Delicious 2

1962 0 4 1. Dezember 2009
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Konzentrationsspiele gibt es viele auf dem Casual-Gamer Markt. Die Entwickler von “Delicious 2” haben allerdings ihr bestes gegeben um ihr Spiel nicht zu einem üblichen Schubfach “Konzentrationsspiel” werden zu lassen.

Delicious 2

Springen wir also direkt in das Spiel hinein. Wir kommen in das Hauptmenü. Hier haben wir die Wahl aus dem Story Modus und dem Modus für einzelne Levels. Letzterer steht allerdings erst zur Verfügung wenn man ein Level im Story Modus abgeschlossen hat. Also klicken wir wohl oder übel auf den Button für den Story Modus. Ohne weitere Umschweife geht es dann auch schon direkt in das Spiel. In einem Comikähnlichen Niveau lernen wir die Hauptcharaktere des Spiels kennen.

Man selbst ist ein junges Mädchen welches dem Onkel im Restaurant aushelfen soll, weil der faule Cousin mal wieder seine Pflichten vernachlässigt hat. Nach dem ersten Dialog wird man gefragt, ob man das Tutorial “durchspielen” möchte. Es ist zwar erst einmal Lobenswert, dass es überhaupt ein Tutorial gibt, doch merkt man schnell, dass der Begriff Tutorial hier eindeutig falsch gewählt ist. Der Begriff “kurzes warm spielen” hätte hier wohl besser gepasst. Aber gehen wir trotzdem mal kurz darauf ein. Man bekommt also zu Beginn des Tutorials von seinem Onkel gesagt: “Mach mal dies und dann mach mal das”. Wie genau man das macht, ja das darf man selber rausfinden.

Hat man sich dann endlich durch das Tutorial gegrübelt, darf man dann auch endlich anfangen richtig zu spielen. Naja gut nicht sofort. Erst folgen wieder Dialoge welche man im übrigen ohne Gewissensbisse wegdrücken kann, da die Story alles andere als spannend ist. Der Einbau dieser Dialoge ist zwar von den Entwicklern gut gemeint, doch hätte man sich diesen Punkt auch genauso gut sparen können. Allerdings geht man eh nie mit den Erwartungen an ein Casual Game heran eine Story ala Half-Life 2 geliefert zu bekommen.

Nun fangen wir also wirklich an zu spielen. Aber was ist nun in diesem Spiel zu tun? Man arbeitet also in einem Restaurant in dem man seine Gäste bedient. Naja, so zumindest die Kurzform. Genauer gibt es zwei Arten von Gästen. Die eine Seite kommt in den Läden, geht an den Tresen und bestellt etwas. Dann ist es unser Aufgabe dem Kunden den Artikel zu bringen. Gegebenenfalls müssen Artikel aus zwei Sachen hergestellt werden. So brauch man zum erstellen einer roten Eistüte zum Beispiel eine Waffel und eine roten Eiskugel. Danach geht man zurück zu dem Kunden und kassiert ihn danach an der Kasse ab. Die zweite Art von Gästen kommt in den Laden und setzt sich an einen Tisch. Auch diesen Kunden muss man die gewünschten Artikel zusammen stellen und danach zum Tisch bringen. Allerdings passiert dann erst einmal eine Weile nichts. Erst einige Zeit später kommen diese Gäste an die Kasse und wollen abkassiert werden. Nach dem abkassieren heisst es noch den Tisch säubern da sich neue Kunden nicht an einen dreckigen Tisch setzen und den Laden wieder verlassen.

Das klingt erst einmal gar nicht so schwer. Ist es am Anfang auch nicht. Man könnte sogar sagen anfangs ist es sehr chillig. Doch mit der Zeit werden es immer mehr Artikel die zur Auswahl stehen. Ausserdem kommen immer mehr Kunden in den Laden. Dazu kommt das straff angesetzte Punkteziel um in das nächste Level zu kommen. Zu allem Überfluss bekommt man auch noch Assistenten. Diese nehmen einem zwar einerseits die Arbeit ab, doch auf der anderen Seite machen sie das geforderte Multitasking immer umfangreicher. Mit der Zeit wird es dann sogar für geistig sehr fitte Menschen zur absoluten Qual. Langzeitmotivation ist so auf keinem Fall gegeben.

Sound, Grafik und Steuerung

Für ein Casual Game hat “Delicious 2” eine recht gute Grafik. Klar, es ist nur ein 2D Spiel, doch ebend diese 2D Grafik ist sehr gut gelunden. Für das Spiel spricht ausserdem ein vorhandener Fenstermodus. Beim ersten Spielstart wird man sogar gefragt, ob man im Fenster- oder Vollbildmodus spielen möchte. Das ist ein klarer Pluspunkt in Sachen Komfort. Der Sound ist leider sehr eintönig. Nach spätestens 15 Minuten überhört man einfach die Soundeffekte. Die Hintergrundmusik ist sehr sehr einfach gehalten, sodass man auch diese mit der Zeit einfach überhört und man sich fragt wo denn die Musik ist. Die Steuerung ist sehr präzise. Wird es stressig so kann man hintereinander auf verschieden Spots klicken und das Spiel merkt sich die Reihenfolge.

Fazit

Eingangs erwähnten wir, dass sich die Programmierer etwas besonderes für dieses Spiel ausgedacht haben. Ja, zugegeben das Konzept und die Ansätze sind sehr gute, doch gibt das Spielprinzip Konzentrationsspiel wahrscheinlich einfach nicht mehr her.
Grafik
55%
Sound
50%
Gameplay
50%
Steuerung
65%

Gesamtwertung

55%

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