Blue Dragon

2230 0 0 24. September 2008
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Titel:Blue Dragon
EAN:0882224476720
System:Xbox 360
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Microsoft
Release:2007-08-24

Kleines Ratespiel gefällig? Weißt du wer “Hironobu Sakaguchi” ist? Nicth ganz einfach, aber eingefleischte Fans kennen den Entwickler der Final Fantasy-Reihe natürlich. Und wer ist nochmal “Akira Toriyama”? Na? Genau, der Erfinder der Dragonball-Serie. Wenn man nun diese beiden Götter des Spieledesigns zusammenbringt und Geld und Zeit in ein neues Projekt reinsteckt kommt “Blue Dragon” aus dem Hause Microsoft heraus. Endlich neuer Nachschub für alle, die auf Next-Generation-Rollenspiele auf der Xbox360 gewartet haben…

Möge die Reise beginnen…

Das Königreich Jebral hatte es in der letzten Dekade sicher nicht leicht. Immer wieder verdunkelt sich der Himmel bis kein Sonnenstrahl mehr auf die Erde trifft und dann kommt es. Das Monster. Die Einwohner nennen ihn ehrfurchtsvoll den “Sandhai” wegen seiner merkwürdigen Rückenflosse, obwohl das Biest kein Wasser zu brauchen scheint. Und während in solchen Momenten alle nur ihr Heil in der Flucht suchen, haben sich drei mutige (oder selten dumme) Recken gefunden, die dem Monster die Stirn bieten wollen. Da hätten wir zum Einen die bezaubernde Kluke und den mutigen Jiro. Einer fehlt noch und in die Haut dieses Charakters schlüpft der Spieler: Shu, ein ziemlich kurzer Geselle, aber dafür nicht minder mutig und clever. Und so beginnt die Geschichte…

Nach einer Teleportation machen sich die drei auf die Suche nach dem Schurken Nene, dem sie jetzt das Handwerk legen wollen, damit nicht noch mehr Unheil geschieht. Die Erzählweise und Inszenierung dieser Hintergrundstory ist dabei sehr gelungen und besticht durch gelungene Animationen in einer dichten Atmosphäre. Auch kann man die Verwandtschaft zu Final Fantasy nicht leugnen und die zahllosen Rendersequenzen erinnern mit ihrem Flair auch an den Klassiker.

Wie spielt es sich?

Spielersich ist “Blue Dragon” ein ganz klassisches Rollenspiel mit allem was man von einem solchen Genrevertreter erwarten darf. Da wäre zum einen ein ausgeprägtes Handeln mit Waren und Gegenständen sowie zahlreichen Gesprächen mit Dorfbewohnern aus denen man manchmal sehr nützliche, manchmal weniger sinnvolle Infomationen ziehen kann. Zu guter Letzt gibt es aber auch eine ganze Reihe an Gegnern zu bekämpfen, die einem dauernd nach dem Leben trachten. Die Kampfhandlungen finden dabei immmer rundenbasiert statt und im Verlauf einer aktiven Phase kann man auf zahlreiche Waffen und Zauber zurückgreifen. Natürlich muss man sich diese erst verdient haben, sei es durch vorhergehende Kämpfe oder eben durch Handel.

Wie es sich gehört kann man sich bei dem Spiel auch langsam hochleveln, also durch das erfolgreiche Absolvieren von Kämpfen und Quests Erfahrungspunkte sammeln, die man nachher auf diverse Eigenschaften seines Helden verteilt. Die verschiedenen Attribute lassen sich aber auch über diverse Items steigern, die auf der Karte verteilt sind, man muss sie nur finden bzw. sie sich erkämpfen. Hierbei entfallen die Punkte auch auf diverse Berufsgruppen, die sich auch miteinander kombinieren lassen. Natürlich hat jede Gruppe ihre individuellen Fähigkeiten, Vor- und Nachteile. Magier sind natürlich geborene Zauberkünstler und verfügen über diverse Heilungsmöglichkeiten. “Swordmaster” sind eher Kriegern gleichzusetzen, die im Nahkampf deutliche Vorteile haben. Je nach eigenem Geschmack kann man sich so seine Lieblingsklasse aussuchen und diese über die vorhandenen Kombinationsmöglichkeiten ausbauen.

Die Steuerung des Spiels gibt zu keinem Zeitpunkt Fragen auf und auch die Kameraperspektiven sind wohldurchdacht.

Grafik und Sound

Grafisch geht es farbenfroh zur Sache, aber besonderes Augenmerk verdient die hohe Detailverliebtheit der Designer, die sich sowohl an den Figuren als auch an den Locations festmachen lässt. Das hat natürlich seinen Preis: Sehr lange Ladezeiten oder zumindest häufige Unterbrechungen sind die Konsequenz, die den Spielspaß natürlich etwas abmildern.

Namen sind in diesem Test schon einige genannt worden, aber wenn man es schafft auch “Nobuo Uematsu” für den Soundtrack zu gewinnen hat man sicher schon 70 Basispunkte sicher. Der Sounddesigner der FInal Fantasy-Reihe ist bekannt für bombastische und dramatische Melodien, die auch in “Blue Dragon” wieder in Perfektion aus den Boxen schallen. Und auch bei den Ingame-Soundeffekten hat man sich keine Blösse gegeben und dem Spiel passende Sounds spendiert.

Fazit

"Hironobu Sakaguchi" + "Akira Toriyama" + "Nobuo Uematsu" = 88 Punkte. So einfach könnte die Begründung unseres Silberawards lauten, aber wir versuchen es mal ohne Namen: "Blue Dragon" besticht vor allem durch eine gelungene Geschichte zu einem atmosphärischen Rollenspielerlebnis mit ganz klassischen Elementen. Zwar wird das Gameplay nicht neu erfunden, aber durch eine technisch gelungene Präsentation und eine gute und intuitive Handhabung mausert sich der Titel zu einem Highlight unter den Xbox 360 Rollenspielen.
Grafik
86%
Sound
90%
Gameplay
89%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

88%

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