Spieletest: Boogie

1902 0 0 24. September 2008
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Titel:Boogie (inkl. Mikrofon)
EAN:5030932058775
System:Nintendo Wii
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Electronic Arts
Release:2007-08-30

Wenn einen das Tanzbein juckt, dann schwingt man seinen Body am besten in die nächstbeste Diskothek und lässt dort zu den Hits die Hüften kreisen. Wer hingegen gerne singt, der ist in Karaokebars gut aufgehoben und darf sich dort zum Affen machen oder mit seinen Gesangsmuskeln die jolende Menge in Erstaunen versetzen. Wer gerne beides will, der dürfte jetzt interessiert aufhorchen, wenn wir nun “Boogie” besprechen. Das neue Gesangs- und Tanzspiel aus dem Hause Electronic Arts versucht beide Wünsche zu erfüllen…

Schalala-Schalala-la!

Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Als erstes wählt man eine der zur Verfügung stehenden Spielfiguren aus und durchläuft dann mit diesen diverse Events. In einem kleinen Tutorial lernen wir zunächst das Tanzbein zu schwingen. Hierzu muss man als Spieler die Tasten am Controller im Takt drücken und gleichzeitig auch den linken Analogstick bewegen. Das Ganze dann natürlich nicht immer gleich, sondern in möglichst vielen Variationen und mit viel Abwechslung, denn je mehr Variationen man einbauen kann, umso mehr Punkte sprudeln auf das Konto. Leider sind die Moves in Ihrer Vielfalt recht limitiert, so daß es zwar recht leicht ist die Bewegungen abzuwechseln, aber am Bildschirm entsteht doch schnell eine gewisse Eintönigkeit.

Hat man eine Reihe von Moves hintereinander hinbekommen und genügend “Boogie Power” (ein Balken auf der Seite, der sich mit jeder gelungenen Aktion weiter füllt) komplett aufgeladen, dann kann man ganz besondere Special moves aufs Parkett legen. Dazu muss man dann noch diverse Bewegungen mit beiden Analogsticks parallel ausführen. Das gibt hohe Punktezahlen und mit diesen Punkten kann man anschließend einkaufen gehen. Neben Kappen und Klamotten (die im Wesentlichen alle gleich aussehen) gibt es vor allem Musikstücke zu erwerben, auf die man dann wieder tanzen kann. Kommen wir deswegen schnell zur…

Trackliste

Black Eyed Peas – Let’s Get It Started
Blondie – One Way Or Another
Britney Spears – I’m A Slave 4 U
Britney Spears – Oops I Did It Again
Carl Douglas – Kung Fu Fighting
Chic – Le Freak
Culture Club – Karma Chameleon
Cyndi Lauper – Girls Just Want To Have Fun
Daft Punk – One More Time
Dee-Lite – Groove Is In The Heart
Fergie – Fergalicious
Gypsy Kings – Baila Me
Jackson 5 – ABC
Jackson 5 – Dancing Machine
Jackson 5 – I Want You Back
Jamiroquai – Canned Heat
Jamiroquai – Virtual Insanity
Jennifer Lopez – Get Right
Katrina & The Waves – Walking On Sunshine
KC And The Sunshine Band – That’s The Way (I Like It)
Kelis – Milkshake
Kool & The Gang – Celebration
Lou Bega – Mambo No. 5 (A Little Bit of…)
M – Pop Muzik
Martha Reeves & The Vandellas – Dancing in the Street
MC Hammer – U Can’t Touch This
Pink – Get The Party Started
Pussycat Dolls feat. Busta Rhymes – Don’t cha
Red Hot Chili Peppers – Love Rollercoaster
Rihanna – SOS
Simply Red – Stars
Sister Sledge – We Are Family
Taste Of Honey – Boogie Oogie Oogie
Thalia – Tu Y Yo
The B-52’s – Love Shack
The Commodores – Brick House
The Village People – YMCA
The Weather Girls – It’s Raining Men

Wie man sieht eine sehr ausgewogene Mischung, die von aktuellen Hits bis hin zu Evergreens reicht. Dies kommt dann auch den Gesangsparts zugute, denn diese machen deutlich mehr Spaß als die etwas eintönigen Tanzeinlagen. Die Mikrofone (Singstarmikros werden zu 100% unterstützt) wie auch die Tonhöhenerkennung und die Tonlänge funktionieren einwandfrei und bringen echte Partystimmung ins Haus.

Grafisch präsentiert sich “boogie” vor allem bunt und comicartig, stark überzeichnet zwar, aber dennoch mit einem eigenen Stil. Nichtsdestotrotz fehlt es den Charakteren an Identifikationspotential, weil diese so abstrus abgedreht sind, dass man instinktiv das geringste Übel aussuchen möchte. Die Bewegungen der Figuren beim Tanzen sind recht geschmeidig, die Kamerapositionen in den Videos, die man nach einem Contest zusammenschneiden kann, sind wiederum schlecht gewählt.

Fazit

"Boogie" ist ein Partyspiel, welches vor allem mit seiner Kombination von Tanz- und Gesang zu punkten versucht. Die Gesangseinlagen sind auch wirklich sehr gut gelungen, aber da das Spiel zu einem Grossteil aus Tanz besteht kommen wir da nicht drumherum zu erwähnen, dass das Drücken von Tasten im Takt nur kurze Zeit Spaß machen kann. Zu eintönig und zu monoton als dass die Bronzemedaille möglich gewesen wäre.
Grafik
67%
Sound
80%
Gameplay
63%
Steuerung
60%

Gesamtwertung

69%

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