Officers

6451 0 1 26. September 2008
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1.500 Einheiten auf Schlachtferldern mit einer GEsamtgröße von 26 Quadratkilometern, das klingt wie das “El Dorado” für Echtzeitstrategiefans – und genau diese sollten jetzt die Lauschlappen auf Empfang stellen, denn mit “Officers – Operation Overlord” präsentiert uns Peter Games sein neuestes Strategiespiel und verspricht dabei “unerreichte Dimensionen und gewöltige Kämpfe”. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen selbst an die Front zu eilen und dies unter Einsatz unseres Lebens zu überprüfen.

Der altbekannte D-Day

Wie die meisten 2. Weltkrieg-Spiele beginnt man auch bei ‚Officers‘ mit der alliierten Invasion in der Normandie – dem D-Day. Sie erhalten etwa fünf Infantrie-Einheiten mit denen Sie nun die befestigten Deutschen Stellungen zerstören müssen, um den Weg für weitere Unterstützung zu bahnen. Sobald das geschafft ist, kommt die auch schon. Mit ein paar Panzern und weiteren Infanterie Einheiten gerade genug, um den nächsten Sektor zu erobern. In “Officers” ist die Karte in verschiedene Sektoren eingeteilt mit je einem Hauptstützpunkt. Sobald man den Hauptstützpunkt erobert hat, zählt der ganze Sektor zum eigenen Gebiet und man hat die Möglichkeit neue Einheiten anzufordern, die dann direkt vom nächstgelegenen, eingenommenen Stützpunkt kommen. Durch das Einnehmen dieser Sektoren erhält man auch mehr Ressourcen, mit welchen man weitere Einheiten anfordern kann. Man kämpft sich jedoch nicht alleine durch die Deutschen Reihen. An Ihrer Seite unterstützen Sie gleichzeitig noch die Briten, die durch die KI übernommen werden. So können Sie sich bei schwierigen Zielen gegenseitig aushelfen.

Für Anfänger ist das Spiel zuerst sehr komplex. Nach dem Tutorial merkt man jedoch, dass die Möglichkeiten doch nicht so gross sind wie es zu Beginn ausgesehen hat. Mit mehr als 70 verschiedenen Einheiten ist das Spiel dennoch sehr vielseitig. Darunter befinden sich verschiedene Panzer, Flugzeuge, Flakgeschütze, Aufklärungsfahrzeuge, Nebelwerfer, Infanterie-Einheiten usw. Da man feindliche Fahrzeuge einnehmen kann, können sie auch deutsche Nebelwerfer oder Königstiger ausprobieren. Weiterhin kann man Luftunterstützung, Artillerieunterstützung und noch weitere Unterstützung anfordern.

Wo gehts hier zur Front?

Infanterie Einheiten können ähnlich wie bei ‚Company of Heroes‘ in verschiedene Deckungen gehen und sind somit widerstandsfähiger als auf dem offenen Feld. Jedoch sind diese Deckungen erst sichtbar wenn man mit der Maus darüberfährt, und auch Häuser können leider nicht als Deckung benutzt werden. Da man jedoch mehr angreifen muss als verteidigen, werden diese auch nicht sehr oft benutzt. Allgemein kommt das Spiel anfangs eher weniger taktisch daher, was sich im späteren Spielverlauf und bei höherer Schwierigkeitsstufe dann jedoch ändert.

Eindrucksvoll sind die historisch korrekten Schlachten allemal, denn wenn sich unzählige Einheiten einen einzigen Frontabschnitt teilen, ist es eine regelrechte Massenschlachte, die man in dieser Form wahrlich selten zu Gesicht bekommen hat. Gemessen daran sind die Hardwareanforderungen erstaunlicherweise noch recht moderat ausgefallen. Spannend ist vor allem der Häuserkampf, der insbesondere durch den atmosphärischen Wechsel der Tageszeit enorm an Dramatik gewinnt. Besonders in der Nacht ergeben sich mit den Mündungsfeuern regelrechte Lichtspiele. Ebenfalls sehr schön und eine Motivation für viele weitere Spielstunden: Der umfangreiche Karteneditor, mit dem man eigene Szenarien erstellen kann.

Grafik und Sound

Die Grafik in ‚Officers‘ wurde sehr schön gestaltet. Die verschiedenen Landschaften wirken sehr authentisch und sind abwechslungsreich angelegt. Auch die Städte sind schön anzuschauen und ebenso die verschiedenen Einheiten. Jedoch wurden die Grafikeffekte – vor allem Explosionen – noch ein bisschen vernachlässigt, was aber nicht störend ist.

Anders als die Grafik ist der Sound total langweilig. Die Einheiten sprechen immer dieselben Sätze und nach einiger Zeit geht das ganz schön auf die Nerven. Auch sonst wurde dem Sound keine grosse Rolle beigemessen und ist eher schwach.

Fazit

"Officers" ist ein schönes Strategiespiel mit dem auch Anfänger zurecht kommen. Mit den höheren Schwierigkeitsstufen bietet es aber auch gleichzeitig eine Herausforderung für Strategiefans. Wer jedoch ein weiteres "Company of Heroes" erwartet, hat sich verschätzt. Allgemein kann ich das Spiel all jenen empfehlen, die einmal eine etwas frischere Darstellung des 2. Weltkrieg erleben wollen und mit kluger Taktik das Hitler-Regiment besiegen will.
Grafik
83%
Sound
60%
Gameplay
85%
Steuerung
70%

Gesamtwertung

80%

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