Thrillville – Verrückte Achterbahn

1879 0 0 24. September 2008
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Titel:Thrillville: Verrückte Achterbahn (DVD-ROM)
EAN:0023272004774
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 6 Jahren
Label:LucasArts
Release:2007-10-18

Zuckerwatte, der Duft von gebrannten Mandeln und eine lange Karawane von Besuchern, die sich durch die hell erleuchteten Gassen zwischen Tombola und Neonlichtern hindurchschlängelt. Wir sind in einem Themenpark und was ist dort die wohl spektakulärste Attraktion? Genau: Die Achterbahn. In “Thrillville – Verrückte Achterbahn” aus dem Hause Activision/LucasArts sind diese wahrlich halsbrecherisch. Also müssen wir unseren ganzen Mut zusammennehmen und schreiten zum Test…

Aaaahhhhhhh!

Zu Beginn des Spiels gehts aber noch ganz ruhig zur Sache: Nach dem obligatorischen Anlegen eines Profils kann man sein virtuelles Alter Ego aus einer Reihe an vorgefertigten Charakteren auswählen und noch diverse Details wie Haarfarbe, Kleidung und weitere Äußerlichkeiten modifizieren. Hat man sich schick gemacht übernimmt man von seinem Onkel Mortimer einige Themenparks, die natürlich zu echten Goldgruben gemacht werden sollen. Hilfreich ist hierbei auch das ausschweifende Tutorial zu Beginn des Spiels, welches euch in 6 Kapiteln alles Wissenswerte rund um den Park und die Bedienung näherbringt. Hierbei erklärt euch ein hilfsbereiter Professor alle Details. Natürlich in gesprochenen Deutsch – Daumen hoch!

Am Ende dieses Tutorials ist man dann auch bereit für die Aufgaben, die einen erwarten. Hierzu kann man sich in seinem ersten Vergnügungspark frei bewegen und mit den Kunden auch interagieren. Das ist natürlich hilfreich um zu erfahren, was deine Besucher über das Angebot denken und wie man sie eventuell zufriedener machen könnte. Hunger, Durst, Harndrang – alle Bedürfnisse wollen gestillt sein und es ist deine Aufgabe für genügend entsprechende Lokalitäten zu sorgen. Die Steuerung ist dabei sehr einfach gehalten und man wird nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sicher keine Probleme mit der Tastatur- und Mauskombination haben. Die Menüs sind übersichtlich und nicht zu komplex verschachtelt.

Attraktionen wollen wir sehen

Das Spiel, welches leider übrigens kein “freies Spiel” als Modus kennt, sondern nur Missionen beinhaltet, zeichnet sich natürlich nicht nur durch das Parkmanagement aus, sondern auch durch die zahlreichen Attraktionen, die es zu sehen und zu bauen gibt. Das Angebot reicht vom Minigolf-Platz über diverse Stände bis hin zur ausgewachsenen Achterbahn. Dies hängt nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten und natürlich vom bebaubaren Platz ab, den man zur Verfügung hat. Zu Beginn des Spiels sind zudem viele Attraktionen noch nicht freigeschaltet und werden erst mit dem Erfüllen von diversen Primör- und Sekundärzielen freigegeben. Die Objekte lassen sich drehen und genauestens positionieren. Bei Achterbahnen hat man zudem alle Möglichkeiten diese zu designen, den Streckenverlauf zu beeinflussen und so die verrücktesten Konstruktionen zu erstellen, in die man selbst womöglich niemals einsteigen würde. Den Gästen aber macht es Spass und das ist das Wichtigste. Leider gibt es unserer Ansicht nach zu wenig Attraktionen, denn schon nach den ersten intensiven Spielstunden hat man alles schon gesehen. Dabei haben die Entwickler bei den Achterbahnen gezeigt wie erfinderisch sie sein können – das hat sich nur leider nicht auf die Anzahl an Attraktionen ausgewirkt.

Natürlich gibt es auch einige laufende Arbeiten in so einem Park. Technik ist anfällig und geht kaputt. Die Gäste sind gerne mal nicht ganz so umweltfreundlich wie man es sich wünscht und werfen den Müll einfach so irgendwohin. Gott sei Dank kann man sich hierfür Personal engagieren. Mechaniker, Putztrupps und viele andere Helfer stehen einem für diese Arbeiten zur Seite. Die KI ist zum Glück ganz ordentlich gelungen, so daß man einen Grossteil des Managements wirklich den Helfern überlassen kann ohne selbst jedem Stückchen Müll nachgehen zu müssen. Dennoch kann dieser Teil der Simulation mitunter schon nervig sein. Meist kann man sich nicht genug Personal leisten und je mehr der Park wächst, umso mehr Gedanken um diese Bereich muss man sich machen.

Grafik und Sound

Grafisch gesehen ist “Thrillville – Verrückte Achterbahn” in unseren Augen sehr gut gelungen. Die Locations und Objekte sind sehr schön umgesetzt worden und auch die Besucher des Parks sind schön animiert und realisiert. Überhaupt ist es eines der Highlights des Spiels, dass man seinen eigenen Park so elegant in der Ich-Perspektive begehen kann, das haben die Macher gut gelöst. Einzig die Texturen wirken bei manchen Objekten etwas lieblos.

Soundtechnisch hingegen kann man sich nicht beschweren. Sowohl Soundeffekte wie auch die Hintergrundmusik passen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und vermitteln echtes Rummelplatz-Feeling. Hervorzuheben ist die professionelle deutsche Synchronisation.

Fazit

"Thrillville - Verrückte Achterbahn" ist ein gelungener Vertreter einer ganzen Reihe von Vergnügungspark-WiSims. Was uns an dieser wiederum besonders gut gefallen hat ist der gelungene Mix an Features, Attraktionen, einer einfachen Steuerung und einer technisch makellosen Umsetzung. Negativ anzumerken bleibt uns nur die zu geringe Anzahl an Attraktionen/Ständen und die irgendwann einkehrende Monotonie bei Alltagsaufgaben. Das war aber ehrlich gesagt ein Manko bei allen Vertretern ähnlicher Spiele. So ehrlich sollten wir dann schon auch sein, wenn wir das bemängeln.
Grafik
78%
Sound
82%
Gameplay
79%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

80%

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