Glyph

1196 0 0 24. September 2008
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Was bekommt man heute eigentlich noch für fünf Euro? Eine Pizza? Schwerlich. Mehr als 2 Getränke in einer Kneipe? Wohl kaum. Ein Denkspiel aus dem Hause Green Pepper. Ja, sowas gibts. “Glyph” nennt sich das gute Stück in unserem Falle und es wird uns im Rahmen dieses Tests beweisen müssen, ob man für so wenig Geld wirklich noch ansehnliche Software bekommt. Man glaubt es ja kaum, aber es ist so!

Denken, Schauen, Klicken

Die Aufgabe des Spielers ist es die sterbende Welt Kuros zu retten, indem er antike Skulpturen zusammenbaut. Auf einem Spielfeld sind dazu verschiedenartige Kugel auf abgedeckten Feldern angebracht und sobald drei oder beisammen sind klickt man darauf, um die Formation aufzulösen. Dadurch bröckelt auch der Untergrund unter den Kugeln und nach und nach wird ein Glyph, also eine der erwähnten antiken Skulpturen, sichtbar. Deine Aufgabe ist es in 255 Levels auf 5 verschiedenen Welten eben genau dies zu tun.

Das klingt jetzt mal überhaupt nicht spannend wenn man das so liest, aber tatsächlich hat das Spiel ganz schön Suchtpotential. Den neben der eigentlich Aufgabe des Freilegens der Glypphen kommen immer mehr Powerups aber auch Hindernisse dazu, die das Leben eines Weltenretters recht schwer machen können. So gibt es Kugeln, die sich nicht ohne weiteres abräumen lassen, aber den Glyphen verdecken, es gibt Kugeln, die wie ein Virus andere Kugeln befallen und nur mit speziellen Powerups beseitigt werden können und mit zunehmender Spieldauer nimmt auch der Zeitdruck immer weiter zu.

So entsteht eine bunte Mischung aus Knobelei, Action und Hektik, die man dem Spiel auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte. Zudem muss man die einzelnen Glyphen immer wieder zu einem Ganzen zusammensetzen was mit Hilfe eines kleines Musik-Minigames geschieht, bei dem man sich eine bestimmte Melodie der Glyphen merken und dann nachspielen muss. Das lockert das Spiel weiter auf.

Grafik und Sound

Was das Spiel zudem so hochwertig macht ist die technische Umsetzung. Die Grafik nämlich kann sich für einen 5-Euro-Low-Budget-Titel durchaus sehen lassen. Nicht nur das Spielfeld und die Animationen davon sind gelungen, sondern auch die Menüs, die Art und Weise wie die Hintergrundgeschichte rund um Kuros erzählt wird und die Minigames können sich wahrlich sehen lassen. Auch dies hatten wir so nicht erwartet.

Soundtechnisch leistet sich das Spiel ebenfalls keinen Patzer und bietet neben atmosphärischen Klängen und einer Hintergrundmusik, die ihrem Namen alle Ehre macht auch noch passende Soundeffekte, so daß man eigentlich rundum glücklich sein kann.

Fazit

Mit "Glyph" erhält man für sage und schreibe 5 Euro wohl eines der besten Low-Budget-Spiele der letzten Monate. Wer auch Denkspiele abfährt sollte sich das Spiel unbedingt zulegen, da man bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich kaum etwas falsch machen kann.
Grafik
80%
Sound
79%
Gameplay
85%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

85%

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