Empire: Total War

1541 0 2 17. Mai 2009
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“Road to Independence” – so lautet die Einsteigerkampagne zum neuen Strategiehit aus dem Hause Sega “Empire: Total War”. Damit sind wir dann auch schon mittendrin im Review zum Spiel und begeben uns auf die Schlachtfelder des 18. Jahrhunderts. Die Erfindung des Schiesspulvers im Jahre 1701 hat das Kriegsgeschehen auf den Schlachtfeldern der Welt entscheidend verändert und so entsenden die Grossmächte ihre schwerbewaffneten Kriegsschiffe an entlegene Winkel der Erde, um neues Territorium zu belagern. Wir waren dabei!

Nimm mich mit Kapitän auf die Reise…

Im erwähnten “Road to Independence”-Modus kann der Spieler zunächst anhand verschiedener Episoden der amerikanischen Geschichte deren Kriegshistorie nachspielen und wird dabei behutsam an das Gameplay und die Steuerung herangeführt. Die Kampagne spielt sich ein wenig wie ein Tutorial, jedoch ungemein ausgewogen und eben nicht “kinderleicht”, sondern durchaus anspruchsvoll. Gleichzeitig vermuttelt die Kampagne aber das grundlegende Handwerkszeug, welches man benötigt um auch spätere Missionen erfolgreich abschließen zu können. Mit jeder neuen Mission werden neue Spielfeatures freigeschaltet, an die man sich neu gewöhnen darf – die Komplexität (ja, “Empire: Total War” ist durchaus komplex) steigt, aber das Ganze geschieht so moderat und unterschwellig, dass man ohne es zu merken zum echten Feldherrn wird…

Hat man diese Herausforderung gemeistert kann man sich der “Great Campaign” stellen und als eine von 12 Parteien, wie z.B. England, Frankreich, Preußen oder Spanien in das Kriegsgeschehen eintreten. Das Gameplay präsentiert sich dabei rundenbasiert, wobei nicht nur die Strategie eine Rolle spielt, sondern auch witschaftliche Faktoren. So muss man in den Städten eine blühende Wirtschaft aufbauen und gleichzeitig neue Rekruten für die Armee gewinnen. Rohstoffvorkommen sorgen für Geld in der Staatskasse, Handelsrouten können errichtet werden, um noch mehr rauszuholen. Jede Stadt bietet allerdings nur eine bestimmte Anzahl an möglichen Bauplätzen, die man dann mit Gebäuden aus den Bereichen Militär, Wirtschaft, Kultur und Forschung besetzen kann. Man sollte also schon beim Bau von Gebäuden strategisches Geschick beweisen, um für spätere Herausforderungen gewappnet zu sein.

Letztlich läuft alles auf eine kriegerische Auseinandersetzung hinaus, wobei sich Kenner des Vorgängers leicht tun. Die Steuerung wurde praktisch unverändert übernommen, aber auch Neueinsteiger werden dann des bereits gelobten Tutorials keine Probleme haben sich schnell einzufinden. Einzig die KI der Truppen wäre hier und da noch optimierungswürdig, denn manchmal verlaufen sich die eigenen Truppen was schon fast einen Fahnenflucht gleichkommt. Dies hält sich zum Glück noch in Grenzen. Besonders unterhaltsam sind neben den klassichen Kämpfen auf festen Terrain die Seekämpfe mit den großen Schiffen. Die Lenkung ist auch hier einfach und neben den Schüssen auf feindliche Schiffe ist auch das Rammen und Entern möglich. Toll!

Grafik und Sound

“Empire: Total War” strotzt nur so vor Details. Die Wellen auf den Meeren dieser Welt sind blendend umgesetzt, Zivilisten gehen ihrem Taggeschäft nach und bei den Kämpfen gibt es ein kleines Feuerwerk an Explosionen und Splittern. Rauch und Feuer gehören hier genauso dazu, wie auch die getroffenen Schiffe, die erst nach einer Weile sinken und derweil als mahnendes Beispiel für eine verfehlte Strategie im Wasser liegen. So macht Strategie Spass, denn “Empire: Total War” wird weitaus lebendinger als viele seiner Genrekollegen.

Auch der Soundtrack und die Soundeffekte sind über jeden Zweifel erhaben und eifern der tollen Grafik nach. Die bombastischen Hintergrundmelodien passen wie die Faust aufs Auge und auch die krachenden Soundeffekte ermutigen dazu, die Surroundanlage einen Tick lauter zu stellen.

Fazit

"Empire: Total War" ist wie zu erwarten war ein echter Hit geworden. Spannende Land- und Seeschlachten begeistern den Spieler mit jeder Menge Details und gelungener technischer Umsetzung.
Grafik
94%
Sound
95%
Gameplay
96%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

94%

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