Dungeon Siege – Throne of Agony

1171 0 1 24. September 2008
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Die Hack&Slay-Serie “Dungeon Siege” erfreut sich seit längerer Zeit bei PC-Spielern auf aller Welt großer Beliebtheit. Nun gibt es das Gemetzel auch für Sonys Edel-Handheld, ob es sich dabei jedoch nur um einen müden Abklatsch der PC-Versionen handelt oder ob es sich lohnt das Spiel auch im Bus und unterwegs zu zocken zeigt unser Spieletest. Action-Rollenspiele für die PSP gibt es ohnehin viel zu wenig, also schauen wir mal was “Dungeon Siege: Throne of Agony” zu bieten hat…

Throne of Agony

Ein paar Worte zur Story: Schattenläuferin Serin, Magier Allister und Halbriese Mogrim sitzen sprichwörtlich im selben Boot als es zu einem Schiffsunglück kommt. An dieser Stelle muss man sich für einen der drei Protagonisten entscheiden, mit dem man dann die kommenden Missionen und Spielstunden überdauern will. Nur dieser eine Auserwählte (ebenfalls wörtlich zu nehmen) wird das Unglück überleben und sich dem Schicksal stellen. Eindrucksvolle Animationen und Zwischensequenzen bringen euch die Storyline über das gesamte Spiel hinweg näher und vermitteln eine gute Atmosphäre zwischen den Metzeleien…

Jeder der drei Charaktere hat selbstredend seine Vor- und Nachteile. Es kommt eben ein wenig auf euren individuellen Spielstil an: Der Magier ist kein Nahkämpfer, sondern agiert lieber aus dem Hintegrund mit seinen Zaubersprüchen und magischen Formeln. “Molgrim” hingegen kann man ruhig mal mitten ins Getümmel schicken, er wird da mir großer Wahrscheinlichkeit aus seinen Gegnern Kleinholz machen und durch Muskeln und Kraft punkten. Die Schattenläuferin Serin ist zu guter Letzt noch am ehesten eine Symbiose dieser beiden Kampfstile, kann sie doch als Bogenschützin durchaus aus dem hinterhalt agieren, macht aber auch im Nahkampf eine gute Figur. Etwas Unterstützunf erhält man durch 2 Begleiter, für die man sich auch zu Beginn des Spiels entscheiden mußte. Hier macht es dann natürlich Sinn einen kräftigen Begleiter für den Magier zu wählen, der ihm dann das Gröbste vom Leib hält. Es ist also euch überlassen…

Lets Metz!

An speziellen Wegpunkten wie dem Seehafen kann man sich zunächst mit Waffen und Ausrüstungsgegenständen eindecken. Hier bekommt man von dem einem oder anderen Charakter auch die ersten Quests mit auf den Weg. Meist sind es solche Bitten wie die Suche nach einer geliebten und vermissten Person oder sticht Monster ab, die sich in die Nähe der SIedlung getraut haben. Dieses Missionen bringen mindestens etwas Geld aufs Konto oder öffnen mitunter auch die Pforte in andere Regionen der Weltkarte. Alle Quests werden fein säuberlich im Auftragsbuch aufgeführt, so daß auch Vergeßliche ein gutes Nachschlagewerk haben.

Dann macht man sich auf den Weg und begegnet den über 100 verschiedenen Gegnerarten, die es allesamt auszuschalten gilt Das Spielprinzip erinnert sehr an den Klassiker “Diablo” aber auch Parallelen mit “Baldur’s Gate” sind nicht wegzuwischen. Mit jedem Knopfdruck wird ein Angriff ausgeführt, so daß es logischerweise schnell zu echten Klickorgien kommt. Die Steuerung wird jedoch keinen vor echte Probleme stellen, hat man sich doch bereits nach wenigen Spielminuten eingefunden.

Auf den Schlachtfeldern findet man dann schließlich auch die besten Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die man entweder selbst nutzen oder eben zurück zum Basislager bringen kann, wo man wiederum mit barar Münze entlohnt wird. Geldprobleme sind bei “Dungeon Siege: Throne of Agony” übrigens nicht existent. Durch die zahlreichen Schlachten und geschickte Umtauschaktionen wird man sicher nicht an Armut leisten und kann sich entsprechend mit Waffen und Rüstung sowie diversen Tränken ausstatten.

Grafik und Sound

Grafisch macht “Dungeon Siege: Throne of Agony” eine ganz ordentliche Figur. Sowohl die Unterwelt als auch die Oberwelt sind sehr schön entworfen und begeistern vor allem durch auffällige Lichteffekte und viel Detailreichtum. Jede Menge Pflanzen, Bäume, Objekte jeder Art erwarten den Spieler und auch die Scharen an Gegnern können rein grafisch überzeugen. Wenn da nur nicht die Ladezeiten wären. Diese sind nämlich deutlich zu lang ausgefallen und beginnen bereits nach kurzer Spieldauer gehörig zu nerven.

Die Hintergrundmusik ist sehr orchestral ausgefallen, bettet sich aber sehr elegant in die Spielatmosphäre ein. Die Soundeffekte im Spiel sind ebenso tadellos.

Fazit

"Dungeon Siege: Throne of Agony" ist ein gelungenes Hack&Slay für unterwegs. Neben der feinen Storyline ist vor allem die einfach zu erlernende Steuerung hervorzuheben. Technisch macht das Spiel ebenfalls einen guten Eindruck, allerdings stören lange Ladezeiten den Spielfluß erheblich.
Grafik
80%
Sound
85%
Gameplay
75%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

80%

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