Disneys American Dragon – Jake Long

2506 0 2 24. September 2008
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“Jake Long” war mir vor diesem Spieletest ehrlich gesagt vollkommen unbekannt. Und was tut man in so einer Situation als erstes? Genau, den Pressetext dazu lesen: “American Dragon: Jake Long” ist eine der beliebtesten Disney Channel-Serien. Die Comedy-Action-Serie erzählt vom Erwachsenwerden des 13-jährigen Jake Long in New York, der eine mythische Doppelexistenz als Großstadt-Skater und American Dragon führt: Seine Aufgabe ist es, seine magischen Kräfte zu vervollkommen und alle mystischen Kreaturen zu beschützen, die im Verborgenen unter den Menschen leben. Jakes Leben gleicht dabei oft einem komischen Balanceakt…”

Wieder was gelernt…

Jake steckt nun in einem gewissen Dilemma. Irgendwie muss es sein Leben als normaler Jugendlicher mit dem Leben eines Superhero unter einen Hut bringen, was verständlicherweise schwierig werden kann. Als Superheld hat man nämlich keine festen Arbeitszeiten, denn der Schuft im Spiel, der “große Jäger”, will mithilfe höchst zweifelhafter Rituale die Herrschaft über New York an sich reißen. Kann ja nicht angehen, denkt man sich da als Spieler und will dies natürlich verhindern. Dabei hilft auch das kurze, aber äußerst hilfreiche Tutorial zu Beginn des Spiels, welches uns die Basismoves und Fähigkeiten unseres Helden näherbringt.

Spielerisch kann man “American Dragon: Jake Long” als eine Art actiongeladenes Jump and Run bezeichnen. Während man sich durch New York kämpft und prügelt kommen auch weitere Figuren aus der Serie vor, so daß sich insbesondere Fans der Reihe freuen dürfen. So gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit Jakes Flamme “Rose”, die jedoch ebenfalls ein Doppelleben führt, wie Kenner der Serie wissen. Auf den Straßen New Yorks trifft man dann auf alle Fälle jede Menge feindlich gestimmter Kreaturen, die nichts lieber machen würden, als Jake die Tour zu vermasseln. Wie wir gelernt haben steht Jake neben Hip-Hop auch auf Skate Boards und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass man im Spiel zur schnelleren Fortbewegung auch auf ein Board vertrauen darf.

Wenn man genügend Konzentrationspunkte durch gewonnene Kämpfe sammeln konnte, kann man sich auch für kurze Zeit in den roten Drachen verwandeln, wobei man dann fliegenderweise den Feinden mit Feuerspucken zu Leibe rücken kann. Die Passagen sind zwar die coolsten, aber leider ist der blaue Konzentrationsbalken schnell aufgebraucht und so findet man sich schnell als 13-jähriger Junge wieder auf dem Display. Insgesamt erwarten den Spieler 20 Level und 30 verschiedene Gegner, angefangen bei Trollen bis hin zu Minihulks und Schlangen-Ladys ist alles mit von der Partie. Besonders die Bosskämpfe stellen dann eine ganz besondere Herausforderung dar für die man mitunter auch mehrere Versuche benötigen kann.

Technik und Grafik

Vor allem was die Steuerung angeht muss man den Entwicklern Lob zollen. Einfach und präzise läßt sich unser Held durch die Gassen der US Metropole steuern und das Tutorial zu Beginn des Spiels erklärt die Funktionen so, dass man sicherlich keine Schwierigkeiten haben wird sie schnell zu verstehen. Die Tasten sind logisch belegt, aber das Spiel ist steuerungstechnisch ohnehin sehr intuitiv, so daß es hier kaum etwas auszusetzen gibt.

Grafisch betrachtet könnte man da schon anderer Meinung sein. Während die Mainaction im oberen Screen stattfindet kann man das Spiel in der unteren Hälfte per Touchscreen bedienen. Das Spiel ist zwar auch im Comicstil der Serie gehalten, kann aber hier nicht ganz überzeugen. Zu pixelig und zu karg kommen da die Hintergründe und Umgebungen daher, als dass man sich wirklich inmitten der Action wiederfinden könnte. Die Animationen der Figuren sind hingegen ganz passabel, reichen aber genausowenig an die Plattformgrößen heran, wie die Special Effects. Aber eben durch die Darstellung eignet es sich insbesondere auch für Kinder ab 6 Jahren.

Fazit

"American Dragon: Jake Long“ ist ein ordentlicher Spaß für Fans der Serie, die sich für actiongeladene Prügelspiele begeistern können. Das Genre wurde zwar nicht neu erfunden, aber am Spielprinzip selbst kann man nur wenig aussetzen. Leider muss man bei dem Spiel vor allem bei der Grafik einige Kompromisse eingehen.
Grafik
56%
Sound
75%
Gameplay
71%
Steuerung
85%

Gesamtwertung

69%

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