Spellforce 2 – Gold Edition (PC)

4694 0 5 7. Januar 2013
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Titel:Spellforce 2 Gold (PC)
EAN:4020628971724
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Koch Media GmbH
Release:2010-03-12

Bei  „Spellforce 2 – Gold Edition“ handelt es sich um eine Zusammenfassung des beliebten Spiels „Spellforce 2 – Shadow Wars“ und dem Addon „Spellforce 2 – Dragon Storm“ aus dem Jahr 2007.

Allgemeines

“Spellforce 2” zeichnet sich durch einen soliden Mix aus Rollenspiel und Echtzeitstrategie aus. Das Besondere ist, dass der Spieler einen sogenannten Avatar besitzt, welcher seinen Charakter darstellt. Zu Beginn der Kampagne kann der Spieler relativ frei das Aussehen und den Namen des Charakters gestalten.

Klassen gibt es in “Spellforce 2” auch, diese werden aber durch sogenannte Skillbäume festgelegt, welche durch Leveln des Charakters mit Skillpunkten freigeschaltet werden können. Die Kombination ist frei wählbar (zum Beispiel Magier mit Plattenrüstung), jedoch erfordern im Baum weiter hinten gelegene freischaltbare Fähigkeiten, dass in vorherige Fähigkeiten eine Mindestanzahl an Punkten investiert worden ist.

Quests gibt es in “Spellforce 2” auch, welche ebenfalls nebst Erfahrungspunkte auch Ausrüstungsgegenstände für den Avatar bieten. Es ist möglich, seinen Charakter wie in einem typischen Rollenspiel mit Gegenständen auszustatten, die auch auf dem Bildschirm das Aussehen des Charakters entsprechend verändern. Nach längerer Spielzeit hat der Avatar mehr Zauber als Slots für den Schnellzugriff, wo sich der Spieler dann entscheiden muss, welche er jederzeit verwenden möchte.

Neben dem Avatar steuert man auch mehrere Gefährten, welche sich genauso wie der Avatar verhalten, aber immer ein paar Levels unter dem Avatar sind und auch nur 3 Slots für Fähigkeiten besitzen. Der Avatar selber ist ein Shaikan, der das Blut der Drachen besitzt, was bedeutet, dass er von Gefährten, die das auch besitzen, wiederbelebt werden kann und auch anderen das Blut geben kann, um sie wiederzubeleben. Im Spiel ist es dadurch möglich, seine Gefährten von überall der Karte zu seinem Avatar zu teleportieren.

Das Strategiespiel macht sich insofern bemerkbar, dass es in vielen Abschnitten des Spiels erforderlich ist, eine Basis aufzubauen. Dazu erhält man zu Beginn meist ein paar Arbeiter, wodurch sich ein Haupthaus bauen lässt. Weiterhin lassen sich strategietypische Gebäude wie zum Beispiel Kasernen oder spezielle Gebäude für die Ressourcen in “Spellforce 2” (Stein, Silber, Lenya) bauen. Zusätzlich zu diesen Einheiten führt man seinen Avatar mit den Gefährten ins Gefecht um zum Beispiel die Basis der KI zu vernichten.

Apropos KI, diese ist zwar nur bedingt schlau, was sich aber nur schwer bemerkbar macht, denn zum größten Teil spielt man keine Gefechte bei denen es um taktisches Vorgehen seitens der KI geht. Skirmish, also Gefechte im klassischen Sinn wie in Command&Conquer zum Beispiel gibt es jedoch auch. Hierbei ist kein taktisches Vorgehen der KI erkennbar, weil zum Beispiel jeder KI Spieler überall, wo es zunächst möglich ist, Vorräte abbaut – selbst bei Verbündeten in der eigenen Basis. Man sollte auch meinen, dass er seine Truppen zurückziehen würde, wenn seine Basis angegriffen wird, was aber leider auch nicht der Fall war.

Einen Online Modus gibt es auch, allerdings sind die offiziellen Server dazu heruntergefahren worden. Im Juni 2012 kam das Letzte (Standalone) Addon „Faith in Destiny“ heraus, welches nebst überarbeiteter Grafik und ein paar spielerischer Neuerungen wieder einen funktionierenden Online Modus bietet.

Handlung

In „Spellforce 2 – Shadow Wars“ erschüttert ein Bürgerkrieg die Dunkelelfen. Nachdem sich ein Teil des Volkes mit den sogenannten Schatten verbündet hat, startet diese Streitmacht unter Führung von einer Magierin Namens Sorvina einen Feldzug gegen die Völker des Bundes (Menschen, Zwerge, Elfen). Schattenlied flieht, während ihr Vater im Kampf getötet wird und trifft schließlich auf den Avatar. Gemeinsam mit Schattenlied ist es die Aufgabe des Spielers, den zerfallenen Bund erneut zusammenzuführen.

In „Dragonstorm“ beginnt die Portalmagie, welche die einzelnen Inseln verbindet, zu versagen, weswegen eine Massenpanik bei den Völkern ausbricht und Anarchie und Krieg deswegen an der Tagesordnung sind. Auf seiner Reise um das Geheimnis des Verschwindens der Magie aus den Portalen, entdeckt der Avatar Spuren von der Gruppe des Seelenträgers (Avatar aus Shadow Wars).

Grafik

Das Spiel ist nun schon ein paar Jahre alt, ist aber trotzdem noch schön anzuschauen. Die Karten sind mit Liebe gestaltet und lassen bei größeren Schlachten selbst modernere Rechner noch ins Stocken geraten,  wobei aber an dieser Stelle schlecht programmiert worden sein muss, vergleicht man heutige Mittelklasserechner mit den Anforderungen die der Hersteller auf der Verpackung fordert:

  • Intel Pentium IV 1,5 GHz,
  • 512 MB DDR-SDRAM
  • DirectX 9.0c,
  • Windows XP/ME/2000

Sound

Die Musik ist sicherlich Geschmackssache, lässt aber mit seinem klassischen Stil den Spieler ins Fantasyuniversum fallen. Schön ist es auch, dass alle Quests vollvertont sind. Selbst der eigene Avatar besitzt eine Stimme.

Ärgerlich ist es, dass es ein paar Bugs gibt, die bewirken, dass zum Beispiel die Kamera festfriert und ein erneutes Laden des letzten Spielstandes erforderlich ist oder dass eine Quest nicht zu Ende zu bringen ist, weil man im Dialogfenster festhängt. Man sollte also regelmäßig Speichern.

 Spielzeit

Je nachdem wie viel Zeit man sich lässt und ob man alle Nebenquests macht, ist eine Spielzeit von 70 Stunden durchaus realistisch. Mit dem Addon „Dragonstorm“ kommen nochmal gute 20 Spielstunden hinzu.

Übrigens: Das Spiel wurde unter Windows 7 Ultimate 64 Bit getestet und lies sich ohne Probleme installieren.

Fazit

Erstklassiger Mix aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel. Hier ist man viele "gute" Stunden beschäftigt! Schade, dass der Online Modus nicht funktioniert, sonst wäre es wohl ein "sehr gutes" Abenteuer. Trotzdem klare Kaufempfehlung!
Grafik
85%
Sound
82%
Gameplay
84%
Steuerung
87%

Gesamtwertung

85%

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