Stalin Subway 2 – Red Veil

2969 0 0 24. September 2008
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Titel:Stalin Subway - Red Veil
EAN:3700046244341
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:FIP Publishing GmbH
Release:2008-01-03

Im Jahre 2005 erfreute uns Frogster bereits mit dem ersten Teil des Shooters, der uns 67 Punkte und folgendes Fazit wert war: “Unterm Strich ist “The Stalin Subway” ein ordentlicher Shooter, aber nur für echte Genreliebhaber. Es spielt sich im Wesentlichen wie Shooter, die bereits vor 10 Jahren erschienen sind, nur eben mit einer zeitgemäßen Optik und einigen sinnvollen Erweiterungen. “The Stalin Subway” wird insofern keinen Preis für Ideenreichtum in der Ego-Shooter-Szene gewinne, aber für eine 67er Wertung reicht es allemal”. Da sollte es doch mit “Stalin Subway 2 – Red Veil” möglich sein, in die Bronzeaward-Regionen vorzustoßen oder?

Stalin was yesterday

Die Hintergrundgeschichte zum Spiel ist schnell erzählt: Stalin? Tot. Moskau? Chaos. Ordnung? Pustekuchen! Nach dem Tod des Machthabers wollen nämlich plötzlich alle an die Macht und der Staatsapparat kommt dabei ganz schön ins Wanken. Inmitten dieser Wirren des Machtvakuums schlüpft der Spieler in die Haut der schönen Lena, die auf der Suche nach ihrem Ehemann Gleb Suvorov ist. Klingelts? Ja, genau. Gleb ist der Held des ersten Teils und hat sich damals auf der Suche nach seinem entführten Vater durch die Unterwelt Russlands gemetzelt. Diesmal scheint er selbst in der Klemme zu stecken, aber auch seine Frau ist nicht von schlechten Eltern und kann durchaus mit einer Wumme umgehen.

Die Story ist nicht gerade ein Paradebeispiel für Innovation in der Ego-Shooter-Szene, aber wenn wir ehrlich sind juckt uns das wenig, wir wollen Action. Also stürzen wir uns in die Schlacht und durchkämmen dabei verschiedene Häuser, Ruinen, Tunnelschächte und finden uns bisweilen auch mal unter freiem Himmel wieder. Das Ziel jeden Levels ist es möglichst unbeschadet am Endpunkt anzukommen und zwischenzeitlich kann man alles niederwalzen, was sich bewegt. Erst schiessen, dann fragen. Ich meine das wörtlich, denn leider kann unsere Heldin nicht besonders gut einstecken. Nach wenigen Treffern liegt die Gute am Boden und das kann sich angesichts der Schiesswütigkeit der Gegner sehr häufig wiederholen. In dieser Hinsicht ist das Spiel leider ziemlich “unbalanced” und bringt den Spieler mehr als nur einmal in die Nähe eines Nervenzusammenbruchs.

Dabei sind die Gegner nicht mal besonders intelligent, sondern stehen entweder zu lange rum (statt ihrem Kollegen zu helfen, der 10m weiter von mir gerade aufs Korn genommen wird) oder sie schießen blind in meine Richtung, obwohl ich noch nicht mal in der Nähe bin. Das führt dann zu einigen Kamikazeaktionen, die nicht selten suizidalen Charakter haben.

Grafik und Sound

Die Grafik wirkt etwas altbacken und könnte durchaus noch aus Zeiten des ersten Teils stammen. Die Waffen und auch ein Teil der Objekte sind recht detailverliebt in Szene gesetzt, leider dominiert etwas zuviel “Grau in Grau” das Spielgeschehen. Zu häufig landet man in dunklen Kammern, die allesamt zu ähnlich aussehen und dafür sorgen, dass man nicht mehr genau weiß, ob man schonmal da war oder nicht. Das plötzliche Verschwinden der Leichen (die niedergestreckten Gegner verschwinden unmittelbar nach deren Ableben) unterstützt diese Verwirrung sogar noch mehr. Das Leveldesign, welches so manche Sackgasse bereithält tu ein Übriges…

Soundtechnisch sind die Soundeffekte, zumindest mit Ausnahme der lächerlich leisen Handgranate, recht gelungen. Die Hintergrundmusik mit ihren russischen Gesängen ist in jedem Falle geschmackssache, passt aber thematisch voll ins Bild. Wem das zuviel ist, der kann sie glücklicherweise abstellen.

Fazit

Wir wollen eine Lanze brechen für "Stalin Subway 2". Während unsere Kollegen der anderen Magazine nicht über 30 Punkte gehen wollten müssen wir sagen, dass das Spiel trotz einiger Mängel vor allem im Bereich Leveldesign dennoch nicht gänzlich in die Hose gegangen ist. Wir haben schon schlechtere Shooter gespielt. Bessere allerdings auch. So bleibt uns eine Wertung leicht unterhalb des Durchschnitts und die Hoffnung auf einen Patch, der zumindest die Widerstandsfähigkeit der Heldin erhöht, denn allein das hätte unsere Wertung sicher deutlich erhöht. So aber ist der Frustfaktor aus verschiedenen Gründen (zu viele Kills, zu viele Sackgassen, Grau-in-Grau-Szenario) einfach zu hoch.
Grafik
42%
Sound
63%
Gameplay
26%
Steuerung
53%

Gesamtwertung

42%

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