Spieletest: Afterfall: InSanity (PC)

3160 0 0 13. Januar 2014
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Titel:Afterfall Insanity: Enhanced Edition (PC DVD) [UK IMPORT]
EAN:5060199421463
System:Windows 7
Label:Lace Mamba

Nehmen wir eine Portion des Gameplays von “Dead Space”, einen Hauch der Story von “Fallout” und eventuell Teile von manch anderen Spielen. Was erhalten wir? “Afterfall: InSanity”, welches aus dem polnischen Studio “Intoxicate” kommt und sich fast ausschließlich aus bekannten Titeln wie bereits genannten zusammensetzt. Was aber nicht heißen soll, das “Afterfall: InSanity” nicht trotzdem Spaß machen kann.

Die Handlung

Wir schreiben das Jahr 2032. Vor genau 20 Jahren, also 2012, brach auf der Erde der Dritte Weltkrieg aus, wodurch die Erdoberfläche zerstört und vollkommen unbewohnbar wurde. Im Anschluss an diesen Krieg zog sich die Bevölkerung aus aller Welt in unterirdische Bunkeranlagen zurück, welche groß genug sind, um eigene Kleinstädte zu bilden. Wir spielen Albert Tokay und auch wenn der Name unseres “Helden” ziemlich einfach ist, können wir ihn uns einfach nicht besonders gut einprägen, da wir uns kaum für ihn interessieren. Wie dem auch sei. Doktor Tokay ist Gehirnklempner, bräuchte allerdings selbst psychische Hilfe. So plagen ihn Schlafmangel und Halluzinationen. Letzteres erinnert schon ein wenig an das Vorbild. “Dead Space”. Eines nervigen Arbeitstages werden wir in eine tiefergelegene Bunkerebene geschickt. Dort sollen seit geraumer Zeit die Menschen durchdrehen und wir sollen die Ursache feststellen. Gesagt, getan. Natürlich ist es nie so einfach wie es klingt. Die durchdrehenden Menschen entpuppen sich recht schnell als hirnlose Mutanten, die alles kurz und klein hacken, was ihnen im Weg steht. Und zu allem Überfluss ist Alberts Freundin Karolina in besagter Ebene des Bunkers unterwegs.

Gameplay

Zu Beginn unserer Expedition durch den Bunker kämpfen wir uns noch mit allerlei Nahkampfwaffen den Weg frei. Jedoch finden wir recht schnell Pistole und Schrotflinte plus Munition, weshalb die Nahkampfwaffen enorm in den Hintergrund rutschen und wir uns den Weg freiballern. Zu den Nahkampfwaffen sei allerdings gesagt, dass diese sich alle gleich anfühlen. Egal, ob Feuerwehraxt, Vorschlaghammer oder Metallrohr.

Und obwohl wir es hier mit einem Horrorspiel zu tun haben sollen, ist dies überhaupt nicht der Fall. Wo und wann Gegner auftauchen, lässt sich nach geraumer Spielzeit schon enorm einfach kalkulieren und aufgrund der bemerkenswerten Selbstheilung von Dr. Tokay kommt hier nicht besonders viel Horror auf. Denn, wie bereits gesagt, besitzen wir immer genügend Munition, sodass es niemals dazu kommt, dass wir uns mit wenig Gesundheit und ohne Munition durch einen engen Raum heulen.

Für Abwechslung in diesem ganzen Mutantengeballer sollen diverse belanglose Minispielchen (beispielsweise Hacken von Türsteuerungen) & QuickTimeEvents sorgen. Das geht allerdings ordentlich in die Hose und nervt einfach nur.

Grafik & Sound

Die Grafik ist ganz gut einzustufen. In etwa vergleichbar mit dem ersten Teil der “Dead Space” Reihe. Der Sound allerdings liegt weiter unten im Punktebereich. Kämpfe werden mit lauter Kampfmusik eingeläutet, sodass man sofort weiß, wann es zur Sache geht und allgemein ist das Spiel nie so ruhig und/oder atmosphärisch, dass Gruselstimmung aufkommt.

Fazit

Afterfall: InSanity wirkt mehr wie ein "Dead Space" Abklatsch und überhaupt nicht wie ein eigenes Spiel. Leider ist dies zum einen sehr auffällig und alles andere als innovativ und zum anderen macht es auch kaum Spaß und Lust auf mehr.
Grafik
74%
Sound
54%
Gameplay
58%
Steuerung
70%

Gesamtwertung

65%

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