Tony Hawks American Wasteland

2416 0 1 24. September 2008
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Ja, wir mußten einige Monate warten bis “Tony Hawk´s American Wasteland” seinen Weg von der Konsole zum PC-Händler geschafft hat, aber angesichts so vieler vermurkster Konvertierungen der letzten Monate, kann man die Hoffnung haben dass sich Hersteller Neversoft die Zeit genommen hat, um eine fehlerfreie Umsetzung hinzubekommen. In den Straßen von Los Angeles erwartet uns nun also das neueste Abenteuer im Zeichen der Skaterlegende und ob sich der Kauf lohnt zeigt unser Spieletest.

Jede Narbe erzählt eine eigene Geschichte

Du hast dein Leben bisher in einer winzigen und unbedeutenden Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo der Vereinigten Staaten verbracht und hast nur einen Traum: Du willst nach Los Angeles und dort mit deinem Skateboard Furore machen. Als aufstrebender Star am Skater-Himmel kaufst du dir also dein Bus-Ticket nach L.A., aber dort angekommen vermöbelt dich erstmal eine Straßengang und deine Sachen werden dir zu all dem Pech auch noch geklaut. Mit ein paar Dollar in der Tasche ist es die junge Rockergöhre “Mindy” die uns erstmal die Regeln der Stadt (und des Spiels) erklärt. Nachdem wir uns erstmal ein neues Outfit zugelegt haben bringt sie uns mit einigen Skatern der City zusammen, die uns nun mit der Steuerung vertraut machen.

In diesem Storymodus geht es also darum eine ganze Reihe an Missionen zu absolvieren, angefangen beim Tutorial, welches dem Spieler die Grundzüge des Games nahebringt bis hin zu speziellen Einzel- und Zwischenmissionen, die nach und nach unsere Fähigkeiten steigen lassen. Neben diesem nett gemachten Story-Modus gibts auch noch den Klassik-Modus, bei dem wir einzelne Missionen nach und nach freispielen müssen. Ein Kooperativmodus und der Mehrspielermodus bieten Multiplayer-Spaß, sowohl an einem PC wie auch via Internet. Als besonderes Schmankerl gibts auch noch einen Baukastenmodus, bei man sich selbst seinen eigenen Moves, Parcours und Skater erstellen kann. Für langanhaltende Motivation ist also gesorgt.

Los Angeles – Die Stadt der Engel

Das komplette Spiel findet in 5 gross angelegten Arealen in Los Angeles statt: East L.A., Beverly Hills, Downtown, Santa Monica und last but not Least darf Hollywood natürlich nicht fehlen. Die Stadtteile sind hierbei komplett animiert, d.h. es gibt Passanten, Autos die den Weg kreuzen können, etc. Natürlich steht auch sonst in der Stadt allerhand herum, was man sich stets für einen gewagten Sprung zu Nutze machen kann: Vom Treppengeländer bis hin zur Grünanlagenbegrenzung kann alles erfahren bzw. ersprungen werden und fast alle Objekte in der Stadt sind so designed worden, dass sie irgendwie als Rampe genutzt werden können. Sehr praktisch.

Praktisch ist im Übrigen auch die Steuerung, die sich sowohl Neulingen der Tony Hawk-Reihe wie auch altgedienten Skater-Veteranen schnell erschließen dürfte. Ein Gamepad ist allemal von Vorteil, jedoch bietet auch die Tastatur einen guten Spielkomfort und mit dem gelungenen Tutorial sind die wichtigsten Moves schnell erlernt. Mit zunehmender Spieldauer werden die Combos natürlich stets komplexer und die Missionen immer schwieriger, so daß ab einem gewissen Punkt die Wiederholung von Missionen unausweichlich wird, aber alles in allem ist der Schwierigkeitsgrad angenehm bemessen worden.

Erstmalig in der Tony Hawk-Serie kann man sein Glück nun auch mit dem BMX versuchen. Hier muss man sich was die Steuerung angeht dann zwar nochmals umgewöhnen, weil sie komplett anders ausgelegt ist als das Fahren mit dem Board und auch die Fahrphysik ist (natürlich) eine gänzlich andere, aber insbesondere die Action mit dem BMX ist ein ganz besonderes Hightlight von “Tony Hawk´s American Wasteland”.

Grafik und Sound

Besonders überrascht dürfte der Konsolenbesitzer von der Grafik des PC-Pendants sein. Tatsächlich empfanden wir die Grafik eine ganze Ecke besser als bei der PS2-Version und als ob dies nicht schon genug wäre gibt es praktisch auch keine Ladezeiten mehr. Dies war bei den Konsolenversionen noch anders. Das Leveldesign wurde ja bereits oben gewürdigt und die besondere Detailverliebtheit in Bezug auf die Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Charakters sucht seinesgleichen.

Sowohl der Soundteppich im Spiel selbst, wie auch der Soundtrack zum Spiel, der mit vielen bekannten Skate/Surf-Bands aufwartet, kann absolut überzeugen. Von Out Boy bis zu Green Day ist alles geboten was das Skater-Herz erfreut. Die Sprachausgabe ist ebenfalls sehr gelungen, jedeoch leider nur in englischer Sprache. Deutsche Untertitel sind dafür vorhanden.

Fazit

Bessere Grafik, nach wie vor herausragender Spielspaß. So, und nicht anders, muss eine Konsolenumsetzung sein. "Tony Hawk´s American Wasteland" ist eine rundum gelungene Skatersimulation mit langanhaltendem Spielspaß und jeder Menge Action. Leicht zu erlernen und nur schwer wieder aus dem Laufwerk zu bekommen - Adieu Langeweile, hallo Tony.
Grafik
89%
Sound
85%
Gameplay
87%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

87%

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