Spieletest: Talisman – Collectors Digital Edition (PC)

2673 0 1 25. November 2014
Gefällt mir!

Titel:Talisman Collector’s Digital Edition
EAN:4018281675356
System:Windows 7
Label:Headup Games
Release:2014-03-20

Talisman ist ein Fantasy-Brettspiel von Gamesworkshop aus dem Jahre 1983. Vier Editionen sind bereits erschienen und wir schauen uns nun die digitale Edition sowie die Singleplayer-Prologue-Ausgabe an.

Heldenmarkierung

Zu Beginn des Spiels wählt man eine Spielfigur aus. Die Palette reicht dabei von Krieger über Leprechaun bis Vampirjäger, wobei es in der Multiplayevariante eine etwas andere Auswahl gibt als in der Prologue-Edition. Zudem winkt die Mehrspielerversion mit mehreren Erweiterungspaketen, die die Auswahl auf stattliche 35 (und wahrscheinlich bald mehr) Charaktere anhebt. Jede Figur hat seine eigenen Startvoraussetzungen, Gesinnung, Werte und Spielmechaniken. Der Krieger zum Beispiel darf zwei Waffen führen und mit zwei Würfeln Kämpfe austragen. Der Leprechaun hingegen startet mit zwei Zaubern, kriegt 3 Gold in Wäldern und kann bei dem Wurf einer sechs herumteleportieren. Die Gesinnung entscheidet bei vielen (teilweise globalen) Ereignissen über das Endergebnis. Allen Charakteren gemein ist, dass sie über vier Werte verfügen: Kraft, Talent, Leben und Gold. Des weiteren sammelt man Spezialkarten, wie etwa Begleiter, Zauber, Gegenstände und Sonstiges.

Unterschiedliche Ziele

Im Singleplayer geht’s nach der Wahl des Helden an die Wahl des Abenteuers. Diese Abenteuer bestimmen in der Regel das Endziel einer jeden Figur und den meisten stehen sechs verschiedene zur Verfügung. Von diesen müssen fünf bestanden werden. Bei der Assassinenfigur etwa sollen sechs Gegner auf spezielle Art besiegt werden, während der Mönch eher passiv-agressiv einen Söldner anheuern und einen Kampf durch selbigen gewinnen muss. Im Multiplayer muss die Krone der Herrschaft auf der Spielfeldmitte erreicht werden. Dazu muss eine Talismankarte gefunden und ein bestimmter Zauber gewirkt werden. Apropos Ziele, auch Komplettionisten kommen auf ihre Kosten, den jede Figur hat eine eigene Achivementliste. Eine Partie mit einer Figur zu gewinnen ist da nur der Anfang.

Rechteckige Ringe

Das Spielfeld ist in drei Bereiche aufgeteilt: Der Außenring, Mittelregion und Kernfeld, in der im Multiplayer die Krone gebunkert ist. Zur Fortbewegung wird gewürfelt und es kann entschieden werden, ob man im oder gegen den Uhrzeigersinn ziehen will. Betretbare Flächen leuchten auf und geben Auskunft über das was passiert, sollten wir sie aufsuchen. Jedes Feld hat seinen eigenen Tücken, die dadurch beeinflusst werden, wie stark das Glück des jeweiligen Besuchers ist.

Spielfeldarbeit

Graphisch ist Talisman in beiden Varianten nicht sonderlich beeindruckend. Die Figuren sind zwar hübsch gezeichnet, rutschen aber animationslos über die Gegend. Auch die Sondereignisse sind eher spärlich animiert. Es wurde versucht, so nahe wie möglich an der Brettspielvorlage zu bleiben. Das ganze Geschehen optisch etwas mehr auszuschmücken hätte aber bestimmt nicht geschadet. Die Musik ist zwar nett (mystisch-folkloristisch angehaucht) trägt aber nur am Rande zum Spielerlebnis bei.

Fazit

Digitale Umsetzung eines Brettspielklassikers. Für Leute, die ungern die Kleinteile wieder einpacken.
Grafik
50%
Sound
50%
Gameplay
80%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

64%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.