Exit

1587 0 3 24. September 2008
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Titel:Exit
EAN:3307210215888
System:Sony PSP
USK:Freigegeben ab 6 Jahren
Label:Ubisoft
Release:2006-03-30

Wie oft im Leben gerät man in eine wirkliche Notsituation in der es wahrlich um Leben und Tod geht. Hoffentlich geraten wir alle nie in eine solche missliche Lage, aber wir gut wäre es dann zu wissen, dass es jemanden gibt, der uns zu Hilfe eilen kann, um uns zu retten. In Taitos “Exit”, vertrieben durch Ubisoft, gibt es einen solchen Superhelden. “Mr. Escape” ist von Beruf professioneller Lebensretter und seine Aufgabe ist es Menschen aus jeder Art von Notlage zubefreien. Ob uns das Game auch aus einer Phase der Langeweile zu retten vermag wollen wir uns nun genauer ansehen…

Help! I need somebodys Help !

100 Levels gilt es in “Exit” zu bewältigen, wovon die ersten 10 Levels als eine Art Tutorial anzusehen sind, die uns erstmal mit den grundlegenden Funktionen und Features des Spiels, sowie mit der augeklügelten Steuerung vertraut machen. Das Wesen des Spiels ist eigentlich ein Puzzlespiel, wie sich schnell herausstellt, man braucht nur ein bisschen mehr Grips um alle Spielfiguren passend einzusetzen. So leitet man seinen Helden vorbei an allerhand Fallen und Gefahrensituationen durch brennende Krankenhäuser, einstürzende Bauten und äähnlich unwirtliche Locations, um die zahlreichen Opfer in diesen Gebäuden zu retten und sie sicher zum Ausgang zu geleiten.

Mr. ESCkann hierbei springen, laufen und klettern und natürlich auch mit verschiedenen Objekten interagieren. So kann er beispielweise Kisten verschieben, diverse Schalter umlegen und auch spezielle Werkzeuge wie Feuerlöscher, Leitern, Seile, Bretter oder Schlüssel im richtigen Moment zielgerichtet einsetzen. Man sollte allerdings genauestens überlegen wo man welches Objket zum Einsatz bringt, denn wenn man beispielsweise den Feuerlöscher an der falschen Stelle einsetzt ist das Level praktisch gelaufen, weil es einem im späteren Spielverlauf fehlt und man nicht mehr an der Feuersbrunst vorbeikommt. Das Leveldesign ist in dieser Hinsicht einspurig linear, soll heißen es gibt genau einen richtigen Lösungsweg und den gilt es zu finden.

Mr ESC und die Opfer

Die eigentliche Herausforderung besteht nicht so sehr darin den Ausgang zu finden, sondern vielmehr darin auch die eingeschlossenen Personen dorthin zu führen. Indirekt lenkt man nämlichauch alle Personen, die Mr.ESC folgen. Jeder geretteten Person kann man beispielsweise gezielte Befehle erteilen. So kann man einer Figur den Befehl geben eine Kiste zu verschieben, die einen Sensor auslöst, der wiederum an anderer Stelle eine Tür öffnet, wo man eine zweite Person reingehen läßt, um einen Schlüssel zu holen und so weiter und so weiter. Man sieht hier kann es schnell ziemlich pfiffig werden, aber wenn man sich erstmal an das Denkmuster der Entwickler gewöhnt hat kann man schon auch mit den gehobenen Aufgaben klarkommen. Zwar selten mit dem ersten Anlauf, aber das wäre ja wohl auch zu einfach.

Die Opfer können Mr. Escape allerdings auch behindern, es gibt nämlich verschiedene Arten von Personen. Die Erwachsenen beispielsweise können prima Kisten schieben, aber nicht klettern. Jugendliche hingegen klettern ordentlich, zieren sich aber beim Sprung über Abgründe. Kinder wiederum passen aufgrund ihrer Körpergröße in enge Schächte, können aber nicht schwimmen. Und zu guter Letzt sind da noch die Patienten, die man eigentlich nur tragen oder in ihren Liegebetten bewegen kann und man so recht viel Zeit mit Ihnen verliert. Das sind die 4 Personengruppen, die es zu retten gilt und deren Vor- und Nachteile bringen dem Spiel natürlich eine weitere, neue Ebene der Komplexität.

Leider bringen die zu rettenden Personen auch etwas Frust mit sich. Manchmal wollen sie einfach nicht folgen oder missverstehen einen Befehl und stürzen sich wie die Lemminge in den Tod. Level aus, von vorne beginnen. Das nervt dann schon mit der Zeit. Auch die Steuerung von Mr.ESC selbst ist schon pervers genau ausgelegt und wehe man hat das Timing beim Absprung nicht mindestens zu 99% getroffen, dann endet das Level auch sehr schnell vorzeitig. Eine etwas grosszügigere Steuerung oder eine Undo-Funktion hätte da sicherlich zumindest den Frustfaktor absenken können.

Grafik und Sound

Das Hauptaugenmerk lag bei den Entwicklern sicherlich im äußerst ansprechenden Leveldesign. Und so vielfältig wie die Levels ist dann auch die Farbauswahl ausgefallen, denn “Exit” präsentiert sich ziemlich bunt ohne dass dies als störend empfunden werden könnte. Das ganze Spiel präsentiert sich in einer rt Comicstil und in 2D-Ansicht. Lediglich die Spielfiguren wirken dreidimensional sind aber allesamt sehr anshenlich umgesetzt.

Gleiches gilt auch für die Hintergrundmusik, wobei die Entwickler eine große Anzahl an Songs mitgeliefert haben, allerdings liegt es wohl in der Natur der Sache, dass man beim zehnten Versuch des gleichen Levels irgendwann die Nase voll hat vom genau dem Stück. Ansonsten aber gibt es auch an der Soundfront nichts auszusetzen.

Fazit

Es bedarf schon einer großen Portion Geduld und Knobelei um bei "Exit" siegreich als Lebensretter hervorzugehen, aber wer gerne auch mal sein Gehirn beim Spielen verwendet und auf Action-Puzzles steht darf getrost zugreifen. Besonders herauszustellen ist das äußerst gelungene und mit 100 Levels großzügige Leveldesign. Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für die teilweise schlampige KI und die etwas zu pingelige Steuerung.
Grafik
77%
Sound
79%
Gameplay
85%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

80%

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