Das Weinimperium (PC)

2089 0 3 16. Januar 2010
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Titel:Das Wein-Imperium
EAN:4041417311927
System:Windows 2000
Label:astragon Software GmbH
Release:2009-06-15

Es gibt einige Wirtschaftssimulationen auf dem Spiele-Markt. So kann man zum Beispiel in diversen Spielen seinen Zoo managen, die eigene Stadt verwalten oder sogar sein eigenes Rotlicht-Viertel führen. Im Casual-Gamer Bereich sieht es allerdings recht rar aus in Sachen Wirtschaftssimulationen. “Das Weinimperium” soll dabei Abhilfe schaffen. Was es mit diesem Spiel auf sich hat und ob es mit den großen Brüdern mithalten kann haben wir für euch getestet.

Das Weinimperium

“Das Weinimperium”. Wie man dem Namen des Spiels schon recht einfach entnehmen kann, geht es hier darum mit der eigenen Weinfirma reich zu werden. Zu Beginn können wir aus dem Story Modus und dem freien Spiel wählen. Hat man das Spiel allerdings nie zuvor gespielt, ist man gut beraten sich erst einmal den Story Modus zu genüge zu führen. Denn das Spiel ist doch recht komplex und ohne Vorkenntnisse merkt man schnell, dass das freie Spiel für den Anfänger keinen Sinn macht.

Also starten wir in den Story Modus. Wie üblich geben wir am Anfang unseren Namen ein. Man will ja schließlich persönlich angesprochen werden. Die Begrenzung von 8 Zeichen ist dabei allerdings bei langen Namen unnötig nervig. Zu Beginn sehen wir eine Story-Sequenz in der uns erklärt wird warum wir eigentlich auf einmal hier sind. Immerhin sind wir eine junge Dame, welche ursprünglich aus Deutschland kommt und jetzt auf einmal in Italien ist. Die “Sequenzen” sind allerdings nicht mehr als Standbilder. Auch auf eine Sprachausgabe muss man leider gänzlich bei diesem Spiel verzichten, stattdessen ist fleißiges Lesen angesagt. Da das Lesen allerdings schnell auf die Nerven geht und sich die Sequenzen unnötig in die Länge ziehen reizt es sehr schnell auf “Überspringen” zu klicken.

Für alle die das tun sei gesagt, dass unser Vater gestorben ist. Dieser war ein weltberühmter Winzer und wir übernehmen jetzt seine Firma. Ist das Geschwafel endlich zu Ende beginnt auch “schon” das Spiel. Hierbei ist positiv hervorzuheben, dass das Tutorial perfekt mit dem Spiel verschmolzen ist, so dass man eigentlich gar nicht merkt, dass man gerade ein Tutorial spielt. Am Anfang dürfen wir uns einen Namen für unsere Firma ausdenken und ein eigenes Logo entwickeln welches später auf allen Flaschen zu sehen ist. Das klingt auch erst einmal ganz gut, ist aber näher betrachtet nur sinnlose Spielerei.

Nun heißt es also für uns den ersten Wein herzustellen. Hierfür wählen wir die gewünschte Sorte im Weingut aus. Standartmäßig produzieren unsere Maschinen jetzt 5 Kisten Wein pro Tag. Das kann allerdings erhöht werden. Hier kommen wir zum ersten Minispiel. Aus 3-4verschiedenen Trauben muss man aus etlichen Trauben richtige Reihen sortieren. Je schneller man dabei ist, desto mehr Kisten stellen die Maschinen pro Tag her. Nun wollen wir natürlich einen Wein mit möglichst hoher Qualität herstellen. Die Qualität geht von 1-5 Sternen. Standartmäßig stellen unsere Maschinen natürlich Wein mit einem Stern her. Dieser bringt aber auch am wenigsten Geld. Also geht es in das nächste Minispiel. Hier hat man einen Mischteller auf dem Trauben, Blätter und Zweige liegen. Mit der Maus muss dann über nebeneinander liegende Fremdkörper gefahren werden um diese zu entfernen. Je mehr Fremdkörper man mit einem mal erwischt, desto schneller kommt man den 5 Sternen entgegen. Schafft man die geforderte Punktzahl vor Ablauf der Zeit so hat man ab jetzt einen 5-Sterne Wein.

Im Laufe der Story geht es dann darum immer mehr Geld zu verdienen um neue Weingüter in den verschiedensten Ländern der Welt kaufen zu können. Das Traumziel ist es das teure Weingut in Frankreich zu kaufen. Hier kann man dann den teuren Champagner herstellen dieser ist allerdings auch schwer herzustellen. Weiß man einmal nicht weiter so kann man seinen Onkel nach einem Tipp fragen. So wird man nie alleine stehen gelassen.

Nachdem wir uns nun im Story Modus das nötige Wissen angeeignet haben, wollen wir uns einmal im freien Spiel versuchen. Hier fällt negativ auf, dass man von Anfang an das Wissen hat um alle Weine herstellen zu können. Man hätte sich gewünscht, dass man sich Rezepte erst kaufen muss. So wird das freie Spiel auch viel zu schnell langweilig. Bereits nach kurzer Zeit hat man genügend Geld um den begehrten Champagner herstellen zu können. Ab dann heißt es eigentlich nur noch Vorräte horten und fleißig auf den “nächster Tag”-Knopf zu drücken.

Mäßige Grafik und schwacher Sound

Wie bereits erwähnt leben die Sequenzen mit Standbildern. Allerdings ist dies auch leider auf das gesamte Spiel übertragbar. Und die Bilder haben auch nicht wie man annehmen könnte eine hohe Qualität. Nein, man wird mit Bildern abgespeist, welche aussehen als wären sie mit Ölfarbe gemalt worden. Das ist zwar ein netter Kniff, in unseren Augen allerdings wenig atmosphärisch. Statt solcher Tricks wäre uns eine gelungene “normale” Spieloptik lieber gewesen.

Die Hintergrundmusik passt zwar recht gut zum Thema wird aber sehr schnell eintönig und langweilig. Dasselbe trifft auch auf die Soundeffekte zu. Alles in allen wird man schnell den gesamten Ton ausschalten und stattdessen die eigene Musik im Hintergrund laufen lassen.

Fazit

"Das Weinimperium" gibt sich viel Mühe. So wirkt man am Anfang auch etwas überfordert im Anbetracht der vielen Funktionen. Allerdings merkt man schnell, dass dies nicht konsequent umgesetzt ist und so wird das Spiel sehr schnell langweilig. Aber im Anbetracht, dass es ein Casual-Game ist muss man doch sagen, dass es recht gut geworden ist. Wer auf solche Spiele steht, einen Hang zu feinen Tropfen hat und etwas für mal kurz zwischendurch sucht dem ist "Das Weinimperium" durchaus ans Herz zu legen.
Grafik
30%
Sound
55%
Gameplay
60%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

55%

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