Spieletest: Burnout Dominator

982 0 0 24. September 2008
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Wer mich ein wenig kennt, der weiß, dass “Burnout Revenge” auf meiner persönlichen Best-Game-Ever-Liste einen Ehrenplatz einnimmt. Sensationelle Crashes, “Takedowns” und atemberaubende Rennen durch die Stadt oder halsbrecherische Überlandfahrten mit den schnellsten und schönsten Fahrzeugen, die man sich so vorstellen kann. Mit “Burnout Dominator” legt Electronic Arts nun nach und will da offensichtlich noch einen draufpacken. Ob das überhaupt noch geht und ob ich meine Best-Game-Ever-Liste umstellen muss, zeigt unser Spieletest…

Du dominierst die Straße

Nach dem obigatorischen Anlegen eines Spielerprofils wird der Spieler stilecht mit einer heißen Menüanimation und den ersten fetzigen Klängen empfangen. Auch diesmal muss man also nicht auf die äußerst gelungene und passende Sounduntermalung verzichten, die schon die Vorgänger auszeichnete. Dazu aber später mehr. “Burnout Dominator” zeigt sich auch für Neueinsteiger diesmal von seiner besten Seite, denn mit einem knapp 3 Minuten langen Video bekommt der Neuling erstmal gezeigt, worum es im Herzen eigentlich geht. Was ist ein Takedown? Was ist ein Burnout? Und wie fülle ich meine Boost-Anzeige wieder auf? All diese und viele weitere hilfreiche Fragen und Antworten bekommt man gleich in den ersten Minuten beantwortet.

Genug gefaselt – Wir gehen in die Vollen und wagen uns an die Welttour. Da wir uns erst noch unsere Sporen verdienen müssen starten wir lediglich in der “Classic Serie”, während beispielsweise die Tuned Serie, die Super Serie oder die Krönung der automobilen Schöpfung, die Dominator Serie noch gesperrt sind, aber im Verlauf des Spiels freigeschaltet werden können. Gleiches gilt auch die Events an denen man teilnehmen kann, denn erst wenn wir auf einer Strecke ein vernünftiges Ergebnis hinbekommen haben werden weitere Strecken freigegeben.

Boost your PS2

Bereits auf den ersten Kilometern merkt man, dass ich zu den Vorgängern nicht so wanhsinning viel getan hat. Und das ist auch gut so, denn kompromissloses Rennvergnügen ist und bleibt erstklassig. Die Fahrzeuge fühlen sich auch in der neuesten Fassung realistisch an und jeder Boost treibt dem Spieler die Schweißperlen auf die Stirn, während das Force-Feedback am Controller die Leitplanke simuliert, die wir gerade geküßt haben. Die ersten Kilometer sind geprägt von Zeitrennen, daneben dominieren die Spielmodi “Roadrage” (ein Fall für Flensburg), “Grand Prix” (mehrere Runden) und die Eleminator-Wettbewerbe (sozusagen der Last Car Rolling Mode). Auch Beinahe-Unfälle bekommen in Dominator Hochkonjunktur und treiben den Nervenkitzel auf die Spitze.

Das Fahrvergnügen präsentiert sich nach wie vor erstkassig. Sowohl Fahrzeugphysik und -dynamik findet man so selten bei der Konkurrenz. Criterion Games zeigt hier ganz deutlich wo der rennspielbegeisterte Gamer am besten seinen Sprit holt. Etwas vermissen wird man die Massencrashes. Konnte man bei den Vorgängern noch an einer Kreuzung ordentlich die Rushhour zum Erliegen bringen, gehört dies nun scheinbar der Geschichte an. Warum eigentlich? War doch immer witzig und abwechslungsreich. Die neuen Driftherausforderungen sind aber auch lustig, vielleicht ein bisschen angelehnt an “Need for Speed: Carbon”, aber lustig allemal…

Grafik und Sound

“Burnout Dominator” holt wirklich das letzte aus der PS2 raus und quetscht die schwarze dicke Lady aus wie eine Zitrone. Auf diese Weise jedoch kann die Grafik nicht nur überzeugen, sondern regelrecht begeistern. Sowohl die Fahrzeuge wie auch die nagelneuen Strecken belegen die Liebe zum Detail und versetzen den Spieler fast schon in einen Geschwindigkeitsrausch.

Und eine ganz besondere Erwähnung findet bei mir natürlich wieder die Soundsektion, denn der Soundtrack der Burnout-Reihe zählt für mich immer noch zu den besten überhaupt. Diesmal mit dabei “Alice in Chains”, “Army of Anyone”, “Avril Lavigne”, “Filter”, “Jane’s Addiction” und viele viele mehr. Daneben überzeugen natürlich auch die Ingame-Soundeffekte donnernder Motoren zu 100% und so packen wir zum ersten Mal überhaupt die Wertung im Soundbereich aus.

Fazit

"Burnout Dominator" erfindet die Burnout-Reihe zwar nicht nagelneu, präsentiert sich aber dank einiger neuer Spielmodi und dank der überragenden Grafik auf allerhöchstem Niveau. Der dominierende Soundtrack rundet das Spielerlebnis ab und baut eine tolle Atmosphäre auf. Danke, EA. Danke, Criterion. Ich geh boosten....
Grafik
94%
Sound
99.9%
Gameplay
93%
Steuerung
96%

Gesamtwertung

95%

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