The Regiment (PC)

2156 0 3 24. September 2008
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Titel:The Regiment (DVD-ROM)
EAN:4012927071359
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Konami Digital Entertainment GmbH

Heutzutage reicht die Fantasie beim Spiele entwickeln nicht mehr aus. Konami treibt es aber sicher an die Spitze und engagierte kurzerhand den ehemaligen S.A.S-Veteran John McAleese als technischen Berater und stellte ihn den Entwicklern zur Seite. Das alles nur um auch wirklich sicherzugehen, dass Spiel und Realität nicht ganz so weit auseinanderliegen. Der Erfolg im Spiel sollte sich also unter Anwendung der entsprechenden militärischen Techniken der Wirklichkeit einstellen. Herausgekommen ist der taktische First-Person-Shooter “The Regiment”, den wir uns mal genauer ansehen wollen…

Phase 1: Training

Am Anfang steht immer das Training, das dem Spieler neben den Bewegungsmustern auch die ersten Taktiken näherbringen soll. In den Tutorial-Missionen hat man hierzu ausgiebig Gelegenheit und kann sich so schnell mit den verschiedenen Waffen und auch einigen S.A.S.-Techniken und – Prozeduren vertraut machen. Die Tutorial Missionen sind ganz ordentlich gemacht und helfen auch Genreneulingen schnell in die richtigen Schuhe. Diese ersten Übungen beschäftigen sich beispielsweise mit Raumsicherung. Mit Hilfe der Leertaste kann man dann aussuchen, ob man die Tür selbst aufmacht oder ob man aus strategischen Gründen besser 2 seiner Teamkameraden den Vortritt läßt. Danach schnell in alle Ecken schauen und noch ein “Frei!” in den leeren oder von Terroristen gesäuberten Raum rufen und schon steht der nächste Raum an.

Man merkt schnell, dass die Entwickler versucht haben ein möglichst realistisches Szenario aufzubauen. Wildes Rumgeballere ist hier völlig fehl am Platz und wird durch sofortigen Abbruch der Mission geahndet. Je nachdem wie gut man die Mission wird dies mit einem Wertungssystem von A bis E bewertet. Man sollte es immer auf ein C schaffen, sonst muß man die Mission wiederholen. Dieses Wertungssystem trifft auch auf die jetzt folgenden Hauptmissionen zu und zieht sich wie ein roter Faden durchs ganze Spiel.

Phase 2: Einsatz

In den Hauptmissionen befehligt man eine Gruppe von 4 Mann und bekommt zunächst in einer Einsatzbesprechung und in einem Video in dem John alles kommentiert zunächst mal erklärt worum es geht. Es gibt vier Szenarios: Die besetzte Iranische Botschaft, einen Bauernhof, die Londoner U-Bahn und das durch Skinheads okkupierte britische Parlament. Die Missionsabläufe stehen schon fest, das heißt einerseits dass es keine Planungsphase wie bei Rainbow Six gibt, aber man kann eben auch nicht von einem mehr oder weniger vordefinierten Pfad abweichen. Alternative Lösungswege gibt es demnach nicht.

Jedes Szenario umfaßt hierbei nochmals Unterszenarien. So kann man die Botschaft einmal über einen Eingang im Erdgeschoß und einmal über das Dach erstürmen. Genügend Terroristen hat es auf beiden Stockwerken, anders war ja nicht zu erwarten. Besonders zimperlich umgehen muss man mit den Terroristen auch nicht. Man kann sie zwar nett animiert in Handschellen legen, aber wer auf Nummer sicher geht und das Licht endgültig ausmacht wird nicht deswegen bestraft. Nur auf die Geiseln sollte man ein Auge haben, hier sollte keine zu Schaden kommen.

Aporopos Schaden: Der eigene erlittene Schaden und der Gesundheitszustand der Teammitglieder wird oben rechts am Bildschirm dargestellt. SO hat man immer schön im Blick wie es um einen selbst und die anderen bestellt ist. Wenn man selbst ziemlich “leer” ist sollte man sich dringend überlegen öfters mal die anderen ranzulassen, wenn es darum geht einen noch nicht gesicherten Raum zu betreten. Das mag zwar feige aussehen, aber die Mission gilt als gescheitert, wenn der Spieler fällt, von daher ist etwas “Mut zur Feigheit” durchaus anzuraten.

Phase 3: Die Umgebung sichern

Grafisch betrachtet ist “The Regiment” nicht Bundesliga aber auch nicht Regionalklasse. Die Grafik wirkt teilweise etwas behäbig, besonders die Animationen der eigenen Leute und der Terroristen erinnert einen manchmal mehr Klassiker der frühen Ego-Shooter-Klassiker, aber es treten keine echten Fehler auf und besonders die Außenareale sind sehr schön in Szene gesetzt. Unterm Strich ein durchaus sehenswertes grafisches Ganzes, aber eben nicht ganz mit den Genreprimi zu vergleichen.

Das Realismus groß geschrieben wird spielt im Game das Wort “Hintergrundmusik” gar keine Rolle. Es gibt schlicht keine. Man kann das jetzt so oder so werten, aber wenn man bedenkt was meine Ohren in anderen Games shcon ertragen mußten bin ich nicht unzufrieden, dass bei einem Taktik-Shooter drauf verzichtet werden konnte. Im Game selbst hätte das auch sicherlich nichts verloren und die Knall-und-Peng-Geräusche lassen ohnehin das Herz jedes Genrefans höher schlagen als jede Anreihung von Noten. Die Sprachausgabe ist gut gelungen, nur die Videos mit John McAleese wirken unfreiwillig komisch. Er steht da als wüßte er zwar über alles Bescheid, aber als würde er gleichzeitig vor die Kamera gezwungen. Technisch aber ist es gut gemacht.

Fazit

Bei "The Regiment" ist alles auf Realität getrimmt. Wer also auf simulationslastige Action steht, der dürfte durchaus Gefallen an diesem Taktik-Shooter finden. Das Spiel überzeugt vor allem durch diesen Aspekt, man merkt einfach, dass ein Profi als Berater tätig war. Technisch, vor allem grafisch, ist das Game bestenfalls Durchschnitt, aber man es drehen und wenden wie man will: Es macht einfach Spaß. Von daher: Antesten und wenns euch geht wie uns: Kaufen.
Grafik
76%
Sound
75%
Gameplay
80%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

78%

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