Europa Universalis 3

1036 0 1 24. September 2008
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Wer die “Europa Universalis” Reihe kennt oder zumindest mal gesehen hat, der weiß, dass es sich dabei bisher um echte Hardcore Strategiespiele handelte. Hier wird Realismus groß geschrieben und sich auf das Wesentliche beschränkt, was man für ein echtes Strategiespiel braucht: Taktik, langen Atem und hunderte von Einstellungsmöglichkeiten fürs Feintuning der Truppen. “Europa Universalis III” setzt diese Reihe konsequent weiter und bringt uns zurück ins Jahr 1453…

Möge die Schlacht beginnen…

Genauer gesagt kann der Spieler die drei Jahrhunderte zwischen 1453 bis 1789 nachspielen und versuchen einen möglichst großen Einfluss in Europa zu erlangen. Als erstes wird man gut beraten sein einen Blick in das Tutorial zu werfen, welches erfahrenen Spielern sicherlich etwas weiterhelfen, Genreneulinge jedoch sicherlich abschrecken dürfte. Bereits in diesen ersten Minuten erkennt man welche Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten man als Befehlshaber an die Hand bekommt und wird seine Zeit brauchen, um sich damit vertraut zu machen.

Um es schon an dieser Stele auf den Punkt zu bringen: “Europa Universalis 3” ist nichts für Zwischendurch. Entweder man bringt eine gehörige Portion Einarbeitungszeit und den Willen mit sich mit dem komplexen Spiel zu beschäftigen oder man wird unfreiwillig zur Beute auf den Schlachtfeldern Europas. Immerhin finden sich über 200 Länder, angefangen bei Großmächten bis hin zu Stadtstaaten auf den Landkarten und alle wollen nur eines:

Macht!

Die erste Aufgabe für jeden Befehlshaber wird es sein zunächst für eine gewisse Infrastruktur zu sorgen. Man sollte seine Städte ausbauen und für Fortschritte im Bereich Forschunf und Handel sorgen, um schon wirtschaftlich seinen Einfluss in der Rehion zu festigen. Wer aber langfristig bestehen will wird sich schon sehr bald um die Schaffung einer eigenen Armee kümmern, denn das Spiel läuft ständig auf kriegerische Auseinandersetzungen hinaus. Über 200 verschiedene Einheiten stehen hierbei zur Verfügung und als Chef seiner Truppen hat man hier zahlreiche Möglichkeiten.

Je nach Zeitalter erwarten den Spieler Kavallerie, Artillerie, Bogenschützen und mörderische Kanonen. Richtig zusammengestellt ergibt sich daraus ein schlagkräftiges Regiment, welches von taktisch versierten generälen geführt werden sollte. Diese müssen/können bei Bedarf auch nachgekauft werden, wofür man jedoch sogennante “Traditionspunkte” benötigt. Dabei handelt es sich im Wesenltichen um Punkte, die man für seine Kampferfahrung erhält. Je mehr man kämpft, umso mehr Punkte und damit umso bessere Befehlshaber an der Spitze seiner Truppen.

Grafik und Sound

Grafisch gesehen ist “Europa Universalis 3” nicht gerade auf der Höhe der Zeit. Hier wurden die Schwerpunkte einfach anders gesetzt, nämlich rein auf strategische Elemente. Dementsprechend kärglich fällt aus unsere Grafikwertung aus. Die Schlachten präsentieren sich meist in mehr oder weniger durchschaubaren Statistiken und der 3D-Modus ist wahrlich nicht mehr State-of-the-Art. Es gibt weder Zwischensequenzen, noch Kampfanimationen. Das macht die Wertung nicht gerade einfacher…

Soundtechnisch ist das Bild zweigeteilt. Auf der einen Seite eine klasse Hintergrundmusik mit sehr vielen orchestralen Klängen, auf der anderen gibts jede Menge Text fürs Auge, aber nicht für die Ohren – auf eine Sprachausgabe wurde komplett verzichtet.

Fazit

"Europa Universalis 3" ist eine konsequente Fortsetzung der Reihe. Wieder hat man sich auf das Herz eines Strategiespiels konzentriert und das taktische und strategische Element über alle anderen Faktoren eines Spiels gestellt. Das Ergebnis ist ein Echtzeitstrategiegame für Hardcore-Napoleons, die sich bei aktuellen Genrevertretern anch mehr Realismus und Einstellungsmöglichkeiten sehnen. Grafisch und soundtechnisch wird man damit aber eben nur diese Fangemeinde erschließen können. Genreneulinge und Grafikfreaks sollten erst probespielen.
Grafik
67%
Sound
72%
Gameplay
87%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

79%

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