Spieletest: Violett (PC)

2760 0 1 13. März 2014
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Titel:Violett
Label:Forever Entertainment S.A.
Release:2013-12-21

Aus dem Hause Forever Entertainment  S.A. erschien am 13. Dezember 2013 das Point and Click Adventure Violett für den PC und am 10. Februar 2014 auch für das Smartphone. Wir haben uns die PC -Version geschnappt und angespielt. Ob sich dieser Titel aus der Masse herausheben kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Handlung:

Mit ihren Eltern zog das junge Mädchen Violett aus der Stadt aufs Land und in ein großes altes Familienhaus. Dort, in ihrem Zimmer, entdeckt sie in einem Mauseloch ein Funkeln. Neugierig wie sie ist, greift sie mit der Hand hinein und diese kommt, samt Amulett, wieder zum Vorschein. Von diesen auf den nächsten Moment wird die junge Violett in eine magische Welt gezogen.

Hier beginnt unser Abenteuer um das Rätsel dieser mystischen Welt, wo wir plötzlich die Größe von einem Insekt haben und prompt auch unserer ersten Aufgabe, nämlich aus dem Käfig zu entkommen. Doch wir sind nicht allein, denn neben uns sitzt eine Fee – ebenfalls in einem Käfig gefangen. Wir sprechen sie an und sie erklärt uns in einer fremden Sprache, dass wir den Käfig schaukeln und sie berühren sollen. Das machen wir auch sogleich und erhalten von ihr die magische Fähigkeit, Dinge die in der Ferne sind, zu bewegen. Wieso sie sich dann nicht selbst befreit hat ist allerdings unklar. Aber wie auch immer.

Mit unserer neuen Fähigkeit bewegen wir eine Büroklammer zwischen einem zerbissenen Stromkabel und schalten den Schalter und somit den Strom an. Es sprühen an einer anderen zerbissenen Stelle Funken. Das Gestell fängt Feuer wodurch dieses einstürzt und wir fliehen können. Nach unserer Befreiung steht nun der Erkundung nichts mehr im Wege.

Gameplay:

Violett und die Bewohner der mystischen Welt kommen im 3D Stil daher, wobei die Welt teilweise im 2D geblieben ist. Besonders wie wir finden. Besonders ist ebenfalls die sehr aktive Steuerung. Wo Aktivierungen von Dingen in anderen Point and Click Adventures per einfachem Mausklick erfolgen, müssen wir hier die Maus auch in verschiedene Richtungen bewegen. Dadurch wird das Gameplay leicht aufgelockert und wirkt aktiver. Kommt der Spieler einmal nicht weiter, ist das auch kein Problem, denn pro Screen oder Level können wir, falls die Hinweisfunktion in den Optionen aktiviert ist, 4 Tipps in Form von Bildern in einer Sprechblase aktivieren. Hier gibt es allerdings ein sehr großes Manko. Oft hatten wir den Fall, dass wir selbst mit Hilfe nicht weiter wussten, weil die Bilder in der Sprechblase teilweise nichtssagend waren oder aber auch, dass selbst bei korrekter Ausführung einfach nichts geschah. Wir versuchten uns sogar wie auf dem Hinweis abgebildet korrekt zu positionieren. Somit wünschten wir uns sehnlichst das alte „Zieh das Item aus dem Inventar auf den Gegenstand“ Feature zurück.

Technik:

Nun kommen wir zum technischen Teil, dem wohl positivem Part des Spiels. Das Level- und Charakterdesign wirkt liebevoll und wir merken, wie sich die Artdesigner Mühe gegeben haben, eine mystische und magische Welt mit ebenso mystischen und magischen Wesen zu erschaffen. Unserer Meinung nach hätte es im klassischen Zeichendesign dennoch besser ausgeschaut. Teilweise bekamen wir auch einen Overflow an begehbaren Wegen oder zu aktivierenden Rätseln oder Items. Vielleicht keine neu erfundene Idee, denn in Alice im Wunderland läuft die liebe Alice auch als Zwerg durch die Gegend, doch nett ist es trotzdem. Ebenso toll ist auch der Soundtrack, welcher einfach zu dieser verträumten Welt passt.

Fazit

Eigentlich will niemand den Indieentwicklern auf die Füße treten - ein kleines Budget oder auch wenig Erfahrung - doch der kritisierenden Wahrheit muss auch Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Leute von Forever Entertainment S.A. haben mit ihrem Point and Click Adventure Violett ein Spiel erschaffen, welches wirklich schwer ist und kaum Hilfe bietet und die Hilfe, die geboten wird ist eben einfach schlecht umgesetzt. Hardcorefans dieses Genres werden hier vielleicht Gefallen dran finden, doch für Casualgamer ist dieser Titel wahrscheinlich die falsche Wahl.
Grafik
45%
Sound
65%
Gameplay
20%
Steuerung
20%

Gesamtwertung

38%

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