Spieletest: Crazy Machines DS

1611 0 0 31. Oktober 2008
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Da lächelt uns der Jean Pütz, bekannt aus dem Fernsehen mit seiner “Hobbythek”-Show, von der Verpackung aus an und sagt: “Tüfteln, Knobeln, Spaß haben!”. Und man kann ihm eigentlich nicht widersprechen, denn bisher war die Reihe “Crazy Machines” schon immer ein Garant für stundenlange Unterhaltung mit raffinierten, explosiven, chaotischen und skurrilen Experimenten, die uns auf dem PC bereits begegnet sind. So haben wir “Crazy Machines 2” mit 84 Punkten und “Crazy Machines 2: Zurück in die Werkstatt” mit 85 Punkten belohnt. Warum sollte das genial einfache und genial gute Spielprinzip nicht auch auf der NDS punkten können? Eine Frage, der wir mit wissenschlaftlichem Forscherdrang natürlich sofort nachgehen wollen…

Ratter! Piff! Peng!

Nach der Anlage eines Spielerprofils kann man sich als Spieler gleich einem der drei zur Auswahl stehenden Spielmodi widmen. Im Action-Modus geht es um pfeilschnelle Reaktionen, da man in laufende Experimente eingreifen muss. Der “Baukasten” wiederum ist eine Art Level-Designer, mit dem man eigene Experimente erschaffen kann, um diese dann mit Freunden auszutauschen. Und der Puzzle Modus beinhaltet bereits eine Vielzahl ungelöster, vordefinierter Rätsel, die es nun zu lösen gilt.

Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den Vorgängern auf dem PC nichts geändert. Mithilfe diverser Utensilien muß der Spieler seinem Professor die besagten Maschinen bauen. Dazu hat man meist eine handvoll Gegenstände zur Verfügung, die man sinnvoll miteinander kombinieren muss. Dazu zählen Bälle, Bretter, Seile, Gewichte und viele andere Dinge, die man nun sinnvoll miteinander verbinden muss. Ein kleines Tutorial zu Beginn des Spiels erklärt dabei die grundlegenden Spielmuster und auch die Handhabung des Games und der Objekte. Gesteuert wird das Spiel im Übrigen wahlweise nur mit Touchpen oder in einer Kombination aus Touchpen und Aktionstasten, wobei die Steuerung ähnlich funktioniert wie bei den PC Versionen und auch ähnlich schnell ins Blut übergeht.

Ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis: Der Professor erklärt uns im oberen Screen, dass ein Luftballon in die Zielzone fliegen muss, um das Level zu gewinnen. Der Ballon allerdings schwebt unter einem Stückchen Holz und ist dort gefangen, aber schon ein kleiner Schubs würde helfen, nur wie? Ganz einfach: Man nimmt ein paar Utensilien wie ein Gewicht, ein Seil und ein paar weitere Bretter und sorgt dafür, dass eine Bowlingkugel zunächst vom Gewicht einen Stoss bekommt und dann die Bretterbahn entlang rollt, bis sie dem Luftballon den notwendigen Anstoss gibt und dieser gleitet dann sanft in die Zielzone. Zu Beginn sind die Rätsel noch recht einfach, aber mit steigender Spieldauer werden die Rätsel immer undurchsichtiger und man benötigt immer mehr Gegenstände um dem Ziel näherzukommen, was die Komplexität natürlich auch fördert. Für Langzeitmotivation ist also gesorgt.

Grafik und Sound

Grafisch macht “Crazy Machines DS” einen ordentlichen Eindruck, wenn auch nicht alles in Perfektion erstrahlt. Die Animationen des Professors und die Spielerklärungen in der oberen Bildschirmhälfte kann man nicht kritisieren. Der wirre Professor ist wie immer nett anzusehen und auch sonst haben sich die Entwickler Mühe gegeben den Charme der Serie auch auf der NDS einzufangen. Leider sind die Rätsel selbst nicht so perfekt gelungen. Die Bälle wirken bisweilen etwas kantig bzw. verpixelt und auch viele andere Objekte (z.B: Basketballkorb, Bretter, etc) sind etwas oberflächlich dargestellt. Das tut zwar dem Spielspass keinen Abbruch, aber wir wissen, dass die NDS mehr abrufen kann.

Die Hintergrundmusik wiederum passt sehr gut zum Spiel und auch die anderen Soundeffekte sind unterhaltsam und betten sich gut in das Spielgeschehen ein. Mit fröhlichen Melodien werden angehenden Professoren so bei Laune gehalten und die Schnippeln der Scheren, das Klackern der Billardkugeln und das Geräusch eines hüpfenden Basketballs sind sehr gut eingefangen.

Fazit

"Crazy Machines DS" setzt den Spielspass der bekannten PC-Spielreihe gekonnt auf die NDS um und bringt Tüftlern und Denksportakrobaten stundenlange Unterhaltung für unterwegs. Kenner der Serie werden sich sofort zu Hause fühlen, wobei sich das Spiel sicher auch sehr gut an Neueinsteiger in die Welt der "Crazy Machines" eignet. Einzigster Wermutstropfen: Die nicht ganz perfekte Optik.
Grafik
75%
Sound
80%
Gameplay
83%
Steuerung
87%

Gesamtwertung

80%

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