Fluch der Karibik 2

1865 0 1 24. September 2008
Gefällt mir!

Titel:Fluch der Karibik: Die Legende des Jack Sparrow
EAN:3307210225849
System:PlayStation2
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Ubisoft

Captain Jack Sparrow ist wieder da und direkt von der Leinwand hat er es auch sogleich auf die PS2 geschafft. Rechtzeitig zum Kinostart gibts also auch auf der Konsole eine Fortsetzung des Blockbusters. Die Handlung des Films, soviel vorne weg, hat mit dem Film überhaupt nichts zu tun. Vielmehr sehen Jack und sein junger Freund Will Turner ihrer Hinrichtung mit dem Galgen entgegen. Wie es weitergeht, zeigt unser Spieletest…

Das Ende ist nah…

Jack und Will sind auf ihrer Suche nach einem geheimnisvollen Schatz einigen dunklen Gestalten auf den Leim gegangen und sehen nun vor dem Galgen ihr Leben vor sich ablaufen. So spielt sich Ubisofts “Fluch der Karibik 2” (engl: “Pirates of the Caribbean 2”) wie ein “Best Of” von Jacks abenteuerlichsten Lügen. So ergeben sich insgesamt 24 Levels, die an schönen Sandstränden oder auch in Hafenstädten bei Nacht spielen. Daneben muss man auch an so entlegene Orte wie den Orient oder in eisigen Höhlen seine Pflicht erfüllen.

Die “Pflicht” besteht hierbei darin in bester Hack&Slay-Manier die Levels von sogenannten Zombie-Piraten oder ähnlich gruseligen Untoten zu säubern. An seiner Seite hat man als Spieler wahlweise Will oder die bezaubernde Elizabeth Swann, was sich bei den Charakteren allerdings nicht bemerkbar macht. Beide sind absolut identisch im Spiel- und Kampfverhalten. Natürlich kann man jederzeit auch in die Haut seines Begleiters schlüpfen und an dessen Stelle kämpfen.
Spielerisch fühlt man sich schnell an “Herr der Ringe” oder “Demonstone” erinnert: Es ist ein einziges Gemetzel. Im Verlauf des Spiels bekommt man immer mehr Special Moves mit denen man ganz besonders intensive Attacken wie beispielsweise Sprungkicks oder Todesstöße vollbringen kann. Die Gegner lassen auch bei Ihrem Ableben einige Moneten fallen, die man clevererweise wieder das Erlernen neuer und besserer Angriffsvarianten investiert.

Es geht doch weiter…

Der Schwierigkeitsgrad von “Fluch der Karibik 2” ist recht ausgewogen. Während einige der zahlreichen Endgegner wirklich harte Nüsse werden können wird dies durch das Vorhandensein von Bonusleben ausgeglichen. Nach dem Erreichen jedes Levels werden diese Bonusleben aufgefüllt und man kann an Ort und Stelle weitermachen und den Burschen zu Boden zwingen. Auch die kleineren Gegner kommen in unterschiedlicher Stärke daher.

Nun sind 24 Level angesichts der eher kurzen Spieldauer keine Aufgabe, die den Spieler wochelang beschäftigen könnte, dennoch stellt sich die Frage, ob nicht etwas mehr Abwechslung möglich gewesen wäre. Die von Zeit zu Zeit vorkommenden Schalterrätsel helfen da kaum weiter. “Eine vorgebene Tastenfolge auf dem Pad erfüllen” und ähnliche kleine Aufgaben können die Eintönigkeit kaum beseitigen. Man hat nach spätestens der Hälfte des Spiels einfach alles gesehen, was das Game zu bieten hat. Das ist sehr bedauerlich, denn die Präsentation ist gar nicht so übel…

Grafik und Sound

Grafisch macht “Fluch der Karibik 2” einen ziemlich guten Eindruck, besonders die Gestaltung der Hauptakteuere ist den Programmierern wirklich gut gelungen. Auch die Schauplätze sind prima in Szene gesetzt und sehr abwechslungsreich gestaltet. Leider gibt es auch negative Aspekte: Im Vergleich zu anderen Vertretern der Spieleszene sind die Animationen, insbesondere die Darstellung von Gesichtszügen und Mimik beim Sprechen, unterdurchschnittlich. Auch kommt es bei größeren Anhäufungen von Gegnern zu unschönen Rucklern in der Darstellung.

Johnny Depps deutsche Original-Stimme hat dem Spiel einen nennenswerten Schub in unserer Sound-Wertung vergeben, aber auch die anderen Synchronsprecher haben einen guten Job gemacht. Daneben kann auch der orchestrale Soundtrack voll überzeugen.

Fazit

"Fluch der Karibik 2" bietet ein gradliniges Hack&Slay ohne jeden Schnörkel. Wer drauf steht wird seine Freude daran haben, allerdings bietet das Spiel denen zu wenig, die schon öfters vergleichbare Spiele in den Händen hielten und so etwas mehr Abwechslung erwarten dürften. Technische Mängel senken den Gameplay-Wert um ein Weiteres. Wer die Möglichkeit hat sollte in jedem Falle erstmal probespielen.
Grafik
65%
Sound
80%
Gameplay
51%
Steuerung
73%

Gesamtwertung

69%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.