Blazing Angels: Squadrons of WWII

1224 0 0 24. September 2008
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Wann kam eigentlich die letzte Action-Flugsimulation auf den Markt ? Gleiches wird sich auch Ubisoft gedacht haben und konnte sich wohl nur an Hits der vergangenen Tage wie “Crimson Skies” und “Yager” erinnern. Grund genug selbst in die Presche zu springen und ein eigenes Produkt auf diesem Sektor für PC, Xbox und die Xbox 360 auf den Markt zu bringen: “Blazing Angels: Squadrons of WWII” heißt das gute Stück und es übertrifft alle Erwartungen…

Brennender Himmel…

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung zu “Blazing Angels” kam bei mir echtes Fliegerfeeling auf. Die Screenshots der Previewversionen machten Lust auf mehr und als ich den offiziellen Trailer zum Game gesehen hatte war schon klar, dass da etwas größeres auf den Spieler zukommt. Dieser schlüpft hierbei in die Rolle eines jungen aber unerfahrenen Kampfpiloten im zweiten Weltkrieg im Kampf gegen die Harakiri-Piloten der japanischen Luftwaffe und gegen die Nazis der Wehrmacht. In der Kampagne gilt es insgesamt 18 Missionen zu überstehen, 41 Flugzeugtypen freizuschalten und man kommt dabei viel in der Welt herum – Berlin, Paris und andere bekannte Schauplätze werdet ihr alle noch kennenlernen.

Aller Anfang ist in diesem Falle sogar mal leicht: In der ersten Trainingsmission fliegt der Spieler zunächst noch einen Doppeldecker, der aber vollkommen reicht, um die grundlegenden Eigenschaften der Steuerung kennenzulernen. Gesteuert wird das Flugerät mit der Tastatur, die Primärwaffen, also die meist mehrfachen Maschinengewehre an Bord löst man mit der linken Maustaste aus, während man eine Reihe von Sekundärwaffen wie Bomben, Torpedos oder eine Kamera mit der mittleren Maustaste auslösen kann. Der rechten Maustaste kommt dabei stets eine Sonderfunktion zu. Alles in Allem steuert es sich ganz gut an Bord des Doppelflüglers, es ist also Zeit nun größere Ziele anzuvisieren…

Dünkirchen, London, Pearl Harbor

Nach der Einstiegsmission wird man auch sofort in die ersten Kampfeinsätze geschickt, in denen die Gegner keine Rücksicht mehr nehmen und auch zurückschießen. Zwischendurch gibt es allerdings auch immer wieder Aufklärungsflüge zu absolvieren, wo eure Kamera zur besten Waffe wird. Der Abwechslungsreichtum wird auch noch dadurch unterstützt, dass man nicht nur Geschwader anderer Luftstreitmächte vom Himmel holen muss, sondern dass es auch Schiffe und Brücken, sowie Panzer aufs Korn zu nehmen gilt.

Da niemand einen Krieg alleine gewinnen kann hat man meist drei Flügelmänner an seiner Seite, denen man auch gesonderte Befehle erteilen kann. Frank, Joe und Tom heißen die Luftakrobaten und jeder von Ihnen hat besondere Fähigkeiten: Frank ist begnadet im “Dogfight” und holt besonders zähe Gegner vom Himmel. Tom kann vor allem Gegner besonders gut ablenken und dich damit aus der Schusslinie bringen. Zu guter Letzt kann Joe dir helfen, wenn dein Flugzeug zu stark beschädigt ist, indem er es mit dir zusammen durch ein kleine Minispiel repariert. Hierbei werden dem Spieler vier Zeichen eingeblendet, die man möglichst schnell und fehlerfrei nachtippen muss, damit die Reparatur zum Erfolg wird. Wie das gehen soll lassen wir mal dahingestellt, aber ohne diese zugegebenermaßen unrealistische Funktion hätte man in manch einer Mission kaum eine Chance, so nimmt man diese Minigames gerne in Kauf. Hat man einen der drei aber zur Hilfe geholt, muss man wieder eine Weile alleine zurechtkommen, denn die Kameraden stehen nur in begrenztem Unfang zur Verfügung.

Jagdfieber im Sonnenuntergang

Die Missionen sind allesamt echte Pulsbeschleuniger. Der Flug über Städte wie Paris wird zum echten Erlebnis, da man jedes Haus und auch tatsächlich das Leben in den Straßen beobachten kann während sich Panzer durch die Gassen der französischen Hauptstadt quetschen. Besonders die Angriffe auf Bodenziele, also Panzer und Flakstellungen haben uns ganz besonders viel Spaß gemacht. Atembraubende Explosionen, wunderschöne Sonnenuntergänge und tolle Rauch- und Feuereffekte tun ein Übriges, um die Stimmung des Spiels richtig rüberzubringen. Detailreichtum erkennt man auch bei der Darstellung der Fluggeräte, die allesamt sehr realitätsnah und überzeugend dargestellt sind. Da kann man einige Clipping-Fehler und Ruckler im Bildaufbau zwar nicht wegreden, aber vielleicht noch verschmerzen.

Das komplette Spiel, abgesehen von den deutschen Texten und Untertiteln, kommt in englischer Sprache daher. Im Cockpit ist es auch nie wirklich still, denn neben den dröhnenden Motoren gibt es stets massig Funksprüche die der Spieler empfängt, so daß richtiges Fliegerfeeling aufkommt. Wer eine Surround-Anlage besitzt sollte sich nicht scheuen diese aufzudrehen, damit ihm die Kugeln links und rechts nur so um die Ohren fliegen. Nicht zuletzt muss man auch den Soundtrack loben, denn die heroische Hintergrundmusik passt perfekt zum Spiel.

Fazit

Viel besser kann man es fast nicht machen. Ich bin ja nicht bekannt als Fan von Flugsimulationen, aber "Blazing Angels: Squadrons of WWII" überzeugt durch eine fast fehlerfreie Grafik und eine überwältigende Atmosphäre im Cockpit. Ihr müßt also kein dickes Handbuch auswendig lernen oder eure Tastatur mit Aufklebern für die verschiedenen Kommandos versehen. "Blazing Angels" bietet actionreiche Flugstunden in bestechender Qualität. Auch für Fans anderer Genres zu empfehlen.
Grafik
86%
Sound
92%
Gameplay
89%
Steuerung
92%

Gesamtwertung

90%

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