Spieletest: Dragon Nest (PC)

3483 0 0 1. Oktober 2014
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Dragon Nest ist ein MMORPG des koreanischen Entwicklers Eyedentity Games, welches durch ein schnelles und einzigartiges Kampfsystem und einen Anime-Look zu überzeugen versucht.

Die Hintergrundgeschichte besteht aus dem wohlbekannten Kampf zwischen Gut und Böse. Desmodeus, seines Zeichens Herrscher der Götter, trug den Göttinen Althea und Vestinel auf, jeweils eine Welt zu erschaffen. Er war so sehr von Altheas Welt beeindruckt, dass Vestinel eifersüchtig wurde und Althea mit dem Gift der Verderbtheit vergiftete. Um sie vor dem Gift zu retten, versetzte Desmodeus Althea in einen tiefen Schlaf, während Vestinel flüchtete. Doch die Verderbtheit breitete sich auf Altheas Welt aus, was diverse Kriege zur Folge hatte. Um diesen Kreislauf zu stoppen, muss unser Held ein Gegengift finden, um Althea zu heilen. Unglücklicherweise muss dieses aus der gleich Quelle wie das Gift selber stammen. Und so macht man sich auf den Weg durch unzählige Dungeons voller Gegner.

Davon bekommt man aber am Anfang des Spieles überhaupt nichts mit, denn nach der Charaktererstellung, bei der man zwischen sieben verschiedenen Klassen (Krieger, Bogenschützin, Kleriker, Zauberin, Akademikerin, Kali und Assassine) kann, die einem direkt mit einer Einblendung der Spielweise und des entsprechenden Schwierigkeitslevels präsentiert werden, ist man erstmal damit beschäftigt, ein Mädchen namens Rose zu finden, die von Monster verschleppt wurde. Das gibt dem Spiel ausreichend Gelegenheit, dem Spieler mit der Steuerung bekannt zu machen und es präsentiert ihm auf Wunsch auch ein Tutorial, dessen Abschluss mit einem Heiltrank belohnt wird.

Das Kampfsystem, das ja den Reiz des Spiels ausmachen soll, weiß zu gefallen. In der Third-Person-View steuern wir unsere Figur durch die Städte und Dungeons, während ein Fadenkreuz anzeigt, wohin wir gerade zielen. Ein Lock-on Feature fehlt, man muss also gut zielen. Der Rest ist einfach und dynamisch. Mit den Maustasten werden die Standartangriffe ausgeführt, mit den Zahlentasten Spezialangriffe. Die fehlende Tiefe wird durch viel Action und knallige Effekte überspielt. Durch Levelaufstiege und Berufe können mehr Angriffsarten freigeschaltet werden.

Die Dungeons selber bestehen meist aus drei Abschnitten. Am Anfang kann der gewünschte Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden – eine schöne Idee. Wenn man dann alle Gegner des jeweiligen Abschnitts besiegt hat, öffnet sich ein Portal zum nächsten. In Nebenmissionen kann man zudem in weitere Abschnitte eines Gebiets vordringen. Im dritten Abschnitt wartet immer ein Endboss auf den Spieler. Nach dem Ableben des Bosses bekommt man vom Spiel eine Wertung, wie gut man sich geschlagen hat und eine entsprechende Punktzahl und ein zufälliges Item.

Eine PvP-Arena gibt es auch noch. Hier bekommt man allerdings Ausrüstung gestellt, sodass die Fähigkeiten der Spieler über Sieg und Niederlage entscheiden.

Fazit

Ein nettes Action-MMORPG im Anime-Look.
Grafik
74%
Sound
73%
Gameplay
75%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

74%

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