Dark Souls 2 (PS3)

3714 0 0 13. August 2014
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Titel:Dark Souls II
EAN:3391891974813
System:PlayStation 3
Label:Bandai Namco Games Germany GmbH
Release:2014-03-14

Overview:

Praise the Sun! So heißt es wieder in Dark Souls 2, sofern Du die Seite des Lichtes wählst und deine Hilfe anbietest. Deine Hilfe können andere Helden gebrauchen, denn es geht wieder ums Sterben und Versagen, bis dir der Sieg doch gelingt.

„From Softwares“ ActionRPG schickt euch seitdem 14. März 2014 erneut in eine mystische Welt in der es gegen fiese Monster und um den nackten Kampf ums Überleben geht.

Wiedermal die Welt retten:

Wir wurden mit einem Fluch belegt der uns mit der Zeit immer weiter auffrisst bis wir nur noch eine leblose Hülle sind. Dieser Prozess ist auch schon im Gange, dennoch steckt noch etwas Leben in uns und unsere Aufgabe ist es, diesen Prozess zu verhindern.

Nach dem tollen CGI Intro, befinden wir uns im „Dazwischen“, eine Zwischenwelt. Hier treffen wir auf drei ehemalige Feuerhüterinnen, welche die Dark Souls Spieler der ersten Stunde noch aus Teil Eins kennen. Mit der Hilfe dieser alten Frauen können wir neben unseren Namen, Geschlecht, und das Aussehen auch unsere, aus den 8 vorhandenen Klassenvorlagen wählen. Aber keine Panik, unser Held kann wie in Dark Souls  wieder in jede Richtung gelenkt werden. So kann ein Schwertkämpfer auch Magie beherrschen oder ein Magier auch eine große Waffe schwingen.

Ist das erledigt, erkunden wir weiterhin erst einmal das kleine Tutorialgebiet „Dazwischen“, bis wir schlussendlich aus der Finsternis treten und in das kleine Dorf „Majula“ eintreffen. Neben vielen Händler NPCs, treffen wir auch auf eine junge Priesterin. Sprechen wir mit ihr, so erfahren wir, dass es sich bei diesem Land um „Drangleic“ handelt. Als wohl der scheinbare Auserwählte, ist es nun unsere Aufgabe, das Land von der verbliebenen Herrschaft des Königs Vendrick zu befreien. So weit so gut. Mehr erfahren wir nicht so leicht, denn wie in schöner Dark Souls Manier, erhalten wir bezüglich der Geschichte um das Land und den Charakteren darin nur weitere Informationen, wenn wir unsere gefunden Items genauer betrachten.

Leider muss aber gesagt werden, dass die Story dieses Mal wieder nicht vom Hocker reißt.

 

The Good, The Bad and The Ugly:

Nun kommen wir aber zur wahren Stärke der Soulsspiele. Vorab sollte noch gesagt sein, dass obwohl wir vieles kritisieren, wir auch diesen Souls – Teil großartig finden!

Die Entwickler versuchten wohl irgendwie die Welten und Geschichten um Dark Souls mit denen von Dark Souls 2 zu verbinden oder sie wollten einfach nur Gleichheiten schaffen, um Verbindungen zu schaffen. Viele Gebiete, manche Gegner und wenige Bosse haben viel Ähnlichkeit oder sind sogar aus dem ersten Teil rauskopiert.

So trafen wir z.B. recht früh auf ein Gebiet, welches einem – in ein wassergesetztes – Anor Londo ähnelt, mit Riesenritter wie aus Anor Londo und sogar einem Bosskampf mit einem bekannten Boss aus Teil 1. Dies ließ uns etwas enttäuschen, denn wir hofften auf die Eigenständigkeit des Spiels und keine Kopie.

Es scheint so, als wollte „From Software“ diesen Souls – Teil ein wenig „vercasualisieren“ um somit Neulinge, die sich vorher scheuten, jetzt ans Land ziehen zu können. So gibt es nun neben der begrenzten Anzahl der Heilflaschen, auch verschiedene Heilkräuter, welche zwar über die Zeit heilen, aber dennoch diese taktische Schwierigkeit nehmen. Erleichtert wird das Ganze auch noch durch die zu vielen Lagerfeuer, welche zuvor noch rar gesät waren. Neben der Funktion als Checkpoint, dient ein Lagerfeuer auch als Rastplatz des Helden, wo dieser Waffen und Rüstung reparieren und seine Heilflaschen wieder auffüllen kann.

Die gnadenlose Härte aus Dark Souls bestand nicht nur aus den schwereren Gegnern als in anderen Spielen, sondern eben auch aus diesem taktischen Hantieren mit seinen begrenzten Items oder eben mit den begrenzten Heilflaschen. Der Spieler musste vorsichtiger sein, keinen Schlag zu kassieren und zu überlegen, wann es Zeit ist sich zu heilen. Jetzt, durch die Mengen an verschiedenen Heilzauber und den Unmengen der Lagerfeuer, sind diese Überlegungen raus.

Dark Souls 2 bietet zum ersten Mal auch einfach unfaire Stellen und zwischen unfair und schwer sollte unterschieden werden. An vielen Stellen im Nachfolger bekommt es der Spieler mit vielen Gegnern auf einmal zu tun. Da unsere Feind aber durchweg dumm reagieren oder viele Gegner sogar oft dasselbe Moveset aufweisen und sich somit auf der gleiche Art besiegen lassen, ist das Leveldesign was die Kämpfe betrifft eben schlichtweg unfair gestaltet. Ein gutes Beispiel dafür ist der Weg zum Boss mit dem Namen Velstadt. Der Laufweg vom Lagerfeuer bis zur Nebelwand beträgt ca. 1-2 Minuten. Dadurch, dass unmittelbar vor der Nebelwand so um die 9 Gegner platziert sind, wird dieser Weg unnötig und total nervend in die Länge gezogen.

Was ebenfalls unnötig ist, ist das der Spieler seinen Helden nur in der Haupsstadt Majula bei der Priesterin aufleveln kann. Zwar kann der Spieler sich nun von Beginn des Spiels zu jenem – schon einmal bereisten Ort – teleportieren, doch das altbekannte Aufleveln, direkt am Lagerfeuer, war hingegen angenehmer.

Apropos sofortiges Teleportieren. Richtig gehört! Das, was in Teil 1 erst ab so ¾ des Spieles möglich war, funktioniert nun in Dark Souls 2 sofort, und das ist einfach schade. Natürlich wirft es auch seine Vorteile auf, doch da wir in unserer Reise durch die Welt „Lordran“ aus Teil 1 oftmals zu Fuß zurück gelegt haben, lernten wir diese zusammenhängende Welt einfach viel besser kennen. Leider werfen manche zusammenhängende Gebiete in der Welt „Drangleic“ Logikfehler auf. So befinden wir uns z.B. an der Spitze eines Turmes in einem Giftareal, müssen jedoch, um ins nächste Gebiet zu kommen, mit einem Aufzug nach oben fahren und gelangen dann zu einem Eisenschloss, welches in einem Lavameer schwimmt.

Wir möchten noch einmal klarstellen das wir auch Dark Souls 2 lieben und viel Zeit darin verbracht haben. Gerade weil wir es so schätzen, kritisieren wir es so stark. Uns wird mehr von dem geboten was wir schon kennen, es ist immer noch knüppelhart und der Spieler wird immer noch oft sterben. Also keine Sorge Leute ihr werdet euren Spaß damit haben.

Optisch mau und dennoch WOW:

Wir können uns nichts vor machen. Wirklich schön sieht Dark Souls 2 im Endprodukt nicht aus. Die im Trailer angepriesene Grafikpracht kam im Endeffekt doch nicht auf uns zu. Auch die versprochenen zerstörbaren Umgebungen waren kaum zu sehen, und das tolle Fackelfeature wurde auch nur in einem Gebiet gebraucht.

Hingegen aber der tollen Musik während der Bosskämpfe und der tollen Atmosphäre. Das Design der Monster und jedes Bossgegners ist wieder sehr gelungen und es spielt sich immer noch super.

Fazit

Nun können sich auch Casualspieler an die Souls Reihe herantrauen und fröhlich dahinsterben. Dark Souls 2 bietet dafür den besten Einstieg, es ist aber dennoch nicht zu leicht, sodass sich auch die Erfahrenen unter uns ab und an die Zähne ausbeißen.
Grafik
80%
Sound
90%
Gameplay
95%
Steuerung
95%

Gesamtwertung

90%

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