Abyss Odyssey (Xbox 360)

3863 0 1 7. August 2014
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Inception mal anders

Aus Leonardo DiCaprios Film Inception wissen wir, dass es möglich ist in Träume einzudringen. Der Indie-Spieleentwickler ACE Team („Zeno Clash“, „Rock of Ages“) zeigt uns nun in “Abyss Odyssey”, dass es auch andersrum funktioniert.

In einer Mischung vom Elementen aus 2D-Platformern und Kampfspielen wird uns die Geschichte eines schlafenden Hexenmeisters erzählt, dessen Träume die störende Angewohnheit haben, real zu werden und den Menschen, in der Wirklichkeit das Leben schwer zu machen. Neben dem titelgebenden Abgrund (engl. „Abyss“) und seinen angriffslustigen Bewohnern, träumt er ebenfalls von Katrien. Wer sie ist und woher sie kommt erfahren wir im Spiel nicht. Nur wer nebenbei die Tagebuchseiten des Hexenmeisters sammelt erfährt mehr über die Hintergrundgeschichte von Katrien und dem Hexenmeister. Das Einzige, was wir über Katrien wissen ist, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, in den Abgrund hinabzusteigen und den schlafenden Hexenmeister aufzuwecken. Doch bevor sie dieses Ziel erreicht müssen zunächst ein paar Hürden genommen werden.

Die erste, kleinere Hürde stellt dabei der bei jedem Betreten anders generierte Abgrund mit seinen Bewohnern und Fallen dar. Dieser unterteilt sich in einfachere, mittlere und schwere Bereiche, was sich vor allem in den Kämpfen bemerkbar macht. Diese sind die zweite und wesentlich anspruchsvollere Hürde. Denn bis man das komplexe Kampfsystem und die schwerfälligen Combo-Angriffe einigermaßen drauf hat, ist man meist schon einige frustrierende Tode gestorben. Das liegt vor allem an dem sehr kurz gefassten Tutorial, welches sich lediglich mit den Grundlagen befasst. Wer Combos ausführen oder Angriffe parieren will, erlernt dies entweder durch ausprobieren oder das Nachlesen in Anleitungen und Online-Guides.

Ist der Einstieg geschafft, die ersten Level erreicht und ein paar Münzen gesammelt, können Katriens Überlebenschancen im Abgrund durch eine eher überschaubare Menge an Ausrüstungsgegenständen und Spezialfähigkeiten erhöht werden.

Mit der richtigen Ausrüstung und ein wenig Geschick schafft man es dann auch innerhalb von ein paar Stunden bis zum Hexenmeister. Hat man diesen besiegt, ist das aber noch kein Grund das Spiel zur Seite zu legen.

Ein Ansporn zum wieder- oder weiterspielen ist der Abgrund, der bei jedem Besuch neue Geheimnisse, Gegner und Schätze für den Spieler bereithält. Außerdem stehen, neben Katrien, zwei weitere freischaltbare Charaktere und jeder Bewohner des Abgrunds selbst als Spielcharakter zur Verfügung. Letztere können nämlich, durch eine Fähigkeit von Katrien, übernommen werden. So kann der Abgrund mit anderen Waffen und Fähigkeiten erneut durchkämpft werden.

Wem das noch nicht genug Ansporn ist, der probiert es im lokalen oder online Multiplayer. Dieser bietet die Möglichkeit entweder zusammen im Abgrund aufzuräumen oder sich gegenseitig die Waffen um die Ohren hauen.

“Abyss Odyssey” ist als Download für Xbox, Playstation und den PC verfügbar.

Fazit

Wer sich an der in Sammelobjekten versteckten Story nicht stört und sich vom komplexen Kampfsystem nicht entmutigen lässt, der wird mit Abyss Odyssey einige unterhaltsame Spielstunden verbringen. Für die Extraportion Spielspaß, sorgt dabei der lokale oder online Multiplayer-Modus mit der Möglichkeit zum gemeinsamen oder gegenseitigen Verkloppen.
Grafik
80%
Sound
70%
Gameplay
80%
Steuerung
70%

Gesamtwertung

75%

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