Dunes of War

1211 0 0 24. September 2008
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Im April 2006 erschien “Panzer Elite Action”, ein kerniger Panzer-Shooter, der bei uns in der Redaktion immerhin 87 Punkte sammeln konnte, von anderen Pressevertretern aber unter der 80 Punkte-Marke angesetzt wurde. Nun kommt mit “Dunes of War” kein Add-On, sondern vielmehr ein Stand-Alone-Produkt auf den Markt, welches deutlich an den Vorgänger angelehnt ist. Alles beim Alten nur mit mehr Sand ? Und warum heißt das Spiel jetzt ganz anders? Viele Fragen, noch mehr Antworten jetzt im Test…

Sand im Getriebe ?

Eigentlich sollte es ja mal ein Add-On werden, aber wer sich nun “Dunes of War” beschafft braucht den Vorgänger nicht zwingend im Regal stehen haben. Wer aber den Vorgänger kennt, ist klar im Vorteil, weil er die grundlegenden Steuerungsmuster schon kennt. Neulinge werden aber keine Probleme haben die einfache Steuerung zu erlernen. Die Steuerung des Kolosses erfolgt nach wie vor über die WASD-Tasten während man den Geschützturm mit der Maus bedient , das Ziel anvisiert und über die linke (Kanone) bzw. rechte Maustaste (Bordgeschütz) aufs Korn nimmt.

Insgesamt erwarten den Spieler 6 Missionen, drei auf deutscher Seite, drei mit dem Wappen der Amis auf dem Helm. Beim Vorgänger waren es immerhin noch 3 Kampagnen á 6 Missionen, also insgesamt 18 Missionen. Zwischen den Missionen wird die Ladezeit vor allem durch die gelungene Storyline mit der wie schon beim Vorgänger guten Sprachausgabe angenehm verkürzt. Zudem erhält man einige technische Infos zu den zu steuernden Fahrzeugen und dann gehts auch schon los…

Alles beim alten, bis auf den Sand…

Spielerisch hat sich nicht wirklich viel getan. Steuerung, Gameplay und die Missionen ähneln dem ersten Teil doch sehr deutlich. Der wesentliche Unterschied ist eben das Setting, so hat man alle Missionen in die Wüste bzw. Steppe verlegt und kämpft dort erst als Rommels Zögling gegen die Briten und anschließend als G.I. gegen die Nazis. Die Missionen gestalten sich in der Regel so, dass man den Auftrag bekommt in eine Stadt oder Stellung zu fahren, dort alles plattzumachen und dann gehts weiter.

Dem Spieler stehen hier anfangs einige Flügelmänner zur Seite, die helfen sollten die herannahenden Truppen zurückzuschlagen. Man muss sich jedoch regelmässig um die Jungs kümmern, sonst werden diese nach und nach mit Motorschäden von der Bildfläche verschwinden und man muss sich allein durchkämpfen. Immer wieder an strategisch wichtigen Punkten findet man Munitionslager und Reparaturwerkstätten, an denen man sich selbst aufladen und reparieren kann bzw. seinen Kameraden den Befehl dazu erteilen kann. Das gabs auch schon im ersten Teil, soll aber an dieser Stelle genauso erwähnt werden, wie die Möglichkeit von Zeit zu Zeit einen Luftangriff anzufordern, wenn es mal eng wird.

Grafik und Sound

“Flugzeuge am Himmel, die ein weit entferntes Ziel bombardieren, spektaluläre Explosionen, toller Rauch, brennende Bauten”. Das haben wir letztes Mal gesagt und daran hat sich im Wesentlichen auch nicht viel verändert. Die Grafik ist zwar nicht besser, aber eben auch nicht schlechter geworden und kann nach wie vor überzeugen. Die Hardwareanforderungen sind nach wie vor eher niedrig angesetzt, so daß man auch mit etwas älteren PCs durchaus seine Freude haben wird.

Soundtechnisch hat man auch die Hintergrundmusik in Sand gepackt und orientalische Klänge ins Spiel integriert. Diese sind genauso wie die Ingame-Soundeffekte sehr gut gelungen und bauen eine passende Atmosphäre auf. Auch in dieser Hinsicht hat sich allerdings recht wenig getan, dennoch bleibt eine gute Wertung eine gute Wertung.

Fazit

Es sollte mal ein Add-On werden, jetzt ist "Dunes of War" ein gutes Stand-Alone-Produkt, allerdings ohne großartige Neuerungen und ohne jegliche echte Innovation. Das allein hätte unserer Wertung nicht geschadet, aber der zu geringe Spielumfang hat die Wertung etwas in den Keller gezogen. 6 Missionen sind bei dem Preis einfach etwas zu wenig - für ein Add-On mit erniedrigtem Preis wäre es wiederum okay gewesen. Kurzum: Man merkt, dass da aus einem kleinen Add-On ein großes Produkt werden sollte, aber irgendwie hatte man wohl nicht die Zeit zu wachsen. Unterm Strich ein guter Action-Panzer-Titel ohne große Mängel, aber mit zu geringer Spielzeit.
Grafik
87%
Sound
90%
Gameplay
72%
Steuerung
91%

Gesamtwertung

80%

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