Rainbow Six 3 – Raven Shield

3130 0 0 24. September 2008
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?Hände hoch und auf den Boden. Keiner bewegt sich!?. Nein, der Autor hat keine psychotische Persönlichkeitsstörung. Jedenfalls wurde bisher keine festgestellt. Es geht hier um das Spiel ?Rainbow Six: Raven Shield?. Dabei übernimmt man das Kommando über eine Anti-Terroreinheit, die immer dann gerufen wird, wenn die Situation auswegslos erscheint. Und wie wir alle aus amerikanischen Mainstream-Filmen wissen, gehört es zum Guten Ton als Anti-Terroreinheit ?Hände hoch und auf den Boden. Keiner bewegt sich!? zu schreien, wenn mal wieder ein Haus gestürmt wird.

Alle auf den Boden

Der Spieler muss sich in insgesamt 15 Einsätzen als Anführer der Elite-Einheit bewähren. Zusätzlich stehen in der Gold Version, dank eines mitgelieferten Add-Ons, noch weitere Missionen bereit. Das Leben eines Anführers ist nicht leicht. Man wird quer durchs Land gescheucht. Heute Südamerika, morgen die Schweiz und ein andermal irgendeine abgelegene Fabrik. Bevor die Mission beginnt, wird man in einem kurzen Briefing mit der Situation bekannt gemacht. Dank der schönen 3-D-Karten kann man sich den Einsatzort in Ruhe anschauen. Zusätzlich gibt es noch Infos zum politischen Background der Geiselnehmer.

Nachdem man sich mit der neuen Situation bekannt gemacht hat, muss man ein Team zusammenstellen. Man kann insgesamt drei Teams zu je vier Mann mitnehmen. Manchmal wünscht man sich ein größeres Team. Aber Ihr wisst schon, Stellenabbau gibt es überall. Also nur die Ruhe, es ist auch mit ?nur? 12 Mann machbar. Die Einheit braucht natürlich auch eine Ausrüstung. Diese kann vom Spieler ebenfalls individuell zusammengestellt werden. Die Einheit sollte man mit Bedacht zusammenstellen. Jeder Elite-Soldat hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Der Eine kennt sich gut mit Sprengstoff aus, der Andere ist ein guter Scharfschütze. Wenn wir schon beim Thema Waffen sind: Es stehen 57 Waffen bereit. Ob Pistole, Sturmgewehr oder Schrotflinte. Alles was das Herz begehrt ist hier zu finden. Natürlich gibt es auch Granaten, Türsprengsätze oder Herzschlagsensoren, die man auch aus älteren Rainbow Sixt Versionen kennt.

Eine Kerze für Gott, eine für den Teufel

?Rainbow Six: Raven Shield? versucht sowohl die Actionfans als auch die Taktiker unter uns zufrieden zustellen. Die Actionfans finden den Planungsmodus oft Langweilig. Die Taktiker hingegen finden es super, dass sie fast jeden Schritt genau planen können. Hier werden beide Parteien glücklich sein. Es ist möglich das Spiel komplett ohne Planungs-Modus durchzuspielen. Wer also lieber auf die ?Rambo-Taktik? setzt, kann es gerne tun.
Sobald der Einsatz beginnt, übernimmt man die Rolle eines Teammitglieds. Man tastet sich vorsichtig heran und? PENG. Ihr liegt am Boden und das Team schreit ?Mann am Boden? Im echten Leben wäre man ziemlich am? Boden! Macht ja nichts, es ist nur ein Spiel. Also wechselt man automatisch zum nächsten (lebenden) Teammitglied und ist wieder dabei. Damit sowas nicht oft passiert, sollte man sein Team mit einbeziehen und es nicht im Alleingang probieren. Aber das muss der Spieler für sich entscheiden. Ich habe Euch jedenfalls gewarnt!

Bei jedem teambasierten Taktik-Shooter spielt die künstliche Intelligenz eine große Rolle. Verblödete Teammitglieder sind genauso ärgerlich wie schwachsinnige Feinde. Zum Glück ist das hier nicht der Fall. Sowohl das Team als auch die Feinde sind sehr clever und verhalten sich durchaus realistisch. Sie gehen selbständig in Deckung, laufen weg oder suchen auch mal nach einem alternativen Weg. Wenn man also die Planung und Umsetzung vergeigt, kann es schon mal vorkommen, dass die arme Geisel daran glauben muss. Dann fängt alles von vorne an. Und das Beste ist: Die Gegner wechseln nach jeden Neustart auch tatsächlich ihre Position. Es wird also keineswegs leichter, wenn man von vorne anfängt.

Was für die Augen und Ohren

Das Spiel baut auf der Unreal 2-Engine auf. Somit kann man trotz des Alters, nicht meckern. Selbst für heutige Verhältnisse ist die Grafik wirklich gut. Gelungen sind insbesondere die Explosionen. Die Spielfiguren wirken real und man hat sich wirklich Mühe bei den Details gegeben. Akustisch sind wir genauso begeistert. Dank EAX- Unterstützung bietet Rainbow Six einen räumlichen Klang. Die Musik ist grandios und untermalt das Spielgeschehen ideal. Das sorgt für die richtige Atmosphäre im Spiel und lässt die Spannung steigen.

Fazit

Ein guter Taktik-Shooter, der den Spieler wirklich mitreißen kann. Nicht nur Fans der Vorgänger werden begeistert sein. Dank der einfachen und Verständlichen Menüführung dürften auch Anfänger keine Probleme mit der Bedienung und Planung haben. Und wer mal keine Lust auf Planung hat, der kann bei ?Rainbow Six: Raven Shield? darauf verzichten. Ein Spiel, das sich den Wünschen des Spielers anpasst. Perfekt!
Grafik
79%
Sound
89%
Gameplay
88%
Steuerung
91%

Gesamtwertung

87%

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