Beijing 2008 (PS3)

1995 1 1 24. September 2008
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Titel:Beijing 2008
EAN:5060138438576
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:"Sega of America, Inc."
Release:2008-06-27

Bereits in wenigen Wochen wird wieder das olympische Feuer entzündet und die Spiele sind eröffnet. Bereits am 13. Juli 2001 wurde Peking (Beijing) vom IOC zum Ausrichter der Olympischen Spiele 2008 gewählt und setzte sich dabei gegen die Mitbewerber Paris, Toronto, Osaka und Istanbul durch. Karten sind heissbegehrt und nicht jeder kann mal eben nach China jetten, aber jetzt kann jeder den Hauch von Olympia zu hause miterleben. Mit “Beijing 2008” aus dem Hause SEGA gibt es nun das offizielle Spiel zum Event für die PS3. Wir haben uns die Laufschuhe angezogen und konnten schon vor der Eröffnung am 08.08.2008 in den diversen Disziplinen mitfiebern…

Gutes Stichwort

Die Disziplinen sind überhaupt ein gutes Stichwort, denn Käufer des Spiels dürfen sich in 38 (!!!) Disziplinen aus 10 unterschiedlichen Sportarten messen. Das Angebot reicht von den Bahndisziplinen (100m, 200m, etc. bis 1500m und Hürdenläufe) über Feldsportarten (Hoch-, Weit-, Stabhoch-, Dreisprung, Kugelstossen, Diskus, etc) bis hin zu Wassersport, Turnen, Schiessen und weiteren Sportarten. Zu den Exoten des Spiels zählen Tischtennis, Judo und Kajakfahren. Selbstredend setzt jede dieser zahlreichen Sportarten eine andere Steuerung und jede Menge Koordination voraus aber schon allein das Angebot an Disziplinen hat uns mehr als nur überrascht. Etwas Ã?bung gehört schon dazu, um wirklich alle Disziplinen zu beherrschen, denn viele erwarten nicht nur Kondition, sondern auch Präzision (Schiessen), Koordination (Hürden) oder einfach etwas Geschick (Tischtennis) aber das reichhaltige Angebot bringt viel Abwechslung, insbesondere wenn man mit einigen Freunden spielen kann.

Im Trainingsmodus kann man sich zunächst vertraut machen mit den Eigenheiten der Steuerung. Hierbei wird sich so mancher an Spiele wie “Summer Games” oder “Dailey Thompsons Decathlon” erinnert fühlen, wenn er in den 70ern geboren wurde. Denn auch bei “Beijing 2008” wird der Controller einem echten Belastungstest unterzogen. Beispiel: 100m Lauf. Unser Character steigt automatisch in den Startblock und dann muss man mit der L2 bzw. R2 Taste steuern, wann er losrennt. Sobald der Startschuss ertönt muss man dann einen der Analogstick möglichst schnell links- und rechts bewegen, damit der Sprint stattfindet. Das klingt einfach, doch am Ende der Strecke ist man tatsächlich körperlich selbst auch mitgenommen. Mag sein, dass es für den Controller auch keine einfach Ã?bung ist, aber es macht (schon allein aus nostalgischen Gründen) einen Riesenspass. Wer jetzt Angst hat, dass es beim 1500m ähnlich zugeht, der hat einerseits recht, denn die Steuerung ist vergelichbar, aber dafür reicht es auch etwas gemächlicher an die Sache ranzugehen. Erst auf den letzten Metern alles zu geben genügt für den Sieg.

Im Olympischen Modus geht man sehr realistisch an die Wettbewerbe ran. Erst erfolgt die Qualifikation mit der man sich für die Endrunde qualifiziert und dann kommt der eigentliche Höhepunkt. Jeder Tag setzt dem Spieler hierbei eine Mindestanzahl an Qualifikationen bzw. Medaillen die man erreichen muss. Gelingt dies nicht gilt das Spiel als verloren. Besonders in den Wettbewerben braucht man schon sehr starke Nerven, um nicht zu versagen oder vor lauter Frust aufzugeben. Aber dies liegt solchen Sportspielen inne, von daher sollte man mit ruhigem Gemüt an die Sache rangehen.

Grafik und Sound

Auch grafisch hat uns “Beijing 2008” überrascht. Die Animationen der Sportler sind bei einem solchen Spiel natürlich das A und O und man kann den Entwicklern nur ein großes Lob aussprechen, denn die Bewegungsabläufe der Athleten sind ziemlich realistisch und werden sicher auch ambitionierte Real-Life-Sportler überzeugen können. Hier wurde ganz offensichtlich großer Wert auf die Darstellung und die einzelnen Abläufe, beispielsweise bei den Sprungphasen des Weitsprungs, gelegt. Und auch sonst kann das Spiel punkten: Animiertes Publikum, sehenswerte Locations und coole Siegerposen. Wenn man unbedingt etwas bemängeln möchte, dann vielleicht das fehlende Intro und die Eröffnungsfeier oder aber die etwas zu “geleckte” (=sterile) Umgebung in den Stadien. Ansonsten aber ein guter Eindruck…

…der sich auch beim Sounddesign fortsetzt. Der treibende Pop-Rock Soundtrack animiert immer wieder zu Höchstleistungen und die Synchronsprecher können auch überzeugen. Auch die sonstigen Ingame-Soundeffekte sind gelungen und runden den guten Gesamteindruck vollends ab.

Fazit

"Beijing 2008" ist ein sehr gelungenes Sportspektakel. Ãœber 35 Disziplinen werden dich als Spieler fordern und auch deinen Controller vor ungeahnte Aufgaben stellen. Und auch wenn diese Art der Steuerung antiquiert erscheint - uns hat es viel Spaß gemacht. Daumen hoch, Sega!
Grafik
81%
Sound
82%
Gameplay
90%
Steuerung
84%

Gesamtwertung

85%

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