Dinosaur King

1670 0 1 3. Oktober 2008
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So kanns gehen: Ursprünglich ein Kartenspiel von Sega, dann eine Anime-Fernsehserie und jetzt auch auf dem Nintendo DS. Die Rede ist von “Dinosaur King”, der Geschichte rund um Max und Rex, zwei jungen Männern die verhindern wollen, dass die Bösewichte der Alpha Gang ihre Pläne zur Weltherrschaft und zur Ausrottung der Dinos umsetzen können. Dinos? Sind die nicht schon lange tot? Ja, von wegen. Wir haben das Spiel genauer unter die Lupe genommen und konnten eine Menge Dinosaurier entdecken…

Es ist vollbracht!

Mit diesen Worten wird der Spieler von Reese, einer jungen Wissenschaftlerin, im Spiel willkommen geheissen und die Rede ist von einem Gerät, mit dem man Dinosaurier wieder zum Leben erwecken kann: Die “DinoPistole” funktioniert endlich und wenn man damit auf eine Karte schiesst, auf der ein Dinosaurier abgebildet ist, erweckt man diesen damit zu neuem Leben. Davon haben jedoch auch die Bösewichte von der Alpha Gang Wind bekommen und “ratzfatz” haben sie sich eine unter den Nagel gerissen. Damit sind die Würfel gefallen und der Kampf zwischen Gut und Böse kann beginnen.

Dazu wählt man als Spieler zunächst einen Character aus, mit dem man das Spiel bestreiten möchte. Zur Auswahl stehen Max, ein Energiebündel von einem Kerlchen, der mit einem Triceratops im Schlepptau daherkommt. Rex hingegen ist eher einer ruhiger Character, aber sein Carnotaurus sollte auch nicht unterschätzt werden. Dann geht es auch schon schnell in den ersten Kampf gegen einen Tyranosaurus, den die Alpha Gang kontrolliert. Gespielt wird nach dem Schere, Stein, Papier-Prinzip. Mit dem Schwanzschlag, dem Rammen und dem Werfen sind die drei Basis-Angriffsarten definiert, wobei je nach Dinosaurier einer der drei Varianten der sogenannte “entscheidende Angriff”, also ein besonders starker Treffer, gelandet werden kann. Man sollte dabei immer besonders auf die Ankündigungen der Gegner bzw. auf Reese hören, um zu erahnen, welche Angriffsvariante der Gegner wohl als nächstes wählt.

Das macht, auch wenn die Auswahl beschränkt ist, durchaus Spass. Der Kampf selbst vielleicht weniger, aber dadurch, dass man im Lauf der Zeit mehr und mehr Dinosaurier findet und mitnehmen kann (bis zu drei), die dann wiederum ihre ganz individuellen Stärken und Schwächen haben, wird das Spiel doch deutlich angereichert. Etwas nervig ist es, dass man auch in Gebieten, die man schon “gesäubert” hatte immer wieder auf Kontrahenten trifft. Nach einem anstrengenden Kampf kann man so auf dem Weg nach Hause plötzlich doch noch in Schwierigkeiten kommen und verlieren. Das ist zwar letztlich nicht schlimm, da man einfach wieder an der Kommandozentrale weiterspielen kann ohne bereits erreichte Ziele wiederholen zu müssen, aber dennoch kann es einen ärgern. Flüchten ist übrigens auch möglich, wenn die Flucht aber misslingt, wartet in einem solchen Fall nur noch der sichere Tod.

Die halbe Miete

Kämpfe gegen andere Dinos sind aber nur die halbe Miete, denn “Dinosaur King” ist ein ausgewachsenes Rollenspiel in dem es viel mehr zu entdecken gibt. Man steuert seinen Helden aus der Vogelperspektive durch die verschiedensten Regionen der Welt und hat im Screen oben eine Karte auf der man nachverfolgen kann wo sich unser Held gerade befindet. Natürlich gibt es zahlreiche Charaktere und Personen mit denen man sprechen kann und so wertvolle Informationen über die Alpha Gang erhalten kann. Zudem halten viele der Charaktere auch diverse Nebenmissionen bereit, für deren Erfüllung es viele kleinere Belohnungen in Form von Geld oder Erfahrungspunkten gibt.

Das Entdecken und Freilegen von Fossilien ist ein zusätzlich motivierendes Element im Spiel. Mit Hilfe eines Radars (welches zunächst repariert werden muss) und eines Bohrers (der erst gefunden werden will) kann man nach Überresten von Dinosauriern fahnden und diese dann ausgraben. Danach gehts damit in die “D-Zentrale”, eine Art Kommandozentrum für das Spiel und muss die Fossilien nun reinigen. Dazu muss man das Fossil mit dem Touchpen von Schmutz befreien. Zusätzlich kann man Staub entfernen, wenn man etwas ins Mikrofon pustet. Die Features der NDS werden also ganz ordentlich ausgenutzt.

Grafisch erinnert “Dinosaur King” etwas an die Schöpfungen aus dem RPG-Maker oder vergleichbar einfachen Rollenspielen. Dennoch: Das Spiel hat auf der NDS durchaus seinen (kindlichen) Reiz und kann mit einer charmanten Storyline, die meist in Form von Standbildern mit Untertiteln, fortgesetzt wird. Die heroische Hintergrundmusik passt perfekt zum Spiel und fällt nie als Nervtöter auf. Und auch die Soundeffekte sind sehr gelungen und betten sich gut ins Spiel ein.

Fazit

"Dinosaur King" ist ein sehr unterhaltsames und abwechslungsreiches Rollenspiel für Fans der Anime-Serie und für solche, die es werden wollen. Zwar sind die Kämpfe mit der Zeit recht monoton, dennoch kann das Spiel dank der Nebenquests, der Suche und Restauration der Fossilien und diverse kleiner Abenteuer ganz gut punkten.
Grafik
70%
Sound
85%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

83%

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