Spieletest: Gartenkurs

1606 0 1 6. August 2009
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Einen grünen Daumen hat man oder man hat ihn nicht, stimmts? Falsch! In der Regel wird man als Fleischfresser und nicht gerade als Pflanzenliebhaber geboren, aber man kann es lernen. Die einen nehmen dazu ein Buch zur Hand, andere gehen einen autodidaktischen Weg. Leichter geht es mit “Gartenkurs”, dem ersten Lernspiel für die Nintendo DS, die sich diesem Thema annimmt. Und natürlich wollten auch wir beweisen, dass wir total “grün” sind und haben uns das Game genauer angesehen.

Erde + Wasser + Sonne + Samen = Disaster?

Aber nicht doch, man kann den richtigen Umgang mit Pflanzen lernen. Nach dem obligatorischen Anlegen eines Profils kann man im Planer von “Gartenkurs” zunächst seinen eigenen Garten virtuell abbilden. Dazu gibt man an in welcher Region Deutschlands man wohnt, ob es sich um einen echten Garten oder eben um ein Zimmerparadies handelt, Licht- und Erdverhältnisse, etc. Wenn man seinen Garten angelegt hat, kann man sich von “Paul dem Gärtner” helfen lassen. Er steht dem User am rechten unteren Bildschirmrand mit Rat und Tat zur Seite und führt durch das Programm. Er macht dann auch auf Wunsch die ersten Vorschläge was man pflanzen könnte. Natürlich unter Berücksichtigung des realen Gärtners, denn wenn der User wenig Zeit hat gibt er vor, nur pflegeleichte Pflanzen auszuwählen und die Vorschläge von “Paul” richten sich danach.

Man kann natürlich auch selbst in der Pflanzendatenbank stöbern und sich was Schönes aussuchen, Paul warnt einen dann schon, wenn Licht- oder Bodenverhältnisse nicht passen. Außerdem hilft ein Terminplaner dabei die anfallenden Aufgaben zu erledigen. So erinnert einen das Programm ans Düngen, die Memo-Funktion (die sich auch frei einrichten lässt) lässt hier kaum Wünsche offen. Interessant ist auch die Pflanzenenzyklopädie, in der man wahrlich kopfüber stöbern und sich rund um die Pflanzenwelt informieren kann. Beispielgärten, ein Grundlagen-Tutorial, Datenbank mit Fachvokabular, Tipps & Tricks runden das Angebot ab.

Die Steuerung ist sehr einfach gehalten, auch wenn die Menüs mitunter etwas unübersichtlich wirken kommt man dennoch zurecht. Etwas unlogisch ist die Zimmerpflanzenhaltung: “Paulchen” meckert nämlich dauernd die nicht korrekten Bodenverhältnisse an, nur weil schon eine Pflanze mit beispielsweise “sandigem” Boden am Fenster steht. Dumm nur, dass jede Pflanze in ihrem Topf eigene Bodenverhältnisse mit sich bringt und ein abgeschlossenes Biotop darstellt. Das ist aber der einzigste grobe Schnitzer, der uns aufgefallen ist. Wirklich “spielerisch” gehts im “Gartenkurs” allerdings nicht zu. Man sollte es mehr als Edutainment-Programm sehen. Einzig ein kleines “Gartenquiz” lässt etwas Spiellaune aufkommen…

Grafik und Sound

Optisch ist der “Gartenkurs” recht ansehnlich in Szene gesetzt worden. Nette Animationen (insbesondere vom mittlerweile bekannten “Paul”), gutes Bildmaterial der Pflanzen, gute Menüs. Einzig die Informationsaufbereitung bei den Pflanzen wirkt immer wieder etwas unübersichtlich. Dennoch im Großen und Ganzen eine gute Umsetzung.

Gleiches kann man auch von der musikalischen Untermalung sagen, die sich dezent im Hintergrund hält und nicht weiter störend auffällt. Soundeffekte anderer Art sind hingegen rar “gesät” (man achte auf diesen passenden Ausklang).

Fazit

"Gartenkurs" ist ein ansehnlicher Exkurs in die Welt der Blüten und Pflanzen. Das Programm kann insbesondere Anfänger und Fortgeschrittenen wirklich eine Hilfe sein, an Termine erinnern und wichtige Schritte planen helfen.
Grafik
72%
Sound
65%
Gameplay
62%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

70%

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