Kultur und Computerspiele im Einklang auf dem zweiten Living Games Festival in Bochum

687 0 1 2. Juni 2009
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Zum zweiten Mal fand in der vergangene Woche das Living Games Festival in der Jahrhunderthalle in Bochum statt. Über 600 Besucher konnten sich vier Tage lang im Rahmen der Initiative Kulturhauptstadt RUHR.2010 über die kulturellen und kreativen Aspekte von Computer- und Videospielen informieren. Schwerpunktmäßig befasst sich das Festival in diesem Jahr mit dem Thema Jugendschutz.

Feierlich eröffnet wurde das Living Games Festival am Mittwoch Abend, den 27. Mai, durch Veranstalter Aruba Events und Bernd Fesel, RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europas. Im Anschluss diskutierten Vertreter aus Industrie, Medienwissenschaft und Politik über die Notwendigkeit eines Jungendschutzsystems für Online-Games sowie der Förderung von Medienkompetenzen. Verschiedene Vorträge und Podiumsdiskussionen gaben den Besuchern am Donnerstag die Möglichkeit, sich ausführlich über Gewalt in Spielen zu informieren. Eltern konnten sich darüber hinaus täglich am Stand der GameParents.de e.V. über den verantwortungsvollen Umgang mit Computerspielen aufklären lassen und auch das beliebte und viel kritisierte Counterstrike anspielen.

Die dieses Jahr erstmalig ins Leben gerufene Independent Games Show bot Nachwuchsentwicklern, Studenten und Schülern die Gelegenheit, ihre Projekte einem breiten Publikum vorzustellen und bewerten zu lassen. Das beste Spiel wurde mit dem “Living Games Indepentent Award” ausgezeichnet. Mit ihrem 3D-Action-Adventure “Children of the suns” konnten die Studenten Frank Naggies, Vandad Mohammadi und Oleg Gorchkev der Mediadesign Hochschule die Besucher begeistern und sich den Sieg sichern. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten das Arcade Jump’n’Run “Paperrace”, ebenfalls ein Studentenprojekt der mdh, und das Physik-Geschicklichkeitsspiel “Building Blocks” der Gunia Studios. Der Gewinner des “Living Games Independent Award” wird automatisch für den Gamesload Newcomer Award im Dezember im Rahmen des Deutschen Entwicklerpreises nominiert.

Ebenfalls für ein Großereignis der Spielebranche qualifizieren konnten sich zwei talentierte Gamer am Stand der World Cyber Games. Der 18-jährige Bernd ‘Cypher’ Schäfer sowie der 20 Jahre alte Vitalij ‘break-2k’ Dadaschjanz setzten sich beim Guitar Hero Contest gegen die Konkurrenz durch und lösten damit ihr Ticket für das National Final der WCG. Beide haben in Leipzig auf der Games Convention Online die Chance auf einen Platz im Nationalteam für das Grand Final in Chengdu, China.

Das “Living Games Festival 2009″ hat jedes Ziel erreicht. Insbesondere durch die vielen wichtigen gesellschaftlichen Diskussionen konnten wir zahlreiche Menschen erreichen, die Spielen bisher eher skeptisch gegenüberstanden. Die enorme positive Resonanz zeigt, wie wichtig die kulturelle Auseinandersetzung mit Computer- und Videospielen ist. Nächstes Jahr werden wir das Festival deshalb um ein größeres Rahmenprogramm und um Gilden- und Spielertreffen erweitern. Darüber hinaus werden wir das Event für Lehrerfortbildungen anbieten. 2010 wird außerdem die in diesem Jahr begonnene inhaltliche Auseinandersetzung mit Spielen ganz klar im Vordergrund stehen”, so Stephan Reichart, Geschäftsführer des Veranstalters Aruba Events GmbH.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage unter: www.living-games-festival.de/ und www.ruhr2010.de/living-games-festival

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