Review: Das Spiel des Lebens 2 (PC)

176 1 5 17. Januar 2021
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“Das Spiel des Lebens” ist ein echter Klassiker der Brettspiele. Das Original existiert seit den 1960ern in den USA und ist auch seit den frühen 80ern in Deutschland populär. Insofern ist es natürlich bezeichnend, wenn der geneigte Rezensent das Original als Brettspiel noch nie gespielt hat. Getreu dem Motto “Was ist ein Telefonbuch?” gab es wohl einfach noch keine Gelegenheit das Spiel in analoger Form zu zocken, aber dafür nun eben in digitaler Art und Weise. Denn für den PC gibt es das Spiel jetzt in der zweiten Auflage und wir haben es uns nicht nehmen lassen, die Bildungslücke zu schließen.

Das Spiel des Lebens 2

Für alle, die das Spiel ebenfalls nicht kennen: Es ist ein digitale Adaption des Brettspiels, bei dem ein Lebenslauf vom Abitur bis zum Altersruhestand in verschiedenen Stationen durchgespielt wird, wobei es auf die individuellen Entscheidungen eines jeden Spielers in Bezug auf Karriere, Familie und Finanzierungen ankommt. Kurzum: Willst du lieber studieren oder gleich ein Jobangebot annehmen? Willst du eine Party schmeißen oder lieber das Gitarrenspiel erlernen? Und lieber heiraten und Kinder kriegen oder doch lieber als Single bis zum Ende deiner Tage durchzocken. Ja, genau diese Fragestellungen erwarten den Spieler in “Das Spiel des Lebens 2” und so gilt es nach dem Schwung des Rads die entsprechende Anzahl an Feldern auf dem Spielbrett vorzuschreiten, um dann Entscheidungen zu treffen, Geld vom Job einzustreichen, Steuern zu bezahlen oder die Geliebte zu heiraten, um den Weg zur nächsten Ex-Frau freizumachen. Das Ziel besteht darin, am Ende des Spiels möglichst viel Kapital angehäuft zu haben.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und bedarf an sich keiner weiteren Erklärung. Das gestaltet dann auch den Spieleinsteig entsprechend einfach. Kaum ist man im Game, schon kann man ohne große Probleme anfangen. Dies liegt nicht zuletzt an der denkbar einfachen Steuerung, die wirklich kaum Geschick erfordert – vom Schwungholen für das Drehrad mal abgesehen.

Wie man auch im Gameplay-Video sehen kann, ist insbesondere die grafische Darstellung ein Hingucker. Die comicartigen Figuren und Landschaften passen natürlich perfekt zum Gameplay und doch konnte man sich im zweiten Teil nochmals ein gutes Stück absetzen von dessen Vorgänger. Die Darstellung der Räumlichkeit des Spielbretts und auch die vielschichtigen Animation der Spielfiguren und auch diverser Gimmicks am Spielfeldrand machen das Spiel zu einer liebenswerten Fassung der analogen Variante.

Soundeffekte und Musik sind ohne Tadel und betten sich gekonnt ins Spielgeschehen ein. Dies gilt insbesondere auch für die fröhliche Hintergrundmusik, die ihrem Namen alle Ehre macht und dabei niemals nervend in den Vordergrund drängt.

Fazit

Das macht echt Laune: "Das Spiel des Lebens 2" (a.k.a. "The Game of Life 2") macht in Bezug auf eine Brettspieldapation einfach vieles richtig. Präsentation, Steuerung und Spielspaß sind einwandfrei. Das Spiel dürfte insbesondere bei virtuellen Spieleabenden in Corona-Zeiten eine echte Abwechslung sein.
Grafik
90%
Sound
89%
Gameplay
90%
Steuerung
81%

Gesamtwertung

86%

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