Spieletest: Agatha Christie – The ABC Murders (PS4)

3454 0 1 14. März 2016
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Titel:Agatha Christie - The ABC Murders - [PlayStation 4]
EAN:3760156480237
System:PlayStation 4
USK:Nicht geprüft
Label:Bandai Namco Entertainment Germany
Release:2016-02-12

Spiele mit Detektivarbeit, besonders spannender Story und relativ wenig Gameplay an sich sind derzeit wieder sehr modern geworden. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Hersteller wieder diesen Weg folgen. Agatha Christie: The ABC Murders ist nun gut einen Monat erhältlich und ordnet sich in die Kategorie der Point and Click Adventure ein. Ob das Spiel überzeugen konnte und wie viel Potenzial wirklich drinnen steht, wird in folgender Review geklärt.

Keine Pause – Die Pflicht ruft!

Der Protagonist des Spiels Hercule Poirot wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen und die „freie Zeit“ genießen. Schließlich hat man als Privatdetektiv sicherlich schon viel erlebt – irgendwann muss auch mal Schluss sein. Allerdings bekommt Hercule Briefe von einer geheimnisvollen Person, die seine Morde angekündigt. Da man solche Post natürlich nicht ignorieren kann geht es wieder zurück an die Arbeit. An dieser Stelle soll auch nicht mehr von der Story verraten werden, da die Spoilergefahr natürlich viel zu hoch ist! Ein Spiel wie Agatha Christie lebt natürlich von der Geschichte!

Gameplay

Wer schon Games wie „Sherlock Holmes“ gezockt hat, der wird sich auch hier relativ schnell zurechtfinden. Ihr werdet zu einem Tatort gerufen und müsst diverse Beweismittel und Utensilien finden und natürlich auch richtig zuordnen können. Meist müsst ihr in den einzelnen Räumen oder Gegenden sehr präzise darauf achten, dass ihr wirklich jeden Gegenstand untersucht. Jedes noch so unwichtige Objekt wie beispielsweise eine Kaffeetasse könnte hinterher sehr wichtig für euch werden.
Darüber hinaus müsst ihr später auch diverse Tresoren knacken und zum Teil sehr einfache Rätsel knacken können. Wer besonders gut im Spiel aufpasst sollte also keine Probleme damit haben. Wer allerdings trotzdem Probleme haben soll muss einfach kurz die Zeit abwarten, denn dann werden die Rätsel automatisch gelöst. Dies soll vor allem als Hilfestellung gelten und Frustmomente verhindern. Agatha Christie richtet sich aus diesem Grund besonders an die Neulinge, die noch nicht so viel Erfahrung in diesem Genre aufweisen können.
Damit Fälle auch komplett gelöst werden können, müssen auch Zeugen im Spiel befragt werden. Dadurch sammelt ihr zusätzliche Informationen des Täters und könnt später mit den richtigen Hinweisen, etwas grauen Zellen und mit den entsprechenden Hinweisen schließlich den Mörder stellen. Das Problem des Spiels ist allerdings, dass man als Spieler wirklich sehr wenig bis gar keine Freiheiten hat und alles komplett nach „Skript und Leitfaden“ abläuft.

Technik

Agatha Christie wurde komplett im Cel-Shading-Look gehalten und sieht durchaus sehr ansprechend aus. Die Schauplätze an sich sind sehr abwechslungsreich und sehr ansprechend gestaltet worden. Es macht einfach sehr viel Spaß die Gegenden zu erkunden und genauer unter die Lupe zu nehmen! Die angenehme Hintergrundmusik des Spiels sorgt dafür, dass man wirklich stets in Ruhe nach Beweisen und Hinweisen suchen kann. Auch hier haben die Entwickler sehr gute Arbeit geleistet. Die Synchronisation ist wahlweise auf Englisch oder sogar Französisch – für das bessere Verständnis sorgen deutsche Untertitel! Während die Technik also überwiegend Lob verdient, wurden die Hausaufgaben bei der Steuerung vernachlässigt. Insgesamt fühlt sich diese sehr schwammig und unpräzise an. Besonders, wenn man Schalter umlegen oder bestimmte Aktionen an Items durchführen muss, kommt etwas Frust auf!

Fazit

Agatha Christie: The ABC Murders hat gefesselt und besonders durch die Einsteigerfreundlichkeit sehr motiviert. Für alle Fans des Genres durchaus ein Pflichttitel!
Grafik
88%
Sound
84%
Gameplay
87%
Steuerung
68%

Gesamtwertung

77%

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