DreamStripper

1283 0 0 24. September 2008
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Pixel erotisch wirken zu lassen war schon in der Vergangenheit immer schwierig, besonders wenn man das Ganze ernsthaft aussehen lassen will. “Dream Stripper” aus dem Hause Astragon will ganz offensichtlich ernst genommen werden, zumindest wenn man den Begleittext auf dem Rücken der Verpackung studiert: “Nightclub-Atmosphäre vom Feinsten in fantastisch gerenderter 3D-Grafik bietet Dreamstripper”. Und weiter: “Ein Traum wird wahr: Werde Choreograph über einesexy Stripperin”. Dann wollen wir mal sehen….

Nightclub-Atmosphäre vom Feinsten ?

Wenn das Spiel installiert und gestartet wurde landet man auch sofort im Striptease-Schuppen und kann dort die Dame auf dem Podest bedienen. Am rechten Bildschirmrand kauft man dazu zunächst einmal etwas “Stripzeit”, damit sich die Schönheit vorne überhaupt in Bewegung setzt. Außerdem kann man in dem Menü noch etwas mit der Kleidung jonglieren und damit die Hauptakteurin in fünf verschiedene Rollen schlüpfen lassen: Lolita, Lederdomina, Badenixe, Krankenschwester und das obligatorische Dienstmädchen. Daneben kann man noch für die passende Beleuchtung sorgen (bunt, einfarbig, etc) oder etwas Öl zur Ganzkörpermassage verabreichen.

Am linken Bildschirmrand sind Symbole abgebildet, jedes symbolisiert eine spezielle Geste oder Aktion. Die Aufgabe des Spielers ist es nun die Stripperin über dieses Menü zu animieren, eben bestimmte Stellungen einzunehmen. So kann man die Dame drehen lassen, einen Spagat kann sie auch und auch eine ganze Latte an verführerischen Gesten hat sie auch drauf. Praktischerweise wird auch eine Tanzstange eingeblendet, wenn es notwendig wird und so kann die Dame auch an der Stange einige Kunststückchen.

Das wars?

Nun, eigentlich könnte das Review hier aufhören, denn streng genommen wars das. Außer der Tatsache, dass man die Stripperin fernsteuert und irgendwann dazu bewegen kann vollends alle Kleider abzulegen gibt es keine Aufgabe. Zudem hat sich uns nicht erschlossen nach welchem Prinzip der Spieler wieder virtuelles Geld zugeteilt bekommt, denn schließlich kostet selbst das grüne Licht bei der Beleuchtung Extra-Geld. Somit hat man streng genommen schon nach wenigen Minuten vermutlich “alles” gesehen, denn die namenlose Stripperin kennt da nichts.

Womit wir bei der Hauptakteurin wären. Diese bewegt sich eigentlich recht anmutig und führt die Bewegungen halbwegs realistisch durch, aber der Funke will nicht so recht vom PC auf den Zuschauer bzw. Choreograph überspringen. Dadurch, dass es kein echtes Ziel gibt, fehlt es auch an der Langzeitmotivation, man könnte sogar soweit gehen zu sagen, dass “Dream Stripper” eigentlich gar kein Spiel ist, sondern mehr ein unterhaltsamer Zeitvertreib.

Die Idee fanden wir eigentlich nicht mal schlecht, das wollen wir gar nicht sagen, aber irgendwie ist die Umsetzung doch recht lieblos. Es gibt nur eine Stripperin, ich kann als Spieler nichtmal die Haarfarbe ändern. Auch Proportionen der Dame kann ich nicht auswählen und einen Namen hat sie auch nicht. Einer Hintergrundstory hätte dem Spiel sicherlich auch nicht geschadet, genausowenig wie ein Game-Flow. Warum beginnt man nicht als unbekannter Choreograph in Buxtehude in einem heruntergekommenen Schuppen und muss sich dann (anhand der Applauses der Zuschauer) nicht langsam nach oben arbeiten? Das ist jetzt nicht besonders revolutionär, aber selbst das ist mehr als bei “Dream Stripper” geboten ist. Zudem sollte man sich echt überlegen, ob man nicht “echte Ladies” in Form kleiner Filme zur Choreo bitten sollte. “All Star Strip Poker” hat in dieser Hinsicht gezeigt was möglich ist.

Grafik und Sound

Grafisch kann “Dream Stripper” auch nicht so ganz überzeugen. “Fotorealistisch” wie es auf der Packung zu lesen steht ist das Spiel jedenfalls nicht. Die namenlose Stripperin sieht nicht übel aus und bewegt sich auch nicht schlecht, aber es kommt die Frage auf: “Können Pixel erotisch sein?”. Lara Croft und Konsorten haben bewiesen, dass dies möglich ist, aber dafür muss “Dream Stripper” noch etwas nachlegen. So jedenfalls reicht es noch nicht für den Olymp der Gamebabes. Auch das Ambiente läßt zu wünschen übrig. Immer die gleiche Location an der zwar nette Aktbilder an den Wänden Händen, aber kombiniert mit der sperrigen Steuerung machen auch diese Pics keinen Spaß.

Soundtechnisch beschränkt sich das Spiel auf einer Hintergrundmusik, die ihrem Namen alle Ehre macht. Aktionen der Stripperin sind jedenfalls davon unabhängig und eine Jukebox gibt es auch nicht.

Fazit

Pixel erotisch wirken zu lassen ist eben schwierig. Und "Dream Stripper" gelingt dies nur in Teilen. Zwar sind die Animationen grundsätzlich nicht schlecht, aber kombiniert mit einer beschränkten Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten (nur eine Stripperin, nur fünf Outfits, nur eine Location), einer unhandlichen Steuerung und dem Fehlen jegilchen Spielprinzips tut man sich bei der Bewertung echt schwer. Etwas mehr "Spiel" darfs bei "Dream Stripper 2" bitte schon sein...
Grafik
42%
Sound
36%
Gameplay
50%
Steuerung
18%

Gesamtwertung

38%

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