VDVC gründet Arbeitsgruppe zum Thema Game Accessibility

1070 0 4 7. Januar 2010
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Nachdem schon seit einiger Zeit intern über das Thema gesprochen wurde,
hat der Vorstand des Verbands für Deutschlands Video- und
Computerspieler (VDVC) nun die Gründung einer öffentlichen
Arbeitsgruppe für Game Accessibility beschlossen.

Mit Game Accessibility bezeichnet man das Bestreben, Videospiele
möglichst barrierefrei zu gestalten. Vor allem Menschen mit Behinderung
sind von vielen Spielen leider unnötigerweise ausgeschlossen. Durch
Hilfen wie Untertitel oder eine vereinfachte Steuerung können hier neue
Möglichkeiten geschaffen werden. Doch auch andere Spieler profitieren
von den Bemühungen: So ist leicht ersichtlich, dass durch Untertitel
spielen bei erhöhter Geräuschkulisse, zum Beispiel im öffentlichen
Nahverkehr, erleichtert wird.

Die neu geschaffene Arbeitsgruppe soll in Zusammenarbeit mit der
erfahrenen Special Interest Group der International Game Developers
Association, welche zum Thema Game Accessibility existiert,
Richtlinien für Spieleentwickler erarbeiten.
„Diese Richtlinien werden helfen, Barrieren frühzeitig zu erkennen und
diese schon im Vorfeld zu vermeiden“, so Sandra Uhling, Leiterin der
neuen Arbeitsgruppe.

Die Möglichkeiten, welche sich durch zugängliche Spiele offenbaren,
können eine wichtige Rolle für die Sozialisation der Betroffenen
spielen. Grade, wenn Interaktion mit Menschen schwierig ist, kann durch
Spiele sozialer Kontakt deutlich erleichtert werden, da sie eine
Gleichheit der Spieler ermöglichen und Vorurteile vermeiden. Doch auch
die Verbesserungen, von denen alle Spieler profitieren können, sind
nicht zu unterschätzen.

Bei der Erarbeitung solch grundlegender Hilfestellungen ist die Meinung
der Spieler besonders wichtig. Daher wurde unter accessibility@vdvc.de
eine Mailingliste eingerichtet, um unkomplizierte Mitwirkung zu
ermöglichen.

Weitere Arbeitsgruppen befinden sich bereits in Vorbereitung. So wird
als nächstes unter anderem das Thema Jugendschutz von Grund auf
angegangen. Dabei geht es um die Diskussion über Altersfreigaben nach
USK und PEGI sowie um die Praxis der Indizierung.


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