RIP Hells Army (PC)

2439 0 2 24. September 2008
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Spiele für zwischendurch gab es immer schon, gibt es immer noch und sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch niemals totzukriegen sein. Gerade in Zeiten, in denen intensives und zeitaufwendiges Spielen in Onlinetiteln oder kniffligen Adventures geradezu ein Muss für jede Spielesammlung sind, bieten sich kurzweilige Spiele ohne grosse Eingewöhnung und aus sehr kurzen Abschnitten bestehende Unterhaltungsspiele an. FIP, ein recht neues Label auf dem Markt, bedient diese Nische mit verschiedenen (geplanten) Titeln von denen der erste, RIP Hells Army, gerade erschienen ist.

Shooter oder nicht ?

Ego-Shooter verspricht die Genre Zuordnung für RIP. Shooter stimmt, Ego na ja. Wer nun erwartet a la Doom und anderer Titel durch ein Gelände zu wandern und dabei mit martialischen Waffen angreifende Gegner zu vernichten, liegt nicht ganz falsch aber auch nicht ganz richtig. Angreifende Gegner ja, martialische Waffen ja, aber wandern ? Im Gegensatz zum herkömmlichen Wald- und Wiesenshooter ist die Perspektive bei RIP eine ordinäre Draufsicht. Jawohl, von oben wird gespielt. Wem das irgendwie bekannt vorkommt, der hat wahrscheinlich bereits vor 20 Jahren und mehr diverse Spielhallen von innen gesehen und an den dort aufgestellten Arcadeautomaten so manchen Level diverser Ballerorgien durchgespielt.

Den nichts anderes ist RIP. Ein durch und durch einfach gestricktes Spiel dessen einziger Lebensinhalt es ist, mit Hilfe von rauchenden Kanonen, angreifende Horden von Gegnern niederzustrecken. Das Ganze im klassischen Arcadestil. Also, Levelstart, Gegner erscheinen wellenweise in vorbestimmten Zeitabständen und müssen vom Bildschirm gefegt werden bevor sie lebenserhaltende Teile des Protagonisten … Aehh, ja, was eigentlich ? Anknabbern ? Wegbeamen ? Niemand weiss nichts Genaues. Jedenfalls ist es für die Lebensanzeige eher wenig förderlich die Gegner an sich rankommen zu lassen. Also, sobald sie auftauchen, radiert man sie per Maus weg.

Und bist Du nicht willig…

Zu Beginn des Spiels, darf man an einigen wenigen Optionen schrauben, etwa Bildschirmauflösung, Hintergrundmusik und Sound. Danach wählen wir einfach einen der drei Protagonisten, die sich, wie nicht anders erwartet, durch die Wahl der Waffen sowie die einsetzbaren Spezialangriffe unterscheiden. Das dabei aus der Vorgelperspektive nichts Spektakulär Unterschiedliches herauskommen kann, kann man sich denken. Wir stehen also mit Tod (oder Halloween oder Rock’n Roll) im Raum, sprich Level 1, und unsere Waffe ist eine pixelgrosse Linie die sich per Maus rund um die Figur steuern lässt. Schon erscheinen die ersten Gegner und werden per Mausklick perforiert. Dabei hinterlassen sich je nach „Modus“ entweder so etwas wie rote Hinterbleibsel oder Blümchen auf dem Schirm.

Nach einer absehbaren Zeitspanne erscheinen die nächsten „Gegner“ die sich meist nur durch ihre Orientierungslosigkeit auf dem Bildschirm oder ihr „Angriffsmuster“ unterscheiden. Sind alle Einheiten einer solchen Welle vernichtet bleibt schon mal ein Bonusgegenstand unter der letzten Pixelleiche zurück, den wir uns per Mausklick einverleiben. Daraus erwächst dann, wer hätte das gedacht, ein Extraleben, eine veränderte Schussfolge unserer Waffe oder diverses anderes. Also genau das, was man eben erwartet wenn man die ersten 10 Sekunden des Spiels gesehen hat. Besiegt man alle Gegner eines Levels, erscheint eine kurze Statistik, die uns darüber Auskunft gibt wie oft wir geschossen und getroffen haben und sogar wie viel % Treffer das macht.

Fazit

RIP überzeugt nicht wirklich und zwar in keiner Disziplin. Weder grafisch noch akustisch gibt es irgendetwas das Besonders zu erwähnen wäre. Die Steuerung ist präzise, allerdings war dabei auch nichts wirklich Schwieriges, da man eh nur mit der Maus auf den Bildschirm klicken kann. Die „Blutorgie“ will sich nicht so recht einstellen und ob man schliesslich in Level 40 mehr erwarten kann als in den 39 Leveln vorher, sei mal dahingestellt. Als Vollspiel wäre das Ganze ein schlechter Witz, aber in der „Mal eben so zwischendurch“ Kategorie und zu dem angepeilten Preis mag es für den einen oder anderen in Betracht gezogen werden. Aber ganz ehrlich, wer es nicht spielt hat wirklich nichts verpasst.
Grafik
38%
Sound
31%
Gameplay
39%
Steuerung
34%

Gesamtwertung

38%

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