Spieletest: Galileo Mystery – Die Krone der Midas

1576 0 0 10. November 2009
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Titel:Galileo Mystery - Die Krone des Midas
EAN:4260153362134
System:Nintendo DS
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:F+F Distribution GmbH
Release:2009-10-08

So ein Job als Nachtwächter in einem Museum ist sicherlich keine allzu spannende Aufgabe – glaubte wohl auch Stefan, der Held in “Galileo Mystery – Die Krone der Midas”. Es ist sein erster Arbeitstag und schon geht es drunter und drüber. Während seine alte Freundin Jessica ihm als Personalleiterin den neuen Job vermittelt hat, musste Herr Wochnik, der alte Nachtwächter, kurz vor der Pensionierung entlassen werden. Und das geschieht vor den Augen des “Neuen” durch den Museumsdirektor. Reichlich unangenehm. Wobei… als wenig später das Skelett eines Dinosauriers in sich zusammenstürzt und scheinbar noch andere nächtliche “Gäste” im Museum sind, wird es erst richtig unangenehm…

Pixel-Adventure

Für die NDS gibt es bisher recht wenig Adventures, doch “Galileo Mystery – Die Krone der Midas” macht vom ersten Augenblick an einen guten Eindruck. Zunächst beginnt man seinen Arbeitstag mit einem Gespräch mit dem Museumsleiter, sucht nach einem Kugelschreiber, trifft Jessica und lernt ganz nebenbei die Steuerung etwas besser kennen. Mit dem Touchpen lassen sich Gegenstände antippen, mit der Lupe daraufhin untersuchen oder mit dem Handsymbol einstecken (sofern nicht festgenagelt oder anderweitig unbeweglich). Dieses interaktive Menü kommt auch bei Personen zum Einsatz, mit denen man sprechen kann, um neue Infos zu erfahren. Das Spiel ist dabei recht linear, man kann sich nicht in einer Vielzahl von Rätseln verlaufen, sondern löst die Aufgaben meist “Step-by-Step”.

Die Aufgabe des Spielers ist es den mysteriösen Vorgängen im Museum auf die Schliche zu kommen und dabei genreüblich Gegenstände zu sammeln und diese ggf. miteinander zu kombinieren. Das klingt einfacher als es ist, denn einen Haken hat die Sache: Wegen der limitierten Anzeigefläche der NDS sind viele Objekte so klein, dass man sie doch sehr leicht übersehen kann. Speziell zu Beginn des Spiels tut man sich da schon etwas schwer, weil man das noch nicht so recht einschätzen kann. Hier hätte ein Mini-Tutorial schon geholfen…

Die Rätselkost bewegt sich auf mittlerem Niveau und wird nie richtig unfair. Etwas eigenwillig gibt sich dagegen die Steuerung. Will man “nur mal so eben” auf einen Gegenstand tippen, um ihn zu untersuchen, kann es schnell passieren, dass Stephan sich auf den Weg zur nächstgelegenen Tür macht und den neuen Raum betritt. Gut, als Spieler weiß man dann auch “da gabs nichts zu untersuchen”, aber wenn das Objekt eine Fingerbreite von der Tür entfernt war kommt man schon ins Grübeln.

Grafik und Sound

Optisch macht “Galileo Mystery – Die Krone der Midas” einen sehr gelungenen Eindruck. Das gesamte Museum ist liebevoll und sehr detailliert umgesetzt worden und versprüht durchaus den Charme eines in die Jahre gekommenen, geheimnisvollen Baus. Hinter jeder Tür steckt eine neue Überraschung und viele Objekte sind interaktiv. Auch die Protagonisten sind schön in Szene gesetzt worden, wenngleich die Animationen da nicht immer ganz mit dem ansonsten sehr guten Gesamteindruck mithalten können.

Die Hintergrundmusik könnte ebenso aus einer Folge “Galileo Mystery” stammen. Unheilvolle Klänge und schwere Streicher passen gut zu diesem Mystery-Adventure oder wahlweise auch zu einem Gruselfilm. Da kommt Stimmung auf. Die Soundeffekte sind ebenfalls gelungen, Synchronstimmen gibt es keine, stattdessen muss man die Texte am Bildschirm nachlesen.

Fazit

"Galileo Mystery - Die Krone der Midas" präsentiert sich als vollwertiges Adventure auf der kleinen NDS, macht aber seine Sache unterm Strich gut. Ein paar kleinere technische Mängel und die Limitierung auf die kleinen Screens verhindern eine bessere Wertung, wer sich daran aber nicht stört und ein echtes Abenteuer auf der NDS erleben will, der darf beruhigt zugreifen.
Grafik
79%
Sound
90%
Gameplay
85%
Steuerung
70%

Gesamtwertung

80%

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