Def Jam Icon

1442 0 0 24. September 2008
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Die Def Jam Reihe ist bereits seit 2003 für anständige Prügel-Action in der amerikanischen Hip-Hop-Kultur bekannt. Der Gag an der Sache war stets, dass nicht irgendwelche erfundenen Figuren gegeneinander antreten, sondern eben bekannte Gesichter aus der Rapper-Szene. Mit “Def Jam Icon” betritt Electronic Arts nun neues Terrain mit den Next-Gen-Konsolen. Neben dem zu erwartenden Fortschritt in der Präsentation hat sich aber auch sonst einiges getan….

Clench your fist, Rapperface…

Als erstes kann man seinem virtuellen Alter Ego erstmal das richtige Outfit verpassen. Neben der Körper- und Gesichtsform kann man sich bis zur Haar- und Augenfarbe vortasten, denn all das kann man mit dem F.A.C.E.-Creator einstellen. Und noch viel mehr, denn zu einem zünftigen Rapper gehören auch ein paar Goldkettchen, coole Shirts und natürlich ausgewählte Baggypants und Sneakers. Hier kann man sich nach Herzenslust austoben und sich entweder ein genaues Abbild seiner selbst zusammenschustern oder eben einen echten Gangsta-Rapper generieren.

Im Storymodus ist man zu Spielbeginn Inhaber eines kleinen unbedeutenden Musiklabels ohne Künstler und ohne Moneten. Damit sich das ändert sollte man schnleunigst einige Künstler unter Vertrag nehmen, aber diese wollen auch erstmal überzeugt werden. Wenn man es beispielsweise hinbekommt, dass die Presse endlich mal positiv über den Künstler berichtet, dann stehen eure Chancen schon besser. Und wie stellt man das an? Genau, wir schnappen uns den Pressefuzzi und geben ihm ordentlich ein paar auf die 12. Das wirkt Wunder…

Make my day…

Ähnlich verfahren wir mit Paparazzi, Stalkern und eigentlich mit jedem, der uns irgendwie schief anguckt und schon können wir ein paar Rapper unter Vertrag nehmen. Je überzeugender eure “Darbietung” umso besser, denn Musiker wie Method Man, Ludacris oder Redman sind durchaus wechselwillig, wenn man ihnen auf die eine oder andere Weise aus der Patsche hilft. Die Jungs werden dann den einen oder anderen Hit produzieren, der widerum die Kassen des Spielers füllt. Mit der Kohle sollte man dann etwas für seinen Ruf tun (Mehr Goldketten! Mehr P.I.M.P!), damit auch die Chicks ordenrlich auf einen abfahren.

Daneben gibts auch einige Spielmodi für zwischendurch wie zum Beispiel “Throw Down” (Quick Fight) oder dem “Beatings with Bass-Modus” (Prügeln im Rhythmus). Die Steuerung des Kämpfers ist im Großen und Ganzen gut realisiert worden, allerdings durchaus gewöhnungsbedürftig. Man wird schon die eine oder andere Niederlage oder Runde im Trainingsmodus einplanen müssen, bevor man den Rap-Olymp einnehmen kann. Ein in irgendeiner Form eingebautes Tutorial hätte sicherlich nicht geschadet…

Grafik und Sound

Die Figuren wie auch die Fightlocations kommen sowohl bei der Xbox 360 wie auch bei der PS3 sensationell rüber und belegen eindrucksvoll, was EA mit den Next-Gen-Konsolen zu leisten imstande ist. Während die Präsentation explosiv ist, sind es die Bewegungen leider weniger. Die Kämpfer bewegen sich fast schon träge und vermitteln nicht gerade den Eindruck einer schnellen Schlaghand.

Musikalisch wirds dann wieder explosiv, denn die teilnehmenden Rapper haben auch einen passenden Soundtrack spendiert, der seinesgleichen sucht. Die saftigen Hip-Hop-Tracks drücken die Speaker aus dem Fernseher und passend zum Beat leuchten im Spiel Leuchtreklamen und betten sich so noch besser ins Spiel ein. Atmosphärisch gibts hier im wahrsten Sinne des Wortes richtig was auf die Glocke…

Fazit

"Def Jam Icon" ist mit Sicherheit der beste Teil der Reihe. Es punktet vor allem im Bereich Grafik, Sound und Steuerung, leider büßt es auch ein paar Punkte ein wenn es um die zähe Animation der Figuren geht. Alles in Allem jedoch ein cooles Beat 'em Up.
Grafik
81%
Sound
84%
Gameplay
74%
Steuerung
81%

Gesamtwertung

81%

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