Nosferatu – The Wrath of Malachi (PC)

2878 0 0 17. März 2014
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Titel:Nosferatu - the wrath of Malachi - (Windows 98/SE/2000/XP)
EAN:4042782000898
System:Windows 98
Label:Idol

Vampire, Guhle, Untote ganz allgemein – das zieht eigentlich immer, egal ob in Filmen, Büchern oder auch Spielen. So kann es durchaus sein, dass man völlig uninformiert zugreift, weil man allein den Titel oder das Coverbild ansprechend findet. „Nosferatu – The Wrath of Malachi“ ist da ein recht gutes Beispiel für, denn schon allein der Name macht Lust auf mehr.

Für günstige neun Euro gibt es dieses Spiel bei Steam zum herunterladen, da mussten wir uns doch glatt man anschauen, ob sich diese Investition auch lohnt! Unsere Reise führt uns – ganz klischeehaft – nach Rumänien. Hier soll nämlich in Kürze eine große Hochzeit statt finden. Die gesamte Familie Patterson ist angereist, um dabei zuzusehen, wie die Tochter dem wohlhabenden Graf Nosferatu das Ja-Wort gibt. Während unsere Familie schon gestern auf dem Schloß des Grafen eingetroffen ist, haben wir einen Tag Verspätung. Doch als wir ankommen, ist der Schreck groß: Nirgendwo ist eine Menschenseele zu sehen, dafür überall Blut!

Schauen wir uns also zunächst etwas um und schon nach kürzester Zeit fliegt ein Priester aus einem Fenster und landet schwer verletzt genau vor unseren Füßen! Er erklärt uns, was Sache ist: Ghule und Vampire, die hinter unserer Familie her sind. Nun ist es also an uns, nicht nur möglichst viele Familienmitglieder zu retten, sondern auch noch gegen die untoten Feinde zu bestehen.

Wir machen uns auf, in eine unlineare Story. Denn eigentlich steht uns die Welt – oder zumindest das Schloß – offen. Vorausgesetzt, wir finden die Schlüssel. Von einem Raum zum anderen arbeiten wir uns, treffen auf finstere Gestalten, die mithilfe von Weihwasser, Pflock, Schwert oder Revolver zur Strecke gebracht werden müssen und suchen verzweifelt nach Schlüsseln und Familienmitgliedern. Dabei gibt es kein Patentrezept: Das Schloß wird bei jeden Neustart random besetzt, so dass einem beim ersten Spielen vielleicht gleich im Vorhof schon der erste bösartige Dobermann über den Weg läuft, während beim nächsten Mal die Schlüssel an komplett unterschiedlichen Stellen versteckt sind. Allein aus diesem Grund ist natürlich ein Wiederspielwert gegeben!

Aber auch die Spannung trägt hier seine Sache dazu bei. Der Sound ist nämlich großartig! Man verspürt von der ersten Minute an schon ein Herzklopfen und ist vollkommen angespannt. Aus jeder Ecke könnte ein Gegner hervor springen und wie wir wissen sind Vampire manchmal einfach plötzlich da. Lag da doch eben noch einer wie tot in seinem Sarg, steht er plötzlich hinter uns! Da heißt es Ohren auf, denn manchmal verraten sich die Gegner doch durch Geräusche. Und genau diese Geräusche sind es, die die Spannung fast unerträglich machen. Man weiß, dass da gleich etwas kommen muss, man weiß aber nicht, woher.

Zwar hat das Spiel eine recht kurze Spielzeit – immerhin soll man so schnell wie möglich die Familienmitglieder retten – hat aber eben auch einen sehr hohen Wiederspielwert, so dass man tagelang beschäftigt sein kann.

Lediglich die Grafik ist ein kleiner Wermutstropfen. Diese ist ziemlich verpixelt und lässt auch keine Einstellung in den Optionen zu. Dafür ist aber dennoch eine grafisch düstere Atmosphäre gegeben, so dass man schnell beim Spielen vergisst, dass man sich zunächst an der Grafik gestört hatte.

So bleibt letztendlich ein Überraschungstitel zurück, der gekonnt auf Schockmomente setzt und uns dabei viele Stunden Nervenkitzel und Spaß gebracht hat – für den Preis sollte Fans von Vampire und Survival Horror-Spielen unbedingt zugreifen!

Fazit

Wenn man über die Grafik hinweg sieht, bekommt man hier ein spannendes Spiel mit ordentlichen Schockelementen geboten, das einen hohen Wiederspielwert aufweist!
Grafik
70%
Sound
95%
Gameplay
95%
Steuerung
90%

Gesamtwertung

88%

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