Sins of a Solar Empire

1614 0 1 24. September 2008
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Titel:Sins of a Solar Empire
EAN:4260089411494
System:Windows Vista
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:F+F Distribution GmbH
Release:2008-06-26

Der Rummel um “Sins of a solar empire” hat die Spieleredaktionen in Deutschland schon lange vor dem Release hierzulande erwischt. Kein Wunder, hat doch das Spiel in den USA kräftig abgeräumt und avanciert jenseits des Teiches schnell zu DEM Strategieknüller des Jahres 2008. IGN bringt es auf den Punkt: “In other words, if you like awesome strategy games, then you’ll love Sins of a Solar Empire.” und vergibt 89 Punkte. Ob wir auch dieser Meinung sind und warum soll unser Spieletest zeigen…

Am Anfang war der Planet

Zu Beginn jedes Spiels hat man grundsätzlich die gleiche Ausgangssituation. Man startet auf einem kleinen Planeten mit einer handvoll Schiffen und ein bisschen Knete. Danach kann man zunächst Metall- und Kristall-Asteroiden abbauen, die je nach Planet unterschiedlich zahlreich vorhanden sind und mit denen man sowohl den eigenen Stationsausbau, die Forschung und Entwicklung auf seinem Planeten vorantreiben sollte. Zusätzlich gibt es noch Geld in Form von Steuereinnahmen der eigenen Bürger. Das oberste Gebot lautet: Expansion. Denn neben uns gibt es noch andere Zivilisationen, die zeitgleich dasselbe tun und es läuft unausweichlich auf eine Konfrontation hinaus…

Die Expansion ist auch deswegen wichtig, weil man auf dem eigenen ersten Planeten nur eine bestimmte Anzahl an Gebäuden errichten kann. Zudem schreit auch die wachsende Schiffsflotte nach immer mehr Ressourcen und so wird man schnell gezwungen die Nachbarplaneten unter die Lupe zu nehmen und sie schleunigst einzunehmen. Zur Flotte gehören Fregatten, Kreuzer und Kampfschiffe, wobei einige erst erforscht werden wollen und rollenspielähnlich mit Erfahrungspunkten immer stärker werden und Spezialisierungen erfahren können.

Auf an die Front

Der Krieg ist unausweichlich und so kommt es dann auch früher oder später dazu, dass die Grenzen des eigenen Gebiets angegriffen werden und man selbst den Erstschlag eröffnet. Dabei gewinnt nicht selten der, der die meisten Schiffe aufwarten kann, was ein Zeichen guten Ressourcenmanagements ist. Andererseits sollte man die Qualität der Angreifer nicht unterschätzen, denn die Schiffe sind wie beschrieben wegen der Erfahrungspunkte keinesfalls immer ebenbürtig. So spielt dann auch die Taktik irgendwann eine gehörige Rolle und die richtige Positionierung der eigenen Truppenverbände sowie das geschickte Ausnutzen von Wurm-Löchern kann den Sieg bringen.

Besonders lobenswert ist die Gestaltung der Menüs und das gute Tutorial zu Beginn des Spiels. Trotz einer gewissen Komplexität schafft es das Spiel so auch Neulingen einen extrem einfach Spieleinstieg zu ermöglichen. Dies ist der Langzeitmotivation überaus zuträglich, da erste Frustrationen sicher ausbleiben werden, auch weil die Lernkurve steil und der Schwierigkeitsgrad moderat ansteigt. Für nimmersatte Profis ist der mitgelieferte Editor-Modus ein gefundenes Fressen und bietet neben stundenlanger Beschäftigung noch viele viele weitere Spielstunden auf selbstgetrickten Maps.

Grafik und Sound

Grafisch präsentiert sich “Sins of a solar empire” einerseits auf der Höhe der Zeit andererseits zweckdienlich. Die Optik verzichtet hierbei auf allzu große Special Effects, einfach weil man ansonsten bei Massenschlachten schnell die Orientierung und den Überblick verlieren könnte. Dennoch bietet das Spiel genug grafische Schmankerl, um auch verwöhnte Strategieexperten bei Laune zu halten. Hier hat man wirklich eine ausgewogene Mischung gefunden, die dem Spiel und dem Spielfluss sehr gut getan hat.

Und auch die musikalische und tonale Untermalung kann überzeugen. Dies betrifft sowohl den passenden Soundtrack als auch die nicht minder gefälligen Ingame-Soundeffekte. Alles in allem ein runder Eindruck…

Fazit

Jetzt kann man verstehen, wieso das Spiel in den USA so eingeschlagen ist. "Sins of a solar empire" ist pure Schlacht, Expansion und Strategie. So wünscht man sich das. Technisch überzeugend präsentiert und trotz einfachem Einstieg komplex genug, um auch Strategie-Gurus die eine oder andere Schweißperle abzuverlangen.
Grafik
80%
Sound
89%
Gameplay
90%
Steuerung
96%

Gesamtwertung

89%

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