Battlefield Bad Company

2474 0 3 24. September 2008
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Titel:Battlefield: Bad Company
EAN:5030932061423
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2008-06-26

Ausnahmsweise wollen wir unseren Spieletest mit dem Fazit beginnen, aber bei SO einem Spiel wird man das sicher verstehen: Wenn mas das Wort “Sensation” vermeiden will, kann man “Battlefield Bad Company” auch als “saugeil”, “bahnbrechend” oder vielleicht noch als “Überraschungshit” bezeichnen. Eines steht fest: Das Spiel ist sicherlich der beste Sprössling der Battlefield seit langem und sicherlich auch einer der besten Ego-Shooter dieses Jahres. Selten war es ein solcher Genuß in “schlechter Gesellschaft” zu sein. Aber warum lassen wir nicht einfach den Helden der Geschichte zu Wort kommen? Wir dürfen vorstellen: Preston Marlowe…

Welcome to the Front

Hi. Mein Name ist Preston Marlowe und ich bin… wie soll ich das sagen….ich stecke ziemlich in der Scheiße. Wenn man an der Front landet ist man sozusagen immer ganz schön am Arsch aber mich hat es doppelt erwischt. Ich habe nämlich auch noch das Glück im 222. Batallion, der B-Company zu landen. “B”, das steht hier für “Bad Company”, ein Haufen von Verbrechern, Zivilversagern und sonstigen Barbaren, denen man in der Heimat nicht mal Beachtung schenken würde. Und jetzt bin ich Teil dieser “schlechten Gesellschaft” und darf mich gleich nach der Landung mit Sarge, dem Squadleader, Sweetwater, dem Technikspezialisten und Haggard, einem Sprengstofffanatiker auseinandersetzen. Die Jungs haben sogar schon Wetten darauf abgeschlossen, ob ich das Ende der Woche überleben werde. Wirklich ermutigend…

Während der Fahrt an die Front stellt mir Sarge die Jungs vor, als wir plötzlich in einen Hinterhalt geraten und ich tatsächlich beinahe den Löffel abgeben muss. Aber nur beinahe, denn diesen Gefallen tu ich meinen “Kameraden” nicht. In einem kurzen Tutorial lerne ich dann erstmal zu schiessen und mich gekonnt zu bewegen, was auch dank der intuitiven Steuerung schnell ins Blut übergeht. Nach einigen kurzen Gemetzeln zum Warmwerden treffen wir in den Einzelspielerkampagne auf einen Trupp Söldner die einen Haufen Gold hier irgendwo im russischen Grenzgebiet durch die Gegend karren. Naja, und wir dachten eben wir sind so nett und helfen den Jungs tragen. Diese Jagd nach dem Gold mag zwar nicht besonders patriotisch sein, aber wenn ich als reicher Man zurückkomme ist das ja auch nichts schlechtes. Das erinnert mich ein bisschen an den Film “Stoßtrupp Gold” mit Clint Eastwood und Donald Sutherland. Kennt den einer? Naja, lassen wir das…

Go for Gold

Das soll jetzt aber nicht so klingen als würden ich und meine Kameraden nicht zu kämpfen wissen. Wir nehmen natürlich auch diverse Dörfer ein, heben Artillerie-Stellungen aus und bewegen uns dabei nicht nur zu Fuß, sondern auch mit verschiedenen Fahrzeugen voran, wenn es die Mission zuläßt. Auf jeden Fall haben wir eine Menge Spaß, denn irgendwie ist unser Haufen eine ziemlich humorvolle Truppe. Gut, für uns mag nicht jede Mission zum Lachen sein, aber Außenstehende werden sich angesichts des humorvollen Plots sicherlich kringeln. Zum Glück sieht uns ja keiner…

Insgesamt hatte ich in meiner Zeit an der Einzelspielerfront sieben Missionen zu erfüllen, aber danach wartet natürlich die Multiplayer-Frontline auf mich. Zum Glück kann ich mich selbst heilen, wenn ich mal getroffen werden. Einfach schnell eine Spritze in die Brust gejagt und schon gehts weiter. Ich muss zugeben, dass ich auch manchmal ins virtuelle Gras gebissen habe. Aber was einen nicht umbringt macht einen nur stärker und so konnte ich meine Mission am letzten Checkpoint wieder aufnehmen.

Grafik und Sound

Die mich umgebende Physik ist eine Sache der Frostbite-Engine aus dem Hause DICE. Im Endeffekt bedeutet das für mich: Ich kann alles wegpusten, was da ist. Egal ob ich nun einen Baum mit meiner Wumme abholzen will oder einen Widersacher. Einfach draufhalten und das Ziel zerlegt es in seine atomaren Bestandteile. So lassen sich dann auch große Löcher in Häuserwände schießen und die Deckung des Gegners pulverisieren, bevor man in dessen Schussfeld kommt. Außerdem ist es hier echt schön. Dies gilt sowohl für meine Knarren, als auch für die komplette Umgebung.

Und auch auf die Ohren gibts einiges. Vor allem der Sound der Knarren gefällt mir und macht die Zeit an der Front zu einem echten Funerlebnis. Die Stimmen meiner Kameraden, die alle deutsch sprechen, sind ebenfalls sehr angenehm und passen prima zu ihrem Erscheinungsbild und zu den derben Sprüchen, die sie manchmal lassen.

Ok, Leute. Es war schön, dass ihr mich mal besucht habt, ich hoffe ich konnte euch meine Zeit hier etwas näherbringen. Mag sein, dass die “Bad Company” nicht der schönste Fleck der Welt ist, aber wenn ihr auf Action steht solltet ihr mich mal besuchen kommen. Es geht nichts über den Geruch von frischem Napalm mit einer Prise Gold. Überlegt es euch!

Fazit

Tja, danke Preston für diesen Rundgang und deine Sicht der Dinge. Kommen wir nun zum Fazit von uns, denn wir haben ja schließlich in seiner Haut gesteckt. Wenn mas das Wort "Sensation" vermeiden will, kann man "Battlefield Bad Company" auch als "saugeil", "bahnbrechend" oder vielleicht noch als "Ãœberraschungshit" bezeichnen. Eines steht fest: Das Spiel ist sicherlich der beste Sprössling der Battlefield seit langem und sicherlich auch einer der besten Ego-Shooter dieses Jahres. Selten war es ein solcher Genuß in "schlechter Gesellschaft" zu sein.
Grafik
92%
Sound
95%
Gameplay
95%
Steuerung
95%

Gesamtwertung

94%

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