Basketball Manager 2007

1589 0 0 24. September 2008
Gefällt mir!

Manager eines Basketball Vereins. Sogar wählbar aus nahezu unendlichen Mengen zur Verfügung stehender Vereine der Welt. Sie wählen ihren Lieblingsverein und arbeiten sich als voll und alleinverantwortlicher Herr über alle Optionen langsam aber sicher in der Gunst der Spieler, Fans und Sponsoren an die Spitze des internationalen Weltbasketballs. All das verspricht “Basketball Manager 2007” sowohl auf der Spieleverpackung als auch im Handbuch. Was davon zu halten ist, soll hier erläutert werden.

Datenbanken sind Managers Liebling

Zum ersten, ja es stimmt. Sie können aus einer unendlichen Flut von Vereinen einen oder auch mehrere auswählen um sie zu managen. Die dahinter liegende Datenbank ist wikrlich enorm riesig. Schön wäre natürlich gewesen wenn sich die Entscheidung in etwas mehr niederschlagen würde als einem Texthinweis am Bildschirm bzw. den Namen der Spieler. Aber grafisch reisst der BM2007 leider so gar nichts. Was hier als Grafik bezeichnet wird, war evtl. zu Zeiten eines C64 mal hitverdächtig. Als Bilder des Spiels lassen sich wohl nur der Startbildschirm und das Spielfenster nutzen.

Doch zurück zum Managerjob. Hat man ein Team erwählt, so geht es ans managen. Trainingsspiele müssen angesetzt werden, Trainingseinheiten dazwischen geschoben werden und eine Aufstellung braucht so eine Mannschaft natürlich auch. All das ist aber trotz der enormen Datenbanken wenig aufwendig sieht man von der Klickorgie ab. Dafür ist die Entscheidungsfreiheit weitestgehend umfassend. Was auch immer man tun möchte, man kann es tun. Tut man garnichts, so wird auch weitestgehend alles vom Rechner gemacht. Man verpasst also nicht unbedingt etwas.

Ob das dann Spass macht bzw. sich irgendwo direkt auswirkt sei mal dahingestellt. An dieser Stelle auch eine kurze Information zu den umfangreichen Datenbanken. Ja, es sind sehr sehr viele Mannschaften enthalten, ja, die Mannschaften enthalten auch viele aktuelle Spieler. Leider ist das Ganze nur an wenigen Stellen vollständig. So fehlen viele Namen selbst in den bekannteren Ligen und die Daten stammen natrurgemäß natürlich auch vom letzten bis vorletzten Jahr.

Und…… Action!

Ist dann alles soweit geschafft, solls endlich losgehen. Das versprochene Lifespiel wartet, die Echtzeitpartie. Also flugs in den Kalender geschaut wann den nun unser erstes Spiel stattfindet. Aha, in 3 Wochen. Nunja, wir wählen schnellen Vorlauf und los geht’s. Aber was ist das ? Das Programm schaltet in einen “Berechnungsmodus” und nun darf man getrost sein Lieblingsbuch herausholen. Denn jeder Tag wird anscheinend vollständig neu berechnet, was durchaus mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann. So können aus 3 Wochen schnellem Vorlauf durchaus auch mal 40 Minuten Wartezeit vor einem nichtsagenden Bildschirm werden. Ob dieses “feature” wohl verhindern soll dass man sich beschleunigt durch eine Saison arbeitet, sich also zwangsweise Zeit für die Planung nimmt ?

Das Spiel selbst läuft dann auf einem drögen Bildschirm ab, auf dem sich an den entsprechenden Passagen, sprich Anzeigetafel, die Daten verändern wenn etwas passiet. In etwa so aufregend wie ein Kricketspiel zwischen England und Australien oder eine nationale Meisterschaft im Synchronschwimmen. Leider auch nicht beschleunigbar, man wird also schon warten müssen bis das Spiel beendet ist und man aufs Neue in die Managertätigkeit einsteigen darf.

Fazit

Eine Verschlimmbesserung ersten Ranges. Der BM2007 stellt eigentlich nichts Neues dar, im Gegenteil. Altbekannte Features vermengen sich zu einem drögen und unübersichtlichen Geklicke und Gewarte vor dem PC. Da reisst auch ein Echtzeitspiel nichts mehr raus, dem es an Spannung so sehr mangelt, dass eine kurze Berechnung des Ergebnisses wünschenswert wäre.
Grafik
12%
Sound
12%
Gameplay
10%
Steuerung
10%

Gesamtwertung

11%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.