Fire Emblem Awakening (3DS)

3104 0 0 10. September 2014
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Titel:Fire Emblem: Awakening
EAN:0045496523442
System:Nintendo 3DS
Label:Nintendo
Release:2013-04-19

Groß sind die Schlachten! Größer die Auswahlmöglichkeiten! Doch am Größten sind die Kopfschmerzen beim Grübeln. So ist das lang ersehnte Japano Rollen-Strategiespiel “Fire Emblem Awakening” für den 3DS.

Doch bevor wir euch Details näher bringe, erzählen wir kurz etwas zu der Geschichte:
Ein talentierter Taktiker leidet unter Amnesie und wird gefunden von einem Prinzen samt seiner Schwester und seinem Leibwächter. Komischerweise kennt Robin bzw. der Spieler den Namen seines Finders, doch nicht den eigenen. Nach kurzer Vorstellungsphase geraten auch alle vier in einen Kampf mit Untoten, in dem der Spieler seine Fähigkeiten unter Beweis stellt. Somit beginnt die Geschichte eines verwirrten Taktikers, welcher sich selbst finden und das Böse, was mit Ihm verbunden ist, besiegen muss.

Wie üblich für die meisten Rollenspiele heutiger Zeit, beginnt das Spiel mit der Charaktererstellung.
Dort ist man frei bei der Wahl des Geschlechts. Zur Individualisierung stehen dann drei Staturarten, fünf Gesichtszüge, fünf Frisuren, zwanzing Haarfarben und drei unterschiedliche Stimmen zur Auswahl.
Das ist vielleicht nicht besonders viel, doch mehr als ausreichend für ein Rollenspiel für einen Handhelden. Der erstellte Charakter wird dann in zwei Arten dargestellt: Einmal als 3D-Spielfigur und noch als 2D-Animefigur, welche bei Gesprächen immer dabei ist und sogar Emotionen bei guten oder schlechten Situationen zu erkennen lässt. Zu aller Letzt legt man noch den Namen fest, welcher aber unabhängig vom Geschlecht “Robin” als Vorgabe zeigt.

Nach der Erstellung wird man in die fantastische Spielewelt transferiert. Das erste Gefecht steht bevor und auf dem Touchscreen werden hilfreiche Tutorials für jeden Anfänger angezeigt, welche man aber auch nach Belieben überspringen, gar ausstellen kann. Auch die Gespräche zwischen den Charakteren während der ersten Kämpfe bieten wertvolle Informationen über das Spielgeschehen und die Steuerung.

Als Taktiker hat man somit die spezielle Fähigkeit Feinde, Freunde, Schwächen und Stärken zu analysieren. Während man das Spielfeld von oben sieht, fällt es einem leicht die Reichweite aller Charaktere, die Lebensanzeigen, die Schadensanzeigen und Schwächen zu observieren.
Jede Figur kann sich eine bestimme Reichweite fortbewegen und pro Zug einmal angreifen. Danach ist der Gegner dran, bei dem es auch nicht anders ablaufen wird – außer vielleicht etwas schneller.
Die Kämpfe zwischen zweier Parteien kann man sich dann in 3D oder in 2D – in der schon vorgegeben Vogelperspektive – anschauen.

Und was, wenn der Taktiker einem nicht gefällt? Nun, den Status “Taktiker” kann man in der Spielewelt nicht verlieren. Doch ab Level 10 kann man mit Hilfe von sogenannten “Zweitsiegeln” seine Klasse beliebig ändern, oder man fördert die jeweilige Klasse ab Level 10 mit einem “Meistersiegel”. So kann aus einem Taktiker ein Großmeister, oder aus einem Dieb ein Assassine werden.

Jede Klasse hat dann auch nur bestimmte Waffen zur Verfügung, welche sie benutzen kann. Diese Waffenfertigkeiten müssen auch gelevelt werden, aufsteigend von E bis A. Heißt aber auch, wenn man die Maximalstufe 20 erreicht, das Schwert seines Assassinen auf Stufe A gebracht hat und man dann auf den Ritter umskillt, so muss die Lanze von Anfang an, also von Stufe E auf wieder hochgelevelt werden. Die verschiedenen Waffen und Fertigkeiten sind immer bei einer Händlerin zu kaufen. Jeder Waffentyp hat auch seine Schwächen und seine Stärken gegenüber anderen Waffenarten und gibt in Kampf somit weitere Strategiemöglichkeiten.

Doch was, wenn die Strategie perfekt, doch der eine Charakter zu schwach ist? So schickt man einen Verbündeten in das Feld des anderen, um ein Zweierteam zu erstellen. Je stärker die Beziehung zwischen den beiden ist, desto mehr Schaden teilen sie dann aus und desto mehr unterstützen sie sich. Das Verhältnis zwischen beider Parteien baut man mit Teamkämpfen und Gesprächen auf. Eine Freundschaft kann aufsteigend von Stufe C bis Stufe S gehen. Stufe S erreichen nur zwei unterschiedliche Geschlechter und der Pakt der Ehe wird geschlossen. Eheleute unterstützen sich in Kämpfen sehr und zeugen sogar Kinder, was bedeutet, das neue, einzigartige Charaktere auftauchen – jede Figur kann nur zu einer weiteren Figur die Freundschaftsstufe S erreichen und eine Scheidung ist nicht möglich.

Die klassische Heal-Tank-DD-Rollenverteilung gibt es in dem Spiel nicht. Heiler und Schadensausteiler sind zwar vorhanden, doch es gibt keine Klasse, die die Gegner anlocken kann.
Zwar gibt es zum Beispiel den Ritter, der vieles aushält, doch steht der Heiler in der Nähe, wird dieser zu aller Erst Schläge zu spüren bekommen.

Die Anzahl der Gegnerrassen ist eher fade ausgefallen. Zu bekämpfen sind nur Untote oder Menschen, die aber dann wie des Spielers Streitmacht, verschiedene Klassen vertreten. Natürlich gibt es auch Bosskämpfe zu bestreiten, welche manchmal sogar Zwischensequenzen beinhalten.
Diese sind dann mit normaler Spielgrafik dargestellt oder in filmreifen 3D-Animationsvideos zu betrachten.

Die Synchronisation ist entweder auf Englisch oder Japanisch – also wird man im ganzen Spiel lang von Untertiteln verfolgt. Die Musik unterschreicht jede Situation mit passenden Melodien.

Wir sind sehr begeistert von dem Spiel. Humor, Trauer, Action finden zusammen in einem wunderbaren Epos. Die drei Schwierigkeitsgrade Einfach, Schwer und Extrem lassen den Kopf Dampfwolken aus Ohren Nase Mund schießen. Und wem das noch zu einfach ist, kann den klassischen Spielmodus nutzen, in dem im Kampf gefallene Kameraden nie wieder kommen. Was will man mehr?

Fazit

Eines unserer Lieblingspielen auf dem 3DS. Epische Schlachten, mitfühlende Situationen und manch Gespräche führen von ein zum anderen Lachkrampf.
Grafik
79%
Sound
95%
Gameplay
98%
Steuerung
96%

Gesamtwertung

92%

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