Painkiller Overdose (PC)

3130 0 0 24. September 2008
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Was haben Unreal Tournament, Doom und Painkiller gemeinsam? Alle drei sind ?Ballerspiele? ohne eine echte Story oder Abwechslung im Handlungsverlauf. Nein, das soll jetzt kein Kreuzzug gegen Killerspiele werden. Die genannten Spiele haben noch mehr gemeinsam: Sie waren alle ein voller Erfolg und gehörten zu den meistgespielten Games. ?Painkiller Overdose? ist der Nachfolger von ?Painkiller?. Ursprünglich war es nur ein Mod. Nachdem es jedoch von Dreamcatcher aufgekauft wurde, hat man den Titel, mit mehr Features, als Vollpreisspiel in den Handel gebracht. Kann das Spiel tatsächlich überzeugen?

Der Lichtbringer

In Painkiller Overdose schlüpft der Spieler in die Rolle von Belial, dem Sohn des Himmels und der Hölle. Belial ist halb Engel und halb Dämon. Sein Auftrag: Dem Teufel das Handwerk legen. Das Spielprinzip ist sehr einfach: Nachdem das Game gestartet ist, betritt man eine Karte in der unmengen von fiesen Monstern uns zu Hackfleisch verarbeiten wollen. Die Aufgabe des Spielers ist es, die Viecher über den Jordan zu befördern. Ein Echter Shooter eben. Durch insgesamt 17 Level muss man sich durchkämpfen bis man auf Lucifer persönlich trifft. Hier kommt es dann zum großen Showdown. Painkiller Overdose versucht in den 17 Leveln für Abwechslung zu sorgen, was durchaus gelingt. Die Schauplätze reichen von Ägyptische Landschaften bis hin zum brennenden Rom. Bei dem Waffen hat man sich auch einige nette Sachen einfallen lassen.

Wie es sich für einen Shooter gehört, findet man eine Schrotflinte oder Maschinengewehr. Es gibt aber auch extravagante Waffen wie z.B. einen spuckender Totenkopf. Einfach drauflos ballern ist nicht empfehlenswert. Die Entwickler haben mit bei der Munition gespart. Dumm gelaufen wenn ein Monster angelaufen kommt und die Munition gerade ausgegangen ist. Fehler kann man sich hier nicht erlauben. Der normale Schwierigkeitsgrad hat es in sich. Damit es nicht so schnell langweilig ist, haben die Entwickler an kleine Herausforderungen gedacht. Diese liegen darin Münzen zu finden oder ein Level mit einer Waffe durchzuspielen. Aber auch Seelen lassen sich sammeln. Wenn Bellial eine bestimmten Anzahl gesammelt hat, kann er sich in einen Dämon verwandeln. Der Vorteil: Gegner können deutlich schneller getötet werden. Mit Blut wird hier nicht gespart.

Ende gut, alles gut?

Wer den Einzelspieler-Modus durchgespielt hat, sollte sich den Mehrspieler-Modi anschauen. Online stehen verschiedene Spielmodi zur Auswahl: Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag. Das übliche eben. Auf einer Karte können maximal 16 Spieler gegeneinander antreten. Da die Karten relativ klein sind, kommt es schon bei wenigen Spielern zum Chaos. Die Steuerung kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Sie ist einfach zu bedienen und so wie man es von Shootern kennt. Painkiller Overdose hat eine etwas veralltete Pain-Engine. Dadurch ist er der Konkurrenz, was die Grafik angeht, unterlegen. Die Figuren wirken pixelig und schlicht. Die Texturen können auch nicht überzeugen. Dann muss doch wenigstens das Laden flott gehen.

Doch, weit gefehlt. Das Laden dauert, für diese Grafik, eine halbe Ewigkeit. Auf unserem Testrechner lief Call of Duty 4 auf höhster Einstellung flüssig und die Ladezeiten waren um Welten kürzer als bei Painkiller Overdose. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Vorallem wenn man von den Monstern Platt gemacht wird. Dann heißt es wieder warten. Die Ladezeit ist ein richtiger Spaßkiller. Während es Spiels läuft im Hintergrund eine Mischung aus Metal und Techno. Die Musik kann überzeugen. Anders als die Waffen. Hier schwankt die Wertung zwischen ?Super? und ?Was ist das denn??. Die Sprachausgabe nervt mit ihren immer wieder sich wiederholenden Sprüchen. Insbesondere die Kommentare von Belial.

Fazit

Painkiller Overdose ist weder ein gutes noch ein schlechtes Spiel. Es ist ein Ego-Shooter der ohne echte Hintergrundgeschichte auskommt. Die Grafikengine ist veraltet und die hohen Ladezeit wirken abschreckend. Wer ein Spiel für zwischendurch sucht, beispielsweise um unkompliziert eine Runde zu ballern der kann zugreifen. Alle anderen die Wert auf eine Story legen und denen eine gute Grafik wichtig ist: Besser Finger weg!
Grafik
51%
Sound
63%
Gameplay
71%
Steuerung
82%

Gesamtwertung

66%

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