RTL Winter Sports 2008 – The ultimate Challenge

2529 0 2 24. September 2008
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Titel:RTL Winter Sports 2008: The Ultimate Challenge
EAN:4018281370343
System:Windows 2000
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:RTL
Release:2007-11-29

Auch wenn der Winter auch dieses Jahr wieder auf sich warten lässt und außer der frühmorgendlichen Kratzerei der Windschutzscheiben keine weiße Pracht erkennen lässt, lassen sich die Spieleentwickler aus dem Hause 49 Games / RTL Sports nicht lumpen und hauen die Winterspiele gerade noch rechtzeitig in die Regale. Nach “RTL Biathlon 2008” (68%) wartet nun “RTL Winter Sports 2008” darauf rezensiert zu werden. Also knöpfen wir uns das von Anni Friesinger empfohlene Spiel mal vor und betrachten es unter dem Mikroskop…

The ultimate Challenge

Ins insgesamt 9 Sportarten und 15 Disziplinen kann man nun sein ultimatives Können unter Beweis stellen. Das wären zu nennen: Skilanglauf, Curling, Eiskunstlauf, Rodeln, Skeleton, Skispringen, Skifahren, Eisschnelllauf und Bobfahren. Bei manch einer der genannten Arten gibt es dann eben noch kleinere Variationen (Zweierbob und Viererbob, 500m- oder 1500m-Eisschnelllauf) aber im Wesentlichen spielen sich diese Abwandlungen gleich, so daß man mit dem Erlernen einer Sportart gleichzeitig das Ticket zur Teilnahme an mehreren Disziplinen erhält. Wie im wahren Leben also…

Es stehen im Spiel diverse Spielmodi zur Auswahl. Entweder ihr geht die Disziplinen in Einzelspielen an oder ihr wagt auch an eine Kampagne oder gar den Karrieremodus. Bei der Kampagne werden dem Spiel eine Reihe von Aufgaben gestellt, sozusagen Wegpunkte, die er zu durchlaufen hat. Diese Aufgaben können es allerdings mitunter schon ganz schön in sich haben. Mal muss man nur eine bestimmte Zeit unterbieten oder ähnliches, aber das klingt meist leichter als es ist. Immerhin verfügt das Spiel über drei Schwierigkeitsgrade von “leicht” über “mittel” bis “schwer” und man tut gut daran sich langsam hochzuarbeiten, weil der Frustfaktor sonst schon recht hoch sein könnte.

Noch ein Modus…

Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle den Karrieremodus, sicher ein Herzstück des Spiels., insbesondere für Sologamer. Mit einem Team startet man hier viertklassig und natürlich ist es das Ziel in die erste Liga aufzusteigen, um dort für Furore zu sorgen. In verschiedenen Wettkämpfen geht es darum möglichst viel Erfahrung und Siege zu sammeln, denn die dabei gewonnenen Erfahrungspunkte lassen sich über die 9 Disziplinen verteilen. Fast schon in Rollenspielmanier kann man damit seinen Recken aufwerten und bei geschickter Verteilung der Punkte allmählich zu einem ernsthaften Aspiranten auf eine Goldmedaille machen. Mit zunehmender Spieldauer und je näher man der ersten Liga kommt, umso anstrengender und fordernder wird dabei auch das Gameplay, denn der Schwierigkeitsgrad steigt mit an.

“Schwierig” ist auch die Steuerung. Besonders beim Eiskunstlauf, wo man nach einem vorgegebenen Zufallsmuster Tasten drücken muss. Auf die Reihenfolge der Sprünge kann man hingegen keinen Einfluss nehmen, eine Kür ausarbeiten? Fehlanzeige. Spaßig hingegen sind die Rodel- und Bobdisziplinen, die sich im Eiskanal auch recht einfach steuern lassen. Der Skilanglauf ist so wie man ihn sich vorstellt: Körperlich sicher anstrengend, aber irgendwie auch langweilig. Da ist natürlich der Biathlon, welcher heuer als separates Spiel erschienen ist, schon was anderes. Curling und Skispringen sind beide für unser Empfinden wieder reichlich knifflig zu erlernen, aber wer etwas Zeit mitbringt, der dürfte sich nach einer Weile wirklich sehr an den beiden Disziplinen erfreuen. Für uns sind diese beiden am besten gelungen und machen auch nach mehrmaligen Spielen noch am meisten Spass…

Grafik und Sound

Wenn einem die Wassertropfen vom Helm perlen während man todesmutig im Skeleton die Eisbahn herunterdonnert… Ja, das kann sich schon sehen lassen. Die Grafik im Spiel ist wirklich sehr gut gelungen und kann, wie beschrieben, mit einigen pfiffigen Details glänzen. Auch die Animationen der Sportler sind fast durchgängig gut gelungen und die stimmige Grafik in den Stadien vermag es sehr viel Atmosphäre ins heimische Wohnzimmer zu portieren.

Auch musikalisch muss sich der Titel nicht verstecken und bietet eine unauffällige (optional abschaltbare) Hintergrundmusik und passende Soundeffekte zu den Disziplinen. Das Kommentatoren-Duo macht seine Arbeit zwar ganz gut, aber schon nach kurzer Zeit wiederholen sich die Ansagen, was zwangsläufig dazu führt, dass man die Kameraden ebenfalls stummschaltet. Gelungen sind dafür auch die Zuschauer, die den Sportler lauthals zurufen und sie ordentlich anfeuern.

Fazit

Du vermisst den Schnee? Dann hol dir "RTL Winter Sports 2008"! 9 Sportarten und 15 Disziplinen warten darauf von Dir beherrscht zu werden und wenn Du einen Funken Begeisterung für Wintersport aufbringen kannst, dann dürfte dir das Spiel auch ganz gut gefallen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar happig und die Steuerung ist nicht immer optimal gelöst, aber einige Disziplinen sind wirklich sehens- und spielenswert und machen das Game so immerhin zu einem Bronzeanwärter.
Grafik
80%
Sound
76%
Gameplay
83%
Steuerung
66%

Gesamtwertung

75%

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