besitzt man relativ früh im Spiel, die Quadrattaste drückt. Dann macht Kratos nämlich mehrere Rundumschläge mit seinen Klingen, die eine ziemlich große Reichweite haben, so dass kein Gegner in seine Nähe kommt und man unverwundet bleibt. Wiederholt man diese Aktion, hat man nach einer gewissen Zeit eine Kombo von über 100 Treffern (je nach Anzahl der Gegner) und obwohl die Quadrattaste für einen “schwachen Angriff” steht – im Gegensatz zu der Dreiecktaste -, kann man sich so relativ leicht sämtlicher Gegner entledigen.

Ebenso ist es möglich, auf die Gegner zuzurennen, sie zu packen, zu Boden zu werfen und durch wenige schwere Schläge zu eliminieren.

Das Gute ist jedoch: Genau wie ich beim Fussball mein Angriffsspiel differieren kann, indem ich mal über links, mal über rechts oder durch die Mitte spiele, versuche den Gegner mit flachen Pässen oder hohen Flanken zu überlisten, kann ich auch hier die mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um mehr Spaß am Besiegen der Gegner zu entwickeln. Ich muss es mir ja nicht unbedingt leicht machen und die Gegner immer auf die gleiche Weise besiegen. Wer das macht, der braucht dann auch nicht meckern aber ich für meinen Teil wende mal den, mal den Angriff ein, setze diese und jene magische Kunst ein und strecke meinen Gegner auch mal mit meinen flammenden Klingen zu Boden. Möglichkeiten gibt es wie oben beschrieben viele und sie sind nicht umsonst da. Ich kann den Spaßfaktor somit selbst beeinflussen, indem ich diese verschiedenen Möglichkeiten ausschöpfe und dafür auch mal ein paar Gegentreffer in Kauf nehme.

Die Gegner sind abhängig vom Schwierigkeitsgrad – logischerweise – mal schwächer, mal stärker, besonders gut ist es in diesem Spiel, dass schon von Beginn an immer mal wieder “größere” und stärkere (Einzel-)Gegner auftauchen, die es zu erledigen gilt. Das sorgt auf jeden Fall für gute Abwechslung und steigert den Spaßfaktor des Spiels. Immer wieder muss man damit rechnen, dass ein Gegner auftauchen könnte, der sich nicht so leicht durch ein paar Treffer mit den Klingen besiegen lässt.

Bei den Standardgegnern hingegen dürften wohl genauso Erinnerungen an andere God of War-Titel wach werden wie bei Kratos’ Klettertouren oder eben auch bei einigen seiner Angriffsmethoden. Fans der bisherigen Ausgaben werden vielleicht sogar dazu neigen, zu sagen, dass der aktuelle Titel kaum Neues mit sich bringt. Wenn sie im gleichen Atemzug aber auch noch sagen, dass das Spiel – auch aus diesem Grunde – nicht überzeugt, so muss ich dem vehement widersprechen, denn das Spiel macht auf jeden Fall großen Spaß.

(Moment, ich muss mir den Sabber vom Mund wischen) Grafik und Sound

Dazu trägt die einfach wahninnig supermegatolle … grandiose … imposante … Grafik bei. Ich könnte hier noch andere Adjektive verwenden aber ich will es mal dabei belassen. Die Grafik ist einfach der Hammer, eine bessere ist mir persönlich auf der PSP noch nicht begegnet. Klar gibt es immer Kritikpunkte, die es anzusprechen gilt, aber wenn ich das jetzt tun würde, dann würde ich mich selbst nicht mehr im Spiegel anschauen können, denn das, was es bei der Grafik vielleicht in irgendeiner Form zu kritisieren gibt, ist absolut nicht der Rede wert. Nicht selten bin ich einfach mal stehen geblieben, um die Schauplätze und die Bauwerke um mich herum zu bewundern und zu genießen (man muss immer im Kopf behalten, dass es die PSP ist, auf der man dieses Spiel spielt). Allein die Grafik – und dazu zählen auch die Zwischensequenzen – ist das Geld wert und wem das ständige “Um-Sich-Geschlage” tatsächlich irgendwann mal langweilig werden sollte, der wird mit Sicherheit trotzdem weiterspielen, um die grafische Meisterleistung auch bis zum Ende zu erleben.

Was für die Grafik gilt, gilt in nahezu ähnlicher Perfektion auch für den Sound. Tolle Musik, klasse Sprecher, Daumen hoch!

Exkulpation

Nein, ich habe nichts davon und keiner gibt mir was dafür, dass ich das Spiel hier so dermaßen lobe. Ich bin einfach nur total begeistert und das obwohl ich gestehen muss, dass ich nicht unbedingt ein Fan der God of War-Reihe bin. Aber das, was uns auf dieser portablen Konsole geboten wird, ist rein objektiv und losgelöst von den anderen Titeln der Reihe insgesamt betrachtet, der absolute Wahnsinn.

Fazit

Wer sich den Bericht durchgelesen hat, dem sollte das Fazit klar sein. Für diejenigen, die sich die Mühe nicht gemacht haben, mache ich es kurz: KAUFEN!!!
Grafik
98%
Sound
95%
Gameplay
95%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

95%

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