Spieletest: Chivalry: Medieval Warfare (PS3)

3641 0 2 26. März 2015
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Titel:Chivalry - Medieval Warfare
EAN:4260095172112
System:Windows 7
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Morphicon
Release:2014-06-20

Welcher Junge hatte nicht einmal den Wunsch, ein Ritterleben zu führen? Von Burgen und Beute schwärmt man da, von Festmählern, Jungfrauen, Verliesen und Drachen… Das sieht Entwickler Torn Banner Studios scheinbar anders. Auch in Chivalry: Medieval Warfare dürft ihr Euch in die schillernde Ritterrüstung begeben; Lange bleibt diese jedoch nicht so. Stattdessen versucht ihr, im Wettstreit gegen eure Ritterkollegen am Leben zu bleiben. So lange es halt irgendwie geht…

Auf den Deckel!

Das Prinzip von Chivalry: Medieval Warfare ist denkbar einfach. Ihr tut anderen weh. Und zwar richtig. In Mehrspielerschlachten dürft ihr, euch einer Auswahl an mittelalterlichen Waffen bedienend, anderen Spielern auf den Deckel geben. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, denn ob ihr euch eines Speers, Keulen, Äxten oder Schwerter bedient, Im wilden Kampfgetümmel trennt der Umgang mit der Waffe die Spreu vom Weizen. Da ist der Bogenschütze genauso gefährdet wie der Axtschwinger in der Menge, die Community ist groß und kampferprobt. Ziel ist es, mit Kills Punkte zu sammeln und dem Gegner selber so wenig Punkte wie möglich zu bescheren. Das klingt nach modernem Shooter und nicht ohne Grund: Statt Schrotflinte und Jagdmesser tragt ihr bloß einen Bogen, eine 20 Kilo Axt und euer Eigengewicht in Altmetall.

Knight

Das ist nur ein Kratzer!

Die Kämpfe gehen, nach etwas Eingewöhnungszeit im Tutorial und in Botspielen, recht gut von der Hand- und sind ebenso schnell vorbei. Denn es ist Vorsicht beim Umgang mit dem Gegner geboten. Dieser kann, abgesehen von eurem Ableben, auch mal dafür sorgen, dass ihr Arme oder Beine verliert. So genau Zielen zu können ist der Egoperspektive zu verdanken. Mit Blick auf eure Klinge könnt ihr so auf euren Gegner zurennen, kommende Schläge gekonnt abblocken und dann im richtigen Moment zuschlagen. Das wirkt zu Anfang noch hektisch und unkontrolliert, macht aber auf Dauer viel Spaß. Und auf dem Schlachtfeld sind alle gleich. Die Waffen sind ausbalanciert und können, mit der richtigen Übung, zum sicheren Sieg führen, Auch wenn ihr mal nur am Rand steht und ein paar Pfeile in die Menge schießt.

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Wo sind denn alle?

Wollt ihr aber mit anderen zusammen spielen, kann etwas Geduld gefragt sein, denn viele PS3- Server werdet ihr nicht unbedingt finden. Das wird zum Teil an der starken PC-Community liegen, in der Chivalry seine Hochphase genießt. Controllerfreunde werden wohl ein paar Freunde zusammenkratzen müssen und sich Online in Spiel stürzen, denn auch offline sind Möglichkeite für die ein oder andere Splitscreenschlacht seltsamerweise nicht gegeben. Wer dennoch offline spielen will, kann sich nach dem Tutorial in Schlachten mit Computergegnern versuchen, die euer Können herausfordern und die Klingen mit euch kreuzen.

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Die Grafik

Mittlerweile dürfte klar sein: Die Gewaltdarstellung in Chivalry: Medieval Warfare ist recht… Drastisch. Zum einen wird nicht am Blut gespart, dass irgendwann den Boden, den Gegner, euch und alles andere dekoriert, es kann auch sein, dass Körperteile mal verschwinden. Da fliegen die Beine, die Arme gehen in die Luft. Für manche mag es kaum was Komischeres geben, als einen Ritter auf seinem letzten Bein rumhüpfen zu sehen, sanftere Gemüter werden das jedoch nicht so witzig finden.
Wer nicht auf die Kämpfe achtet, der sieht schön gestaltete, große Karten, hochauflösende Texturen und teilweise ein paar Framerate-Einbrüche. Gezimmert wurde das Spiel rund um die Unreal Engine 3, und das kann sich sehen lassen. Wer drauf achtet wird jedoch einen leichten Unterschied zur PC-Version erkennen.

Pro

Actiongeladene Kämpfe mit großer Waffenauswahl

Leicht lernbare, schwer zu perfektionierende Steuerung

Einfach, schnell und spaßig

Contra

Leere Server

Kein Splitscreen/ Offlinematches

Fazit

Witziger, blutiger Ritterspaß. Von Kindern fernhalten.
Grafik
76%
Sound
79%
Gameplay
80%
Steuerung
85%

Gesamtwertung

81%

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